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„Cap Arcona“ – Schornsteine

Die Freude auf die Schornsteine wurde getrübt, weil einige Bauteile, die vorne und hinten an die Mäntel geklebt werden müssen, einfach zu lang sind. Bei diesen Teilen wurden offensichtlich die erhöhten Teile der Aufbauten nicht bedacht. Ansonsten sind die Schlote nach Anleitung zu bauen, was mit den gekürzten Bauteilen auch klappt.

Hier der vordere Schornstein…

156 - Schornstein 157 - Schornstein 158 - Schornstein

… dann der Mittlere …

159 - Schornstein

… und der achtere Schlot. Hier ist oben eine Plattform mit Reling und Leiter einzusetzen, die ich aus dem Ätzteilsatz gebaut habe.

160 - Schornstein 161 - Schornstein 162 - Schornstein

Auf dem folgenden Bild sind alle drei fertigen Schornsteine auf dem Modell.

163 - Schornstein

Ully Kraut ist verstorben

Ein ganz lieber Modellbaufreund ist am 29. September verstoben: Ully Kraut. Wir haben uns immer liebevoll mit den Worten „na, mien Leeblingskloogscheeeter“ begrüßt und herzlichst umarmt. Das ist nun leider Geschichte.

„Jedes Wort – zu viel und doch zu wenig.“

Ully hat einen langen Kampf gegen schwere Erkrankungen mit vielen Rückschlägen und langen Krankenhausaufenthalten verloren. Es war für ihn immer selbstverständlich, dass er bei den Nordlichtertreffen dabei war, egal wie schlecht es ihm gerade ging. Es bedeutete ihm viel Seinesgleichen des Modellbaus zu treffen und mit ihnen zu schnacken und „kloog to scheeten“ (für die Nicht-Plattdeutsch-Sprechenden: „klug zu scheißen“).

In Gedenken an seine Person stelle ich ein Video ein, welches ich im Rahmen der Taufe von Fritzkartons „USS Indianapolis“ am 25. April 2009 im Bremerhavener Schifffahrtsmuseum aufgenommen habe. Ully hatte die Jungfernfahrt auf seinem Dudelsack begleitet.

 

Lieber Ully, ich hoffe, dass du dir für deine letzte Reise genügend Kartonbaubögen eingepackt hast.

Mach’s gut, ich werde dich nie vergessen!

„Cap Arcona“ – Spieldeck-Aufbauten

In den letzten Bastelstunden habe ich mich mit den Aufbauten des Spieldecks beschäftigt. Es sind die Baugruppen 98 bis 107. Sie sind (eigentlich) problemlos zu bauen, man muss nur bei einigen Knicklinien aufpassen, die falsch sind. Beim Knicken der entsprechenden Bauteile fällt das aber gleich auf. Also, alles unspektakulär, wenn ich nicht bei den Salons angefangen hätte die Fenster auszuschneiden. Und so sind es wieder 212 kleine Rechtecke oder Quadrate der Fenster, Türen und Oberlichter gewesen, die ich mit Folie hinterkleben musste.

147 - Spieldeck-Aufbauten 148 - Spieldeck-Aufbauten

Das große Oberlicht (102) wollte ich abnehmbar bauen, weil sich im Deck eine Öffnung für den Blick in den Salon befindet. Damit sich das Bauteil nicht jedes Mal verformt, habe ich unten einen 5mm breiten Rahmen aus verdoppeltem Karton spendiert – siehe Pfeil.

149 - Spieldeck-Aufbauten 150 - Spieldeck-Aufbauten

Wenn diese Baugruppen auf dem Deck montiert sind, dann sieht es bei meiner „Cap Arcona“ so aus …

151 - Spieldeck-Aufbauten 152 - Spieldeck-Aufbauten

Der Blick in den Salon … bzw. die Möglichkeiten in alle Salons zu schauen …

153 - Spieldeck-Aufbauten 154 - Spieldeck-Aufbauten

Mit weiteren kleinen Anbauteilen wie Treppen und den beiden Aufzugsschächten (100) und (106) sieht mein Modell aktuell so aus …

155 - Spieldeck-Aufbauten

Weiter geht es dann demnächst mit den Schornsteinen – ich freu‘ mich schon drauf.

