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Fregatte „Lübeck“ – Anleitungsbau

Es ist jetzt 10 Wochen her, dass ich hier zuletzt mit Neuerungen (das war der Harpoon-Starter) zum Bogen der Fregatte Klasse 122 aufwarten konnte. In dieser Zeit war ich aber nicht untätig und habe zwischendurch nicht nur ein neues Modell fertig konstruiert (Projektname: „kleiner Scheißer“), welches im April in den Vertrieb geht, sondern ich habe den Anleitungsbau zur Fregatte gemacht. Das bedeutet, dass ich angefangen bei der Grundplatte bis zur Brücke alle Teile zu einem neuen Modell zusammengeklebt und zwischendurch die Bilder für die Bauanleitung gemacht habe. Des Weiteren war es auch ein Kontrollbau, in dem ich viele Kleinigkeiten finden und bereinigen konnte. Hier nun die Bilder vom aktuellen Baustand…

Anleitungsbau 1 Anleitungsbau 2 Anleitungsbau 3 Anleitungsbau 4

Einzig mit der Farbgebung der Aufbauten bin ich noch nicht ganz zufrieden. Es sind die gleichen Farben, die Piet seinerzeit für Deck und Aufbauten bei den Schnellbooten Klasse 143 genommen hat. Das Grau des Decks ist OK, aber die Bordwände und Aufbauten müssten eher etwas bläulicher werden.

Nun noch ein Bild meiner „Fregatten-Werke“. Der obere Rumpf ist der konstruktionsbegleitende Bau. in der Mitte das Weißmodell des zweiten Rumpfes, mit dem ich die Bordwände korrigiert habe. Unten ist der Anleitungsbau im Vergleich zu sehen. Es wird demnächst noch einen vierten Rumpf geben, an dem ich die nochmals korrigierte Abwicklung der Bordwände ein letztes Mal überprüfen werde.

Anleitungsbau 5

21. Nordlichtertreffen

Am gestrigen Samstag fand im „altehrwürdigen“ Café Olé in Hamburg das 21. Nordlichtertreffen statt. Bevor wir dort hingefahren sind, ging es aber noch in den Hamburger Hafen, wo die Fregatte „Hamburg“ an der Überseebrücke festgemacht hatte.

Fregatte Hamburg 1

Ab 14 Uhr konnte das Schiff im Rahmen eines Open-Ship besichtigt werden. Da wir noch eine knappe Stunde Zeit hatten, haben wir uns dem Strom der Sehleute zu den Landungsbrücken angeschlossen und dort bei herrlichem wenn auch kaltem Wetter ein Fischbrötchen vernascht. Von den Landungsbrücken habe ich unter anderem folgenden Eindruck festgehalten…

Fregatte Hamburg 2

Zurück an der Fregatte „Hamburg“ konnten wir nach kurzer Taschenkontrolle auch schon an Bord. Hier folgt nur eine ganz kleine Auswahl aus etwa 330 (Detail)Aufnahmen…

Fregatte Hamburg 3 Fregatte Hamburg 4 Fregatte Hamburg 5 Fregatte Hamburg 6 Fregatte Hamburg 7 Fregatte Hamburg 8

Nach der Fregatte ist vor der Fregatte. Damit will ich sagen, dass wir anschließend an der Großen Elbstraße entlang bis zum Museumshafen Oevelgönne gefahren sind und zwischendurch vom Fischmarkt einen schönen Blick Richtung Blohm & Voss hatten und die neue Fregatte „Baden-Württemberg F222“ erkennen konnten.

Fregatte BW

Und dann ging es Richtung Café Olé und damit zum Nordlichtertreffen. Mit 13 Teilnehmern waren wir eine kleine Runde, in der wir sehr viel Spaß hatten. Nach einer „halbstündigen“ und offensichtlich sentimentalen Einleitung und Ansprache von Fiete …

21.Nordlichtertreffen-02 21.Nordlichtertreffen-01

…ging es nahtlos zum Essen und Trinken sowie zum Anschauen der Modelle und zum Fachsimpeln über.

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Und unsere Mädels? Die hatten auch mächtig Spaß…

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75.000 Besucher

Ta ta ta taaaaahh !!!!

