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16.Nordlichtertreffen

Moin Moin

Am Samstag fand das 16.Nordlichtertreffen im „café olé“ in Hamburg statt.

CafeOle

[Zitat von Fiete:] „Es war – wie eigentlich immer – nett, gemütlich, lustig, kurzweilig.“
Es war wieder eine illustre Runde, in der viel kluggeschnackt wurde. Aber es gab auch leckeres Essen und Trinken und insbesondere eine Menge Modelle zu sehen. Hier sind nun exklusiv die Bilder ohne weiteren Kommentar und in loser Folge zu sehen…

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Lieben Dank auch an Walter aus Flensburg, der mir diese Bilder zur Verfügung gestellt hat…

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Ob in diesem Jahr noch ein festes Treffen stattfinden wird ist fraglich. Auf vielfachen Wunsch wird es aber wieder einen Termin für einen Treff zum Punschen auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt geben.

EGV „FFM“ – Lasercutsatz

Seit einiger Zeit ist der Lasercutsatz für den Einsatzgruppenversorger erhältlich. Diesen Satz, der aus insgesamt 22 verschieden farbigen Platinen besteht, möchte ich hier kurz vorstellen. Insgesamt enthält der Satz 2998 Teile. Enthalten ist ein kompletter Relingsatz, Scheibenwischer, Leitern und Niedergänge, Grätings, Gangway, Lampen, Davits, Hubschrauber Fanggitter, Sonnensegelstützen, Schanzkleidstützen, Handräder, Teile vom RAS-Mast und vieles mehr.

EGV Lasercutsatz 1 EGV Lasercutsatz 2

Als besonderes Highlight sehe ich die zugehörige Anleitung an, die neuerdings in Farbe und in hoher Auflösung gedruckt wird. Diese Auflösung lässt nun auch erkennen, wo die jeweiligen Bauteile angebaut werden müssen. Eine ausführliche Teileliste unterstützt den Bastler dabei.

EGV Lasercutsatz 3 EGV Lasercutsatz 4 EGV Lasercutsatz 5 EGV Lasercutsatz 6

OpenShip Eisrandforschungsschiff „Maria S. Merian“

Am letzten Wochenende konnte das modernste deutsche Forschungsschiff, die in Rostock beheimatete „Maria S. Merian“, in Bremen besichtigt werden. Die Schiffsbesichtigung ließ einen einmaligen Einblick in das Leben und Arbeiten an Bord eines Forschungsschiffs zu. Man konnte einen Blick auf die Brücke, das Peildeck oder den Hangar werfen. Man durfte an Oberdeck fast alle Bereiche betreten und kam hinunter bis in den Windenraum. In den Laboren und an Deck warteten Wissenschaftler verschiedener Fakultäten und Institute auf die Gäste und gaben mit ganz viel Freude an der Sache Antworten auf alle gestellten Fragen.

Weil das Schiff voraussichtlich nicht vor 2015 wieder einen deutschen Hafen anlaufen wird (eine geplante Werftliegezeit wird 2014 in Cádiz durchgeführt), habe ich mich am gestrigen Sonntag nach Bremen aufgemacht und den Besichtigungstermin wahr genommen. Zwei Stunden habe ich mich an Bord aufgehalten und mit über 270 Bildern viele Winkel des Schiffes aus allen möglichen Positionen festgehalten. Falls jemand Interesse an einer DVD mit den Bildern hat, dann darf er mich gerne anschreiben und wir klären die weiteren Modalitäten.

Hier ist eine kleine Auswahl meiner Bilder…

01- Maria S.Merian 02- Maria S.Merian 03- Maria S.Merian 04 - Brücke 05 - Brücke 06 - Peildeck 07 - Backdeck 08 - Hangar 09 - Schornstein 10 - Schiebebalken und Kran 11 - Kran und Seilwinde 12 - A-Rahmen 13 - Aufbauten 14 - Kräne

„Cap Arcona“ – Plattengänge

Bevor ich den Anbau der Plattengänge beschreibe, möchte ich meinen „Fingerhut“ zeigen, der meinen Zeigefinger beim Aussticheln der Bullaugen und Fenster schont. Die „Schneiderin meines Vertrauens“ hat mir eine Lederkappe zugeschneidert, die ich mit einem Gummiband am Handgelenk gegen Herunterrutschen fixieren kann.

