Zollkreuzer „HELGOLAND“

Der Grund, warum ich hier schon lange keinen eigenen neuen Baubericht mehr präsentiere, sondern überwiegend Konserven zeige, ist, dass ich mich mehr mit der Konstruktion von Modellen beschäftige und das ist relativ unspektakulär zum Zeigen. Nach den Fähren „RUNGHOLT/NORDFRIESLAND“ bin ich nun bekanntlich an den Zollkreuzern „HELGOLAND/BORKUM“ dran.

Nach einer auch krankheitsbedingten Motivationspause von einigen Wochen geht es nun mit der „HELGOLAND“ weiter. Wenn sich jemand fragt, wie ich das so angehe, dann kommt hier eine Antwort.

Anhand der Pläne und vielen Fotos zeichne ich die Teile mit CorelDraw, drucke sie aus und klebe sie zusammen. Die sich ergebenen Korrekturen werden in CorelDraw gleich bearbeitet und baugruppenweise erneut gedruckt und gebaut. Ja, es ist schon eine Art „trial and error“. Auf diese Weise entsteht nach und nach das erste Handmodell, welches immer noch Fehler enthält, die im CorelDraw jedoch bereits ausgemerzt sind. Parallel dazu entsteht in Excel eine Bauteileliste, in der ich viele Anmerkungen (geplante Teilenummer, Bezeichnung, Rückseitendruck?, Lasercut?, Anzahl, Kommentare) schreibe; eine Art ToDo-Liste.

Wenn der Rumpf und die reinen Aufbauten bis zum Peildeck fertig konstruiert und vermeintlich fehlerbereinigt sind, dann mache ich einen kompletten zweiten Bau, der den Charakter und die Güte eines Kontrollbaus besitzt und anhand dessen ich auch die vielen Bilder für die Anleitung schieße. Diese Bilder werden mit einem Bildbearbeitungsprogramm bearbeitet, in CorelDraw importiert, wo sie Bauteilenummern und Hinweise erhalten. Beim Bau dieses zweiten Modells tauchen hier und da auch wieder einige Toleranzprobleme auf, die ich direkt in der Konstruktionsdatei bereinige.

Nun kommt der „richtige“ Kontrollbauer ins Spiel. Der bekommt zwischendurch meine fertigen Anleitungs- und Bogendateien wie sie eigentlich zu dem Zeitpunkt schon in den Druck gehen könnten. Der Kontrollbauer findet meist auch immer noch etwas oder hat die eine oder andere Idee zur Baureihenfolge oder Konstruktion. Das wird „ausdiskutiert“ und fließt in den Bogen ein. Irgendwann ist dann der Kontrollbauer fertig und gibt grünes Licht.

Um nun richtiges Qualitätsmanagement zu betreiben, müsste man jetzt einen letzten Bau mit den vom Kontrollbauer eingearbeiteten Korrekturen machen, aber das geht wohl nur bei Modellen mit wenigen Bauteilen. Ich werde es auch nur für den Rumpf und die Aufbauten ohne aufgedoppelten Schotten usw. machen, schon alleine, weil ich dann auch einen Rumpf und die Aufbauten für die „BORKUM“ erhalte.

So, hier noch ein Bild vom aktuellen Stand meines zweiten Modells. Die Brückeneinrichtung ist vom Kontrollbauer Lars Wahl konstruiert worden (hier sein Kontrollbau) und wird in den Bogen einfließen. Die roten und grünen Lämpchen im Mast haben übrigens eine Höhe von 1mm  – hierfür werde ich auch einfachere Alternativteile anbieten, denn der Karton ist bei diesen Radien kurz vor der Spaltung, auch wenn ich es noch so hin bekommen habe.

Helgoland 1 Helgoland 2 Helgoland 3

1 Kommentar

  1. Fiete

    Moin Andreas,
    Dein Zollkreuzer sieht wirklich klasse aus!
    Was die Lampen anbelangt, ich finde es gar nicht schlecht, wenn sich der Karton spaltet. Das hatte ich schon bei dem Fischdampfer von Piet, sowohl bei den Lampen, als auch bei den Pollern. Die Teile ließen sich danach erheblich besser verarbeiten und haben auch keine tragende Rolle, insofern kann das Material ruhig ein wenig dünner sein…
    Beste Grüße
    Fiete

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.