75000

Soeben war der 75.000 Besucher auf meinem Blog. Das verleitet mich dazu einen kleinen Vergleich mit einem deutschen Kartonmodell Forum anzustellen, welches bei angeblich über 1960 Mitgliedern (Nachtrag vom 03.03.: plötzlicher Schwund von 740 Mitgliedern innerhalb eines Tages) noch keine 1960 Beiträge hat (macht also nicht mal einen Beitrag pro Mitglied). Da sind ja meine alleinigen 260 Beiträge prozentual „unendlich hoch“ und für das Forum unerreichbar. Dazu kommen im Blog bis jetzt 468 Kommentare, und das finde ich richtig gut.

75.000 Besucher in 863 Online-Tagen des Blogs, das macht ziemlich genau 87 Besucher pro Tag. Davon kann jenes Forum mit den imaginären oder virtuellen Mitgliedern und einem Betreiber, der nicht mal in der Lage ist meinen Namen richtig zu schreiben (OK, sieben Buchstaben durch schlichtes Abschreiben aneinanderzureihen verlangt schon einiges an Intelligenz), nur träumen.

Ich bedanke mich sehr gerne bei all meinen Blog-Lesern, egal, ob sie mich mögen oder nicht. Anhand der Kommentare, Mails, Telefonate und persönlichen Gesprächen spüre ich immer wieder, dass ich immer noch auf dem richtigen Weg bin. Ärgern tue ich mich nur über mich selbst, weil ich kaum noch zum Bauen von Modellen komme, was ich doch lange Zeit hier zeigen konnte. Aber momentan macht mir die Konstruktion von Modellen einfach mehr Spaß. Um nun den Spagat zwischen Konstruktion, Modellbau und aktivem Blog ein wenig besser hin zu bekommen, werde ich meine so genannten „Anleitungsbauten“ nach Veröffentlichung des jeweiligen Bogens hier als Mini-Baubericht einstellen und dabei auch auf knifflige Stellen beim Bau hinweisen.

Das 2.Gewinnspiel ist damit ebenfalls beendet. Ich gratuliere Fabian B. aus Hannover zum Gewinn des Modellbaubogens „Zollkreuzer Helgoland“, der mir als erster einen Screenshot vom Zähler geschickt hat. Hier ist eine Ausschnittsvergrößerung…

75000-Screenshot

Also, vielen Dank … und … bis zur 100.000 mit dem nächsten Gewinnspiel.

Jabietz

Fregatte „Lübeck“ – Namensschild (Nachtrag #2)

Namensschild

Nachdem Peter Lincke hier schon den Grund der Hintergrundfarbe von Namensschildern herausgefunden hat, kommt jetzt von ihm die Lösung, warum das Schild blau und die Schrift goldfarben ist.

Sehr geehrter Herr Lincke,
ich bestätige den Eingang Ihrer Anfrage an das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in Potsdam, in der Sie um Informationen über die Farbe der Namensschilder der Marineschiffe bitten.

Das ZMSBw betreibt vorrangig Grundlagenforschung zur deutschen Militärgeschichte des 20. Jahrhunderts, verfügt über eine umfangreiche Bibliothek, hat jedoch kein Archiv. Originalakten stehen nicht zur Verfügung, so dass wir nicht in jedem Fall weiterhelfen können.

Die Verwendung von Farben in den Armeen geht oft auf ein Brauchtum zurück, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, ohne dass jemals eine entsprechende Erlasslage geschaffen wurde.


„Die Namenschilder der Schiffe entsprechen in ihrer Form und Farbgebung weitgehend den Klett- und Aufnäh-Namensbändern der Marineuniform. Die Farbkombination von Blau und Gold als marinetypische Farben geht zurück auf die Gründung der bundesdeutschen Marine 1848
[Anm.v.Jabietz: Geschichtlich wurde der Begriff Bundesmarine fälschlicherweise auch für die Reichsflotte von 1848 verwandt]. Dabei orientierte sich die Farbwahl an der britischen Royal-Navy. Blau symbolisiert sowohl das Meer als auch den Himmel. Gold steht für die Sonne und Gestirne. Die Farben stehen für die natürliche Umgebung der See.“


Aus: 
Max Schemme, Bräuche, Gewohnheiten und inoffizielle Traditionen in der Deutschen Marine. Wilhelmshaven 2014, S.34.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag


Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
Projektbereich Auskünfte/Fachstudien
Zeppelinstraße 127 / 128
14471 Potsdam

Na, wenn das keine ausreichende Antwort ist, dann weiß ich auch nicht. Ich denke, nun sind „alle Klarheiten beseitigt“.  😛
Großen Dank an Peter für seine Hartnäckigkeit zu dem Thema.