Fingerhut1 Fingerhut2

Die Plattengänge werden (eigentlich) in Streifen außen auf die Bordwand geklebt. Bei der „Cap Arcona“ liegen diese Plattengänge auf Höhe der Bullaugen und nicht, wie z.B. bei der „Bremen IV“, dazwischen. Also müssen die Bullaugen und Fenster wieder ausgestichelt und kantengefärbt werden. Wer sich nun fragt, warum ich die Folie nicht gleich hinter die Streifen der Plattengänge geklebt habe und mir so das Aussticheln vieler Fenster und Bullaugen erspart hätte, dem sei gesagt, dass meines Erachtens dafür nicht genügend Klebefläche unterhalb der Bullaugen oder oberhalb der Fenster ist.

 

Die Plattengänge erweisen sich beim Anbau als Problem, zumindest dann, wenn man die Bullaugen und Fenster in den Bordwänden ausschneidet und mit Folie hinterklebt hat. Ich hatte eingangs des Bauberichtes schon erwähnt, dass diese Plattengänge scheinbar passen, wenn man die Reserve an den mittleren Bordwandteilen nicht benötigt. Nun brauchte ich aber diese 3mm und deshalb passen die Plattengänge in einigen Bereichen nicht mehr. Auch eine Reserve bei diesen Plattengänge würde nicht unbedingt helfen, denn die Schnittstellen der Plattengänge sind nicht an den gleichen Stellen wie die der Bordwände. Hier wäre eine komplette Überarbeitung der Plattengänge mit Reserve-Millimeter nötig. Auch mittendrin passen die Bullaugen nicht immer, so dass ich mich entschieden habe die schmalen Streifen der Plattengänge auch noch zu stückeln, um passende „Füllungen“ einzukleben, damit die Bullaugen und Fenster nicht verdeckt werden.

Nachdem dann alle Platten sowie die kleinen „Ergänzungsstücke“ auf der Steuerbordseite dran waren, reduziert sich die extrem unglücklich sichtbare Stelle auf einen kleinen Bereich der Bordwand. Diese erinnert mich irgendwie an Patchwork … und die unterschiedlichen Druckfarben der grauen Teile unterstreichen das bei bestimmten Lichteinfällen.

Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass die erste Seite fertig ist und auch noch ganz gut aussieht. Meine Bedenken, die ich zwischendurch hatte und beinahe zum Abbruch geführt hätten, wurden nicht bestätigt.

Der Anbau der Plattengänge auf der Backbordseite lief analog zur Steuerbordseite und erforderte die gleichen „Ergänzungsstücke“.

Nach weiteren 7 Basteltagen habe ich in 8 Stunden und 17 Minuten weitere 141 Teile mit 310 Bullaugen und 162 Fenstern verbaut.

Der aktuelle Rumpf sieht nun so aus…

051 - Fertiger Rumpf 052 - Fertiger Rumpf 053 - Fertiger Rumpf 054 - Fertiger Rumpf 055 - Fertiger Rumpf

An insgesamt 19 Basteltagen habe ich in 35 Stunden und 15 Minuten 475 Teile mit 868 Bullaugen und 534 Fenstern verbaut. Der Rumpf ist fertig.

Tag der offenen Tür bei der HSVA

Am 14.September 2013 fand ein „Tag der offenen Tür bei der HSVA“ (Hamburgische Schiffbau-Versuchsanstalt) im Rahmen des 100jährigen Bestehens statt. Der Flyer zur Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden.

titel_centennial_anim

Der gut organisierte Rundgang begann an Station 1, dem Modell-Lager. Hier lagern ca. 250 Schiffsmodelle, die ihre Versuchsserien bereits abgeschlossen haben. Sie werden noch ein Jahr aufbewahrt, falls weitere Untersuchungen notwendig werden. Die Modelle sind fast alle zwischen 7m und 10m lang, d.h. ihr Modellmaßstab hängt von der Größe des echten Schiffes ab. Er reicht von 1:10 für kleinere Yachten und bis 1:45 für große Tanker. Unterschiedlichste Rumpfformen deuten auf verschiedene Schiffstypen hin.

