Kategorie: Konstruktion Minenjagdboot „Weilheim“

Konstruktion Minenjagdboot „Weilheim“

Damit ist „die Katze aus dem Sack“.

Nun also doch wieder ein Schiff und dabei habe ich mich für etwas Kleines entschieden. Neben dem Museumsschiff „Mölders“ liegt in WHV noch die „Weilheim“, ein Minenjagdboot der Lindau-Klasse, welches zur ersten Bootsklasse gehört, die nach dem Zweiten Weltkrieg auf deutschen Werften gebaut wurde. Noch … also, noch liegt das Boot dort, denn es soll vom Museum ausgesondert werden und ist nur noch bis zum 31.Oktober 2026 begehbar. Der Grund ist der sichtbar schlechte Zustand des Rumpfes, Decks und Aufbauten, deren Restaurierung nicht finanzierbar ist. Was liegt also näher, als dieses Vorbild in Karton festzuhalten. Es gibt zwar bereits einen Wilhelmshavener Modellbaubogen, …

… der ist aber etwa 7 Monate älter als ich und längst in Rente. Außerdem beinhaltet dieser Modellbaubogen noch die Klasse 320 und ist in den Dimensionen dem Vorbild angenähert. Nach diversen Umbauten sind 12 Boote 1968-79 zur Klasse 331 geworden und die restlichen 6 Boote wurden 1979-82 zu Hohlstablenkbooten der Klasse 351 umgebaut. Die „Weilheim“ gehörte zuletzt zur Klasse 331B und ich denke, dieses Vorbild hat eine Neuauflage in der Version, wie es zuletzt im Museumshafen lag, verdient.

Die Konstruktion des Modellbaubogens ist soweit abgeschlossen. Es fehlen lediglich ein paar Bojen und zwei Minenjagddrohen PAP-104 sowie die zugehörigen Stellagen. Hier vier Ansichten des konstruktionsbegleitenden Baus. Auf Backbordseite kommt übrigens keine Ankerklüse an/in/auf die Bordwand, das ist hier noch falsch – da habe ich in CorelDraw zu viel gespiegelt.

Nichtsdestotrotz möchte den Bau des Modells für die Bauanleitung beginnen, die etwas anders ausfallen wird als die bekannten Versionen meines Kleinverlags – doch dazu vielleicht später mehr. Hier sind die vorläufigen Bogen…

Es werden zweieinhalb Bogen auf 160g/m² gedruckt, ein Bogen auf 250g/m² und ein Viertel Bogen auf 120g/m². Zu diesem Zeitpunkt sind es 644 Bauteile, die vielfach auch mit Rückseitendruck versehen sind.

Eine Winde

Ein weiteres Kleinod, welches aus 32 Bauteilen besteht, ist fertig. Es ist eine Winde, die auf dem Achterdeck des nächsten Modells stehen wird.

Übrigens … bis hierhin hätte das Boot wahrscheinlich schon 603 Bauteile. Zumindest ist das der aktuelle Stand des konstruktionsbegleitenden Modells.

40mm Bofors Geschütz

Zum neuen Modell, welches ich im letzten Beitrag mit der Richtsäule angekündigt habe, gehört eine 40mm Kanone vom schwedischen Rüstungshersteller Bofors. Diese besteht in meinem Modell aus 43 teils recht kleinen Bauteilen. Hatte ich nach dem Ausdrucken gedacht „und wer soll das bauen?“, konnte ich mich selbst eines Besseren belehren. Wenn man sich Zeit nimmt und dem Klebstoff diese ebenfalls gibt, dann ist das alles möglich zu bauen.