OpenShip und Shipspotting

Am Wochenende machte der Verband SNMCMG 1, die Standing NATO Mine Countermeasures Group 1, im Hansahafen von Lübeck fest und bot am Samstag und Sonntag den Besuch der Einheiten während eines OpenShip an.

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Es waren der Tender „Donau“, das Minenjagdboot „Dillingen“ sowie die britische „HMS Ramsey“ zu besichtigen. Ich hatte mir trotz des Nieselregens meine Kamera geschnappt und bin hingefahren.

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Dass die Boote mit einer Ölsperre eingeschlängelt waren, lag daran, dass bei Umpumparbeiten auf dem Tender „Donau“ Marinediesel ausgelaufen war.

Mein erstes Ziel war die „Dillingen“. Leider war an Bord Fotografierverbot, so dass ich Bilder nur vom Pier aus machen konnte. Auf Grund der bereits auf anderen Schiffen dieses Typs gemachten Bilder und den mir vorliegenden Plänen sollte aber ein neuer aktueller Modellbaubogen zu konstruieren sein – vielleicht schon nach der Fregatte Klasse 122?

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Auf dem Tender hingegen war fotografieren erlaubt. Als ich von Bord ging, hatte ich weitere 359 Bilder im Kasten. Mit den mir auch hier vorliegenden Plänen und Detail-Fotos weiterer Tender sollte bei diesem Schiff ebenfalls ein vernünftiger Modellbaubogen entstehen können. Hier eine ganz kleine Auswahl der Bilder…

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Auch für eine detaillierte Brückeneinrichtung stünden Bilder zur Verfügung….

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Auf dem Rückweg zum Auto bot sich mir noch dieses Motiv mit dem Feuerschiff „Fehmarnbelt“ im Vordergrund und den wunderschönen Altstadthäusern im Hintergrund.

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Heute Vormittag hieß es für den Verband um 10:00 Uhr Abschied nehmen von der schönsten Hansestadt der Welt und wieder normalen Dienstbetrieb aufzunehmen – der Verband verfolgt übrigens als Hauptziel die internationale Minenräumung. Bei der Fahrt traveabwärts ging es an der Klappbrücke vorbei, an der sich auch heute wieder einige Shipspotter trafen. Bei der Durchfahrt durch das Nadelöhr wurde der Tender vorne vom Marineschlepper „Lütje Hörn“ und achtern vom Hafenschlepper „Simson“ begleitet.

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Und wie ich nachmittags via MarineTraffic mal nachsehen wollte, wo sich der Verband auf dem Weg nach Amsterdam bereits befindet, da entdecke ich einen „blauen Punkt“ im Hafen von Neustadt: das Tauchereinsatzboot „Rottweil“. Da ich den Fotoapparat schon mal dabei hatte, bin ich nach Feierabend direkt nach Neustadt gefahren und habe dort unerwarteter Weise auch noch das Mehrzweckboot „Helmsand“, das Taucherschulboot „Baltrum“ sowie den Schlepper „Lütje Hörn“ angetroffen.

Helmsand Helmsand Baltrum Lütje Hörn Rottweil

Auf dem Weg zurück zum Auto habe ich mich noch einmal umgedreht und gesehen, dass da tatsächlich noch ein weiteres Minenjagdboot auf den Hafen zusteuerte. Es war die „Datteln“. Also Kehrtwendung und ein paar Minuten auf das Objekt der Begierde warten. Diese kurze Wartezeit habe ich bei einem der neusten 10,1-Meter-DGzRS-Seenotrettungsboote, der „Henrich Wuppesahl“, verbracht.

Henrich Wuppesahl

Hier nun die „Datteln“…

Datteln1 Datteln2 Datteln3

Jetzt, wo ich gerade diesen Blog-Beitrag schreibe, bekomme ich immer mehr Lust das Kartonmodell der Minensucher samt der Seehunde zu konstruieren … aber wann???

Auf dem Heimweg bin ich interessehalber noch durch den größten Yachthafen an der Ostsee gefahren, wo natürlich noch fast alle Boote im Winterlager liegen. Dadurch hatte ich aber freien Blick auf die frisch überholte Übungshulk (ex-Köln) vom Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr Marine.

Hulk1 Hulk2

Und so ging ein einigermaßen aufregender Vor- und Nachmittag mit vielen aufgenommenen Bildern zu Ende (insgesamt waren es mit dem gestrigen OpenShip 620!) Ich hoffe, ich konnte wenigstens ein paar Blog-Leser auf diese Fotoreise mitnehmen.

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