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    Zwei blaue Tafeln

    Publiziert in der Kategorie: Konstruktion Schubboot "Thyssen II" | 1 Kommentar
    (9 Bewertung(en), durchschnittlich: 5,00 von 5)
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    Es taucht immer mal wieder die Frage auf, warum die „THYSSEN II“ zwei blaue Tafeln hat.

    Zwei blaue Tafeln Zwei blaue Tafeln

    Was ist nun eine „blaue Tafel“?

    In der Binnenschifffahrt darf sich der Bergfahrer (das Schiff, das gegen die Strömung des Flusses fährt) den Fahrweg auswählen. Der Talfahrer muss dem Bergfahrer unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse und des übrigen Verkehrs einen geeigneten Weg freilassen. Soll der Talfahrer an Backbord vorbeifahren, gibt der Bergfahrer kein Zeichen. Soll der Talfahrer jedoch an Steuerbord vorbeifahren, muss der Bergfahrer rechtzeitig folgendes Signal zeigen:

    • bei Tag eine hellblaue Tafel, die mit einem weißen hellen Funkellicht (Blinklicht) gekoppelt ist
    • bei Nacht ein weißes helles Funkellicht (Blinklicht), das auch mit einer hellblauen Tafel gekoppelt sein darf

     

    Warum eine zweite blaue Tafel auf Backbordseite?

    • Nur auf dem Teilstück Landesgrenze/NL bis Duisburg/Ehingen gilt das Rechtsfahrgebot. Nur wenn ein Bergfahrer von diesem Gebot abweichen muss, z.B. wegen einer Hafeneinfahrt oder dem Anlegen am rechtseitigen Ufer, wird die Tafel gesetzt.
    • Des Weiteren dürfte es für die „THYSSEN II“ beim Manövrieren der Leichter im Hafen immer mal vorkommen, dass sie den Leichter zu Berg – also stromaufwärts – zieht und da käme die Blaue Tafel an der Backbordseite zum Einsatz.

    Konstruktion eines Schubleichters beendet

    Publiziert in der Kategorie: Konstruktion Schubboot "Thyssen II" | 5 Kommentare
    (15 Bewertung(en), durchschnittlich: 4,93 von 5)
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    6 Wochen nach dem Schubboot „THYSSEN II“ ist nun auch der zugehörige Leichter fertig geworden. Der Leichter ist ein Europa-Leichter Typ IIa. Das gemeine Vorbild hat die Abmessungen 76,50m Länge und 11,40m Breite. Mein Modell hat jedoch kein direktes Vorbild, denn ich habe aus vielen Fotos aus dem Internet meinen KvJ-Leichter gezeichnet und die Farben an das Schubboot angepasst.

    Auf dem Vorschiff sind zwischen den beiden Koppelwinden und hinter dem Wellenbrecher eine Ankerwinde, zwei Luken und der Signalmast untergebracht, während sich auf dem Achterschiff hinter den beiden Luken und Koppelwinden nur noch die beiden Schubschultern befinden. Poller sind auf dem Deck rundherum in unterschiedlichen Größen verteilt. Die Kohlepyramiden in der Lademulde haben unterschiedliche Höhen und können nach eigenem Gutdünken eingesetzt werden.

    Auf den beiden nächsten Fotos ist der gesamte Schubverband zu sehen, wie er später aus dem Bogen gebaut werden kann.

    Hier noch ein Foto mit allen während der Konstruktion gebauten Exemplaren. Die beiden Weißmodell sind meine sogenannten Machbarkeitsstudien, während die unfertigen Modelle im oberen Teil des Bildes meine konstruktionsbegleitenden Bauten sind.

