Jahr: 2021 (Seite 5 von 11)

TATRA AV-15 – Vordere Stoßstange

Der Bau des Modells beginnt mit der vorderen Stoßstage und den Bauteilen der Baugruppe 1. Hier ist das zugehörige Anleitungsbild …

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… und die Bauteile, welche auf zwei Bögen verteilt sind, denn die Bauteile der Umlenkrolle 1i bis 1m befinden sich auf einem anderen Bogen als die Stoßstange selbst. Beim Ausschneiden der nötigen Bauteile ist äußerste Vorsicht geboten, damit man versehentlich keine Teilenummern oder Hinweise (z.B. an welches Teil geklebt werden soll) wegschnippelt. Spätestens jedoch, wenn die Bauteile auf der Bauteilbegrenzungslinie ausgeschnitten werden, gehen diese Informationen verloren. Deshalb empfehle ich vor dem Bau von allen Bögen einen Scan oder ein Foto zu machen, damit man nach dem Ausschneiden der Bauteile trotzdem noch auf diese Informationen zurückgreifen kann. Ich war beim Bau froh diesen Scan zu haben.

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Beim Betrachten der Bauteile fallen mir viele Symbole auf, die auf deutschen Modellbaubögen so nicht zu finden sind. Ich habe deshalb die tschechischen Erläuterungen übersetzt und ergänzt:

  • Bauteile werden mit einer Nummer und Buchstaben in einem grauen, abgerundeten Rechteck oder Quadrat gekennzeichnet.
  • eine klein gedruckte Bauteilnummer weist darauf hin, wohin das Bauteil geklebt werden soll (nochmal: es empfiehlt sich dringend einen Scan der Bögen zu machen).
  • Teile mit der Bezeichnung %X werden teilweise auf X geklebt.
  • Teile mit * werden einfach mit demselben Karton verstärkt.
  • Teile mit 2* werden doppelt mit demselben Karton verstärkt.
  • Teile mit 0,5** werden mit 0,5mm starkem Karton verstärkt.
  • Teile mit ** werden mit 1 mm verstärkt.
  • Teile mit 1,5** werden mit 1,5 mm verstärkt.
  • Teile mit 2** werden mit 2mm verstärkt.
  • Teile, die vor dem Biegen von hinten gerillt werden müssen, sind mit einem weißen Dreieck gekennzeichnet.
  • Teile, die von der Vorderseite gerillt werden, haben ein schwarzes Dreieck.

Den Bau beginne ich mit den beiden Bauteilen 1aL und 1aR, die auf 2mm verstärkt werden sollen. Ich klebe die Teile dafür auf 2mm Finnpappe. Bei den Ringen 1c und den Scheinwerferreflektoren 1f schneide ich die Klebelaschen ab und verklebe die Teile stumpf zu Ringen bzw. zu Kegeln. Den Reflektor kleide ich mit Alufolie aus, das macht ihn realistischer. Die Glasscheibe des Scheinwerfers (Folie) ist in der unteren Hälfte von der Rückseite angeritzt, um etwas von der Streuscheibe nachzubilden – zumindest theoretisch – und auf den Kegel geklebt, nachdem dieser bündig in einen Ring 1c verklebt wurde. Diese Baugruppe (1c, 1f und Streuscheibe) kommt auf die Markierung von 1b und wird mit 1d so abgedeckt, dass der Scheinwerfer durch die Öffnung passt. Zuletzt kommt noch der rote Ring 1e drauf und fertig ist der erste Scheinwerfer.

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Ist auch der zweite Scheinwerfer fertig, verbinde ich die bisherige Baugruppe mit 1g (hier ist auf der Rückseite der Bereich der Scheinwerfer noch rot zu färben, damit keine weißen Flächen durchblitzen) und schließe seitlich alles mit 1aL und 1aR ab. An die hochstehenden Laschen von 1b wird rückseitig noch 1hL und 1hR aufgeklebt. Danach sieht die Stoßstange bei mir wie folgt aus…

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Weiter geht es mit der Umlenkrolle. Bevor ich die zu Rollen zu formenden Teile 1j und 1k stumpf verklebe, schneide ich wieder die Klebelaschen ab. Zur Verstärkung klebe ich etwas Draht mit hinein, während die beiden Stäbe 1z2 aus 0,5mm Polystyrolstab bestehen. Die fast fertige Baugruppe sieht so aus…

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Und wenn die komplette Umlenkrolle auf die Stoßstange geklebt ist, ist auch das erste Anleitungsbild zunächst abgeschlossen. Die dort noch abgebildeten Baugruppen 12 und 52 werde ich gemäß Nummernfolge erst später verbauen.