Meine kleine Anmerkung zu der erhöhten Anzahl an Lüfterlamellen: diese Teile sind auch im Ätzsatz vorhanden, aber ich denke man braucht sie nicht – auch in einem zukünftigen Lasercutsatz kann man sie getrost weglassen. Das betrifft auch andere Bauteile wie z.B. die Brückenfrontwand, die sich auf den Platinen befinden. Ich habe bisher nur die Fenster- und Türrahmen, Niedergänge und Relings verwendet sowie die Bordwandverstärkungen bei den Laubengängen.

„Cap Arcona“ – Brücken- und Peildeck

Die nächsten Baugruppen beschäftigen sich mit der Brücke. Die seitlich unter den Brückennocks anzubringenden Baugruppen 83 und 84 der Positionslichter waren bei mir zu hoch und ich musste bestimmt einen knappen Millimeter abschneiden, damit die jeweilige Nock nicht hoch steht. Ein weiterer Wermutstropfen ist meines Erachtens, dass die Holzverkleidung der Brücke unten nicht lang genug ist. Da kommt bei mir noch ein Streifen aus braunem Tonkarton drunter. Das ich die Brückenfenster mit durchsichtiger Folie ersetzt habe ist selbstverständlich.

134 - Brücke 135 - Brücke

Hinter der Brücke ist die große Öffnung im Deck zu erkennen, die später den Blick durch das „Cabrio“-Peildeck in den Salon ermöglichen soll. Normalerweise ist an der Stelle ein Spantengerüst, welches das Peildeck stützen soll.

136 - Brücke 137 - Brücke

Fehlt noch die Brückeneinrichtung selbst und dann kann das Peildeck drauf. Die Einrichtung besteht aus dem Ruderstand mit Ruderlagenanzeige, einem Kreisel- und einem Magnetkompass sowie dem Maschinentelegrafen.

138 - Brücke 139 - Brücke 140 - Brücke

Nun kommt mein Peildeck an die Reihe – folgendes Bild. Das Original-Peildeck des Bogens, auf dem Foto links, wird zunächst mit dem mittleren Teil verdoppelt, welches ich zusätzlich angefertigt habe.

141 - Peildeck

Nach dem Trocknen wird die innere Fläche des verdoppelten Decks vorsichtig ausgeschnitten. Unter das größere Decksteil kommt dann die Klebelasche (obiges Foto rechts).

142 - Peildeck

Nach ausreichender Trockenzeit kommt das „löchrige“ Peildeck auf die Aufbauten. Darauf noch die Relings (hier mit Pinzetten fixiert) sowie weitere Kleinteile der Brücke wie Niedergänge, Grätings und Schanzkleidstützen.

143 - Peildeck 144 - Peildeck 145 - Peildeck

Ich bin mit meiner „Cabrio“-Lösung sehr zufrieden, denn man kann immer noch eine Menge von der Möblierung des Salons sehen. Eine geschlossene Gesellschaft sieht dann so aus…

146 - Peildeck

EGV „FFM“ – Original vor Sierksdorf

Nach fast einem Jahr in der Werft ist der EGV „Frankfurt am Main“ wieder unterwegs. Und wie immer nach Werftaufenthalten, findet einer der ersten Ausbildungsabschitte in der Lübecker Bucht statt. Gestern Nachmittag war die Sicht richtig gut und ich habe das Objekt der Begierde vor Sierksdorf fotografieren können, bevor es noch einmal die Anker gelichtet hat.

1-FFM 2-FFM 3-FFM

Auch wenn der EGV 5sm vor der Küste lag, sind die Bilder so gut, dass ich einige Veränderungen zu meinem Modell erkennen kann. Auf den folgenden Bildern habe ich die aufgefallenen Änderungen rot eingekreist. Durch den Umbau eines Radoms vom Peildeck in den Hauptmast ist das Podest, auf dem bei mir noch der Sonnenschirm, die Liege und das Tischchen stehen, „sinnvoll“ belegt.

8-FFM 7-FFM 6-FFM 5-FFM 4-FFM

Ich weiß nicht, wie lange der EGV noch in der Lübecker Bucht bleibt, aber vielleicht bekomme ich noch die Chance auf aktuelle Fotos von der Backbordseite.

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