    Obligatorisch ist bei mir schon als Abschluss eines fertig konstruierten Modellbaubogens die Taufe mit „Linie fra Norge“…

    Nun geht es mit der Kontrolle von Bogen, Bauanleitung und Teileliste weiter. Anschließend bekommt ein Kontrollbauer meines Vertrauens einen kompletten Bogen für den Kontrollbau. Nun hat mir Andreas allerdings schon wenig Zeit signalisiert, so dass der Kontrollbau wohl erst im September abgeschlossen sein könnte. Danach kommt noch die Produktion der Ätzplatine. Das alles bedeutet, dass der Verkauf leider erst frühestens im November starten kann. Aber ich glaube, jeder Kartonmodellbauer hat noch genügend Modelle in der Schublade liegen, ansonsten darf ich auf meine anderen erhältlichen Modelle verweisen.

     

    Konstruktion des Schubboots „Thyssen II“ beendet

    Publiziert in der Kategorie: Konstruktion Schubboot "Thyssen II" | 2 Kommentare
    (10 Bewertung(en), durchschnittlich: 5,00 von 5)
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    Als mich im August letzten Jahres ein mir damals noch unbekannter Modellbaufreund bezüglich der „Børøysund“ angeschrieben hat, kam im weiteren Mailverkehr von ihm die Frage: „Warum werden denn als Bausätze immer nur Seeschiffe angeboten und nicht einmal die großen schönen Schubverbände des Rheins? Eine Frage, die ich nur als Rheinländer stellen kann, ich weiß, aber vielleicht auch einmal eine Anregung für Sie.“

    Das war eine gute Frage! Ich habe nur überhaupt keine Ahnung von Binnenschiffen und schon gar keine Fotos oder Pläne. Ziemlich schnell bekam ich von Frank jede Menge Bilder von der „Thyssen II“ auf CD – und wer kennt nicht den alten Graupner-Baukasten dieses Schubschiffs? Also habe ich mich um einen Plan bemüht und den sogar gegen kleines Geld von der Firma Graupner Modellbau bekommen. Nach dem Einscannen und Skalieren auf den Maßstab 1:250 war das Endprodukt mit einer Grundfläche von 103mm x 38mm schon recht klein.

    Trotzdem habe ich mit der Konstruktion begonnen. Zwischenzeitlich stellte ich mir die Frage nach den Rechten an dem Schiffsnamen und dem Logo an den Aufbauten und schrieb diesbezüglich die Firma thyssenkrupp AG an. Im Februar bekam ich die Antwort, dass die thyssenkrupp AG nach Prüfung meiner Anfrage einverstanden sei. Im Anhang befand sich ein Lizenzvertrag, der alles regelt. Super, dachte ich mir, nun kann es wirklich losgehen.

    Wie insgeheim von mir geplant, wollte ich den Erlkönig des Modells zur Modellbauausstellung in Lübeck, die übrigens morgen beginnt, fertig haben und präsentieren. Ich habe es geschafft – er ist soweit fertig. Natürlich habe ich nicht alle Poller gebaut und auch andere Baugruppen, die mehrfach vorkommen, weggelassen. Auch die Takelage fehlt komplett. Trotzdem ist ein richtig schnuckeliges Binnenschiffchen entstanden.

    Mit den folgenden Bildern bedanke ich mich bei Frank für die Inspiration einmal etwas anderes als Seeschiffe zu konstruieren.

    Schubschiff Schubschiff Schubschiff Schubschiff

    Eine Brückeneinrichtung ist für den versierten Bastler selbstverständlich auch dabei.

    Insgesamt werden auf den 3 DIN-A4-Bögen wohl knapp 500 Bauteile verteilt sein. Den Anleitungsbau werde ich im Mai beginnen. Bis dahin gilt es das Bogenlayout zu machen und die Bauteilnummern anhand der Teileliste prüfen. Während des Anleitungsbaus werde ich wie üblich sicherlich noch ein paar notwendige Änderungen an ein paar Bauteilen machen müssen. Des Weiteren möchte ich nebenbei auch noch einen Leichter konstruieren, damit das Schubboot auch etwas zum Schubsen hat.

    Nun möchte ich mich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, aber wenn nichts Unerwartetes mehr dazwischen kommt, dann sollte einer Veröffentlichung des KvJ-Modellbaubogens im Herbst 2018, spätestens jedoch zu Weihnachten 2018, nichts mehr im Wege stehen.