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Weiter geht es mit dem Fahrzeugrahmen … und da fällt mir beim Ausschneiden der benötigten Bauteile auf, dass ich 1e vergessen habe. Auch nach mehrfacher Durchsicht der Bögen hatte ich diese Bauteile beim Bau der Stoßstange nicht gefunden. Ist auch nicht schlimm, denn es ist „nur“ der äußere rote Ring der Scheinwerfer. Ich lasse es nun grau – das passt auch.

Konstruktionspause mit Ripper-Works

Der Kontrollbau meiner Lotsenboote, die (hoffentlich) zum Jahresende in einem eigenen Modellbaubogen veröffentlicht werden, ist längst abgeschlossen. Die Konstruktion meines Leuchtturms Kiel ist auch fertig und bereits beim Kontrollbauer. Hier bin ich allerdings noch das obligatorische Foto „mit Linie“ schuldig.

Leuchtturm "mit Linie"

Nun sollte es (eigentlich) mit der Fregatte „Hamburg“ weitergehen … aber … es grüßt das Murmeltier!!!

Ich möchte – nein, ich muss – wie schon nach dem Schwimmdock, und wie schon so oft, erneut eine dringend nötige Konstruktionspause einlegen, die ich auch mental brauche und werde deswegen wieder den Bau eines Modells von einem anderen Verlag beginnen und dieses hoffentlich auch zu Ende bauen, denn ein Kreuzer hatte es seinerzeit ebenso wenig geschafft wie die JU-52. Auch die „Gotengo“ (ich weiß nicht, was mich seinerzeit bei dieser Modellauswahl geritten hat) wird es bei mir nicht bis zur Fertigstellung schaffen.

Welches Modell könnte es denn dieses Mal werden? Weil ich momentan keine maritimen Modelle mehr sehen kann, sollte meine Wahl aus dem Bereich Straße oder Schiene kommen. Nach längerem Durchforsten der einschlägigen Foren und Online-Shops bin ich irgendwann bei den Fahrzeugen von Ripper-Works gelandet, die sehr detailliert sind und deren Bögen sehr gut zu bauen sein sollen. Mein ganz besonderes Augenmerk fiel dabei auf den Brandbekämpfungszug der Tschechischen Eisenbahn in 1:32.

Brandbekämpfungszug Brandbekämpfungszug
(c) Ripper-Works

Diese vier Modellbaubögen habe ich für umgerechnet 46 EUR direkt in Tschechien bestellt, weil mir die Preise der deutschen Anbieter mit 70 EUR bis 80EUR (dafür kann ich sie ja fast selbst aus Tschechien abholen 😆 ) deutlich zu hoch waren. Außerdem konnte ich so noch drei weitere Modellbaubögen meiner Begierde dazu bestellen. Trotz etwas höherer Portokosten konnte ich insgesamt über 30 EUR sparen.

Dieser Brandbekämpfungszug, der in der Version des Feuerwehr- und Rettungsdienstes der Tschechischen Eisenbahninfrastrukturverwaltung daherkommt, ist vermutlich die bislang umfangreichste Produktion von Ripper-Works. Dieser Zug besteht aus dem schweren Kran- und Abschleppfahrzeug TATRA 815 AV-15, dem fünfachsigen Schweranhänger P-50, dem Bergepanzer VT-55A und dem technischen Feuerwehr-Fahrzeug TATRA TA 26 265 8×8.1R.

Ich habe mich zunächst für den Bau des Rettungskrans AV-15 mit der Bestellnummer RW-73 entschieden und klinke mich dafür eine Zeit lang (vielleicht sogar bis zum Jahresende) aus dem Konstruktionsgeschäft aus.

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Das oben abgebildete Modell kann mit detailliertem Innenraum der Fahrer- und Krankabine, mit detailliertem Fahrgestell und Schwenkrädern, einer kippbaren Fahrerkabine, einem teleskopierbaren und drehbaren Schlepp- und Hebekran, kippbaren Seitenstützen sowie einer festen Schleppvorrichtung erstellt werden. Das Modell enthält auch das abnehmbare Räumschild BZ-T815, welches nach oben und unten geneigt werden kann.