01 - HSVA 02 - HSVA

Im nächsten Raum bearbeitete ein in 5 Achsen steuerbarer Fräskopf die mehrschichtigen Holzrümpfe millimetergenau. Dieser Vorgang dauert einige Tage. Die dazu notwendigen digitalen Daten wurden aus den Schiffslinien erstellt, die von der Werft, Schiffbaubüros oder auch der HSVA entworfen wurden.

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In der Modellvorbereitungshalle werden die inzwischen endbearbeiteten und lackierten Schiffsmodelle für den Modellversuch mit Messtechnik ausgestattet. Ein Elektromotor sorgt für den Antrieb des Modellpropellers. Ein sogenanntes Dynamometer misst dessen Drehzahl, Schub und Leistungsbedarf. Weitere Einbauten wie Rudermaschinen oder Flossensteuerungen werden je nach Versuchszweck eingebaut.

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In einer unscheinbaren Ecke der Hallen zeigte die HSVA eine interessante Entwicklung aus dem Bereich der Kavitationsforschung. Das Grim’sche Leitrad als Zusatzorgan hinter einem konventionellen Propeller führt zu Leistungseinsparungen beim Schiffsantrieb.

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Die größte Halle der HSVA enthält den großen Schlepptank. Überwiegend wird in diesem 300m langen und 6m tiefen Becken der Widerstand und Leistungsbedarf von Schiffen in glattem Wasser bestimmt. Es kann aber auch das Bewegungsverhalten von Offshore-Plattformen und Schiffen in schwerer See untersucht werden, was eindrucksvoll gezeigt wurde. Sogar freifahrende Modelle mit eigener Ruderanlage werden zur Untersuchung ihres Manövrierverhaltens genutzt. All dies geschieht lange bevor das echte Schiff das Licht der Öffentlichkeit erblickt.

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Schlimmer als starker Seegang (Riesenwellen, Kaventsmänner, Monsterwellen) kann das Phänomen „Parametrisches Rollen“ sein. Treffen Wellen mit einer bestimmten Wellenperiode von vorne oder von hinten auf das Schiff, kann es zu einer Rollinstabilität kommen, welche durch die periodischen Änderungen der Wasserlinienfläche im Wellenberg und Wellental erregt wird. Auch dieses Phänomen wurde im großen Becken der HSVA eindrucksvoll gezeigt.

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Der Eistank der HSVA ist eine der größten eistechnischen Versuchsanlagen der Welt. Hier werden Modelle von Schiffen und Offshore-Strukturen unter arktischen Bedingungen untersucht. Bei einer Wassertemperatur von -0,2°C und einer Lufttemperatur von bis zu -25°C können Modelleisdecken von bis zu 8cm Dicke gefroren werden. Zur Modellierung der korrekten Festigkeit wird das Eis angewärmt. Deswegen werden die Versuche bei einer Umgebungstemperatur von 4°C durchgeführt.

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In der letzten zu besichtigen Halle befindet sich der Hydrodynamik- und Kavitationstunnel HYKAT. Kavitation ist das physikalische Phänomen, das Wasser infolge starken Unterdrucks verdampft, der in Regionen sehr hoher Strömungsgeschwindigkeit entsteht. Der Kavitationstunnel HYKAT ist weltweit eine der größten Versuchsanlagen zur Untersuchung dieses Phänomens, das am Schiffspropeller Materialzerstörung, Vibrationsanregung und Geräuschentwicklung bewirken kann – nicht nur U-Bootfahrer wissen wohl was ich meine. 1,5 Millionen Liter Wasser durchströmen den Ringkanal mit bis zu 45km/h in der 11m langen Messstrecke.

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Mit einem kühlen Alsterwasser auf dem Freigelände schlossen wir den „Tag der offenen Tür bei der HSVA“ ab. Es war eine rundum gelungene Möglichkeit etwas in die Entwicklung von Schiffsrümpfen einzutauchen.

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