Und wie klein das ganze wirklich ist, zeigt sich hier…

Es geht weiter…

Lange, lange ist hier nichts mehr passiert, deshalb wird es Zeit mich mal wieder zu melden…

Bis vor ein paar Wochen habe ich in den letzten Monaten kaum dem Kartonmodellbau gefrönt, weil ich unschlüssig war, womit ich konstruktionstechnisch in meinem Kleinverlag weitermachen soll. Im nächsten Jahr hätte ich auch noch 10jähriges Verlags-Jubiläum und da soll ein passender Modellbaubogen erhältlich sein. Die Gretchenfrage ist allerdings seit Monaten: Eisenbahn oder doch wieder Schiffe? Außerdem habe ich den letzten Arbeitstag herbeigesehnt und nichts Neues anfangen wollen. Nun bin ich offiziell im Ruhestand und habe hoffentlich ganz viel Zeit für den Modellbau.

Nach vielen Überlegungen und Gedankenspielen ist mein Ausflug in die Eisenbahnwelt beendet, weil ich einerseits für mich keinen passenden Maßstab gefunden habe und es andererseits schwierig ist, an Zeichnungen sowie Fotos insbesondere von den Drehgestellen heranzukommen. Ein Kasten mit aufgedruckten Rädern und Federn kommt bei mir nicht in Frage. Mein erster Eisenbahn-Modellbaubogen der KÖF II in 1:45 hat eine wunderbare Detaildichte erhalten und ist ein prima Modell geworden. Allerdings käme eine BR 103, V200 oder eine Siemens Vectron in jeweils ähnlicher Detaildichte bestimmt auf 20 Bogen. Deswegen hatte ich mich umentschieden und erneut die KÖF II in 1:87 konstruiert. Das Modell ist schon deutlich kleiner, aber auch längst nicht so detailreich wie der „große Bruder“. Dafür reduziert sich aber der Materialeinsatz.

Des Weiteren hatte ich ja auch die kleine Hoffnung, mir meinen Kindheitstraum zu erfüllen und dass ich mir nebenbei eine kleine Modellbahnanlage aufbauen kann – das hat sich nach ausführlichen Planungen und Recherchen aus Platzgründen und insbesondere aus Kostengründen ebenfalls erledigt. Apropos Kosten … wirtschaftlich soll sich ein Modellbaubogen für mich ja auch noch lohnen, auch wenn ich zu allererst Spaß bei der Konstruktion eines Modells haben möchte und dabei nicht auf die Auflagenzahl schaue. Aber … die KÖF II – insbesondere in 1:87 – verkauft sich längst nicht so gut wie eines meiner Schiffsmodellbaubogen.

Wenn also in 1:45, dem von mir (eigentlich) bevorzugten Maßstab, doch wieder so viele Bogen für ein Modell benötigt würden, damit ein Modell KvJ-typisch einigermaßen detailliert ist, dann kann ich auch mit den Schiffsmodellen weitermachen, bei denen ich mich am meisten auskenne. Außerdem ist es im Schiffbaubereich für mich einfacher an Generalpläne, Zeichnungen oder auch (Detail)Fotos zu kommen.

Anfang Juni habe ich den Bau des X-Wing Starfighters aus der Star Wars Reihe vom Konstrukteur UHU02 im Rahmen eines Wettbewerbs begonnen. Und weil ich beim Basteln viel nachdenken kann, ist mir tatsächlich eine Idee für das nächste Projekt gekommen. Deswegen habe ich heute eine kleine Baupause eingelegt – ich bin mit dem Modell dem Baubericht ohnehin ein paar Tage voraus – und mich mit der Machbarkeit einer OGR 7, der Ari-Richtsäule, beschäftigt, die auf dem künftigen Projekt vorhanden ist. Als ich die 20 Bauteile ausgedruckt habe, musste ich ob der Größe echt schlucken. Meine Güte, ist das klein, aber es lässt sich bauen. Hier ist das Ergebnis…

Zwei, drei kleinere Korrekturen sind bereits in die Zeichnung eingeflossen. Somit gehe ich demnächst den Rumpf an und wenn der passt, dann … schaun mer mal, was es wird.

Eine weitere Idee habe ich auch schon für das Jubiläumsmodell und werde demnächst die Pläne bestellen.

Also, bis demnächst wieder…
Andreas