Die 12 (leider nur) einseitig im Offsetdruck erstellten Ausschneidebögen in der Größe 22,5 cm x 32 cm enthalten ca. 1.630 Bauteile, die sehr eng auf dem 160g/m²-Papier layoutet wurden. Für die Verglasung des Modells (Scheinwerfer, Fahrerhaus, Kran) liegt ein Stück transparenter Folie bei. Die Modelllänge liegt bei etwa 40 cm und der Kran kann auf 42 cm ausgezogen werden.

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Die Bauanleitung ist leider nur in tschechischer Sprache gehalten, was wohl den Einsatz eines Online-Übersetzers nötig macht. Die „aussagekräftigen“ Anleitungsbilder und Skizzen gleichen Wimmelbildern und werden sich erst noch beweisen müssen.

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Im nächsten Beitrag beginnt dann der Baubericht – den Bau des Modells habe ich aus lauter Ungeduld noch während des Anleitungsbaus vom Leuchtturm Kiel im Juli 2021 gestartet. Aktuell sind bereits der Rahmen, das Fahrgestell sowie die Stützen fertig und es geht mit dem Motor weiter.

Sea War Museum in Thyborøn

In unserem letzten Urlaub trieb es uns auf der Dänemark-Rundfahrt auch nach Thyborøn. Dort ist das jütländische Sea War Museum beheimatet und zeigt die dramatische Geschichte des Seekrieges in der Nordsee. Diesem Museum habe ich über den lieben Modellbaufreund Ralph Edler aus Flensburg mein Modell der „SMS Baden“ zukommen lassen. Ein anderer Modellbaufreund, Reinhard Mack aus Heidelberg, hat seine „SMS Wiesbaden“ dem Museum überlassen. Ein Grund mehr, dass wir uns das Museum auch von innen angesehen haben. Wer mehr über das Museum wissen möchte, hier ist der Link: www.seawarmuseum.dk/de.

Sea War Museum Thyborøn Sea War Museum Thyborøn Sea War Museum Thyborøn Sea War Museum Thyborøn Sea War Museum Thyborøn Sea War Museum Thyborøn

Etwas unscheinbar steht das Modell der „SMS Wiesbaden“ in einer Ecke des Museums. Leider ist beim Hinweisschild auf den Erbauer des Modells etwas gründlich daneben gegangen.

"SMS Wiesbaden" von Reinhard Mack "SMS Wiesbaden" von Reinhard Mack "SMS Wiesbaden" von Reinhard Mack

In einer anderen Ecke, die sich mit den Ereignissen in und um Scapa Flow beschäftigt, steht dann meine „SMS Baden“. Auch hier stimmt das Hinweisschild leider gar nicht. Ralph Edler ist bereits benachrichtigt und er will sich nach seinem Urlaub um eine Korrektur kümmern.

"SMS Baden" von Andreas Jacobsen "SMS Baden" von Andreas Jacobsen "SMS Baden" von Andreas Jacobsen "SMS Baden" von Andreas Jacobsen "SMS Baden" von Andreas Jacobsen

Das Museum ist sehr interessant und nicht nur wegen der Kartonmodelle absolut sehenswert.

Neue Blog-Oberfläche

Moin Moin

Nach nunmehr achteinhalb Jahren Blog-Betrieb, war es an der Zeit die Oberfläche an die neuen Möglichkeiten anzupassen. Meine selbst programmierte WordPress-Oberfläche habe ich zwar im Laufe der Zeit immer mal etwas anpassen können, aber zuletzt fiel bei der Kommentar-Funktion der Zeilenumbruch aus. Das war für der Grund mich nach einer etwas professionelleren und trotzdem übersichtlichen Oberfläche umzusehen.

Diese Oberfläche ist jetzt in Betrieb. Vielleicht kommt noch das eine oder andere Gimmik dazu, doch zunächst sind die bisherigen Funktionalitäten wieder gegeben und auch alle Beiträge und Kommentare stehen weiterhin zur Verfügung.

Und noch eine weitere Information. Auf Grund des Erfolgs meines Kleinverlags hat sich meine Wut in Überlegenheit verwandelt und ich habe mich gute 5 Jahre nach der Trennung von dem unsäglichen Verlag entschlossen, meine Bauberichte der HMV-Modelle hier nach und nach wieder zur Verfügung zu stellen.  Dazu gehören auch die Downloads der Bauberichte als PDF-Datei.

Nun wünsche ich viel Spaß beim Bloggen und hoffe, dass die neue Oberfläche beim Benutzer ankommt.

Beste Grüße
Andreas

Anleitungsbau Leuchtturm Kiel

Es ist geschafft und der Anleitungsbau des Leuchtturms Kiel ist abgeschlossen. Die Antennen sind aