Weil die Resonanz auf das kleine Speedboot des Zollkreuzers einigermaßen groß war, möchte ich zwei Bilder vom fertigen Davit mit dem Boot an Bord nicht vorenthalten. Es passt tatsächlich alles in die vorgesehene Lücke neben und oberhalb der Boarding Plattform, auch wenn das alles recht knapp bemessen ist. Damit ist der größte Wackelkandidat Geschichte und ich kann mich mit den letzten Kleinteilen des Hauptdecks beschäftigen: Poller, Klampen, Klüsen, Winschen, Umlenkrollen, Notausgänge, Ankerwinde, Reling, Lüfter, Fallreep.
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Die letzten Tage habe ich mich mit dem Speedboot der „Helgoland“ beschäftigt. Ursprünglich wollte ich das Boot des Notschleppers „Nordic“ räubern und die Aufbauten anpassen, aber die Unterscheide sind doch zu groß. Deshalb musste eine Neukonstruktion her und hier ist das Ergebnis…
Zum Vergleich ist hier ein Vorbildfoto der „Borkum“ in Cuxhaven … die Boarding Plattform habe ich aus 31 Teilen nachbilden können.
Als kleines Dankeschön für alle treuen Blog-Leser und gleichzeitig als kleines Weihnachtsgeschenk möchte ich heute den Baubericht zur Viermastbark „Passat“ als PDF-Download zur Verfügung stellen. Der Link ist in dem „Bildschirm-Schneegestöber“ vielleicht kaum zu sehen, deshalb ist er auch im Download-Bereich zu finden.
Mit diesem letzten Beitrag im Jahr 2014 wünsche ich auch allen Blog-Lesern ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise der Lieben und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Hier geht es im Januar 2015 zunächst mit einer kleinen Überraschung und dann mit der Fortsetzung des Bauberichtes zum DOCK weiter.
Der Grund, warum ich hier schon lange keinen eigenen neuen Baubericht mehr präsentiere, sondern überwiegend Konserven zeige, ist, dass ich mich mehr mit der Konstruktion von Modellen beschäftige und das ist relativ unspektakulär zum Zeigen. Nach den Fähren „RUNGHOLT/NORDFRIESLAND“ bin ich nun bekanntlich an den Zollkreuzern „HELGOLAND/BORKUM“ dran.
Nach einer auch krankheitsbedingten Motivationspause von einigen Wochen geht es nun mit der „HELGOLAND“ weiter. Wenn sich jemand fragt, wie ich das so angehe, dann kommt hier eine Antwort.
Anhand der Pläne und vielen Fotos zeichne ich die Teile mit CorelDraw, drucke sie aus und klebe sie zusammen. Die sich ergebenen Korrekturen werden in CorelDraw gleich bearbeitet und baugruppenweise erneut gedruckt und gebaut. Ja, es ist schon eine Art „trial and error“. Auf diese Weise entsteht nach und nach das erste Handmodell, welches immer noch Fehler enthält, die im CorelDraw jedoch bereits ausgemerzt sind. Parallel dazu entsteht in Excel eine Bauteileliste, in der ich viele Anmerkungen (geplante Teilenummer, Bezeichnung, Rückseitendruck?, Lasercut?, Anzahl, Kommentare) schreibe; eine Art ToDo-Liste.
Wenn der Rumpf und die reinen Aufbauten bis zum Peildeck fertig konstruiert und vermeintlich fehlerbereinigt sind, dann mache ich einen kompletten zweiten Bau, der den Charakter und die Güte eines Kontrollbaus besitzt und anhand dessen ich auch die vielen Bilder für die Anleitung schieße. Diese Bilder werden mit einem Bildbearbeitungsprogramm bearbeitet, in CorelDraw importiert, wo sie Bauteilenummern und Hinweise erhalten. Beim Bau dieses zweiten Modells tauchen hier und da auch wieder einige Toleranzprobleme auf, die ich direkt in der Konstruktionsdatei bereinige.
Nun kommt der „richtige“ Kontrollbauer ins Spiel. Der bekommt zwischendurch meine fertigen Anleitungs- und Bogendateien wie sie eigentlich zu dem Zeitpunkt schon in den Druck gehen könnten. Der Kontrollbauer findet meist auch immer noch etwas oder hat die eine oder andere Idee zur Baureihenfolge oder Konstruktion. Das wird „ausdiskutiert“ und fließt in den Bogen ein. Irgendwann ist dann der Kontrollbauer fertig und gibt grünes Licht.
Um nun richtiges Qualitätsmanagement zu betreiben, müsste man jetzt einen letzten Bau mit den vom Kontrollbauer eingearbeiteten Korrekturen machen, aber das geht wohl nur bei Modellen mit wenigen Bauteilen. Ich werde es auch nur für den Rumpf und die Aufbauten ohne aufgedoppelten Schotten usw. machen, schon alleine, weil ich dann auch einen Rumpf und die Aufbauten für die „BORKUM“ erhalte.
So, hier noch ein Bild vom aktuellen Stand meines zweiten Modells. Die Brückeneinrichtung ist vom Kontrollbauer Lars Wahl konstruiert worden (hier sein Kontrollbau) und wird in den Bogen einfließen. Die roten und grünen Lämpchen im Mast haben übrigens eine Höhe von 1mm – hierfür werde ich auch einfachere Alternativteile anbieten, denn der Karton ist bei diesen Radien kurz vor der Spaltung, auch wenn ich es noch so hin bekommen habe.
Wenn ich hier schon über meinen News-Ticker, der oben im Bild durchläuft, Werbung für eine Veranstaltung mache, dann gehe ich auch meistens selbst hin. Und so waren wir auch heute am späten Nachmittag im Niendorfer Hafen bei „Fischer’s Wiehnacht“. Im Hafen waren viele Buden aufgestellt, die für das leibliche Wohl sorgten und die weihnachtliche Beleuchtung erzeugte eine heimelige Stimmung.
Der Andrang an der Kaikante war riesengroß, selbst der NDR war mit einem Fernsehteam vor Ort, denn …
… pünktlich um 17:00 Uhr kam zur Freude der Kinder auch der Nikolaus auf einem Fischerboot in den Hafen und verteilte kleine Geschenke.
Für die „Großen“ gab es Live-Musik. Es spielten die „Silver Shadows“. Und wenn man bei der Musik die Augen zugemacht hat, dann meinte man in die 60er Jahre zurück versetzt zu sein und in einem Konzert der echten „Shadows“ zu stehen. Faszinierend sauber und originalgetreu wurden Titel wie „FBI“ , „Apache“ und „Wonderful Land“ gespielt und sorgten für tolle Stimmung. Und wenn man die nicht mehr ganz jungen Lübecker Protagonisten auf der Bühne gesehen hat, dann konnte man trotz der widrigen Kälte deren Spaß an der Sache sehen.
Morgen geht es im Hafen weiter. U.a. soll auch wieder der Seenotrettungskreuzer „Vormann Jantzen“ aus Grömitz und das Seenotrettungsboot „Hans Ingwersen“ aus Travemünde besichtigt werden können.
Weil heute auch wieder Vollmond ist, habe ich noch ein Bild vom Glühweinstand am Kreuzfahrtterminal in Travemünde traveabwärts mit der „PASSAT“ im Hintergrund gemacht. Leider hatte ich kein Stativ dabei, aber ich denke, es ist auch freihändig ein ganz ordentliches Bild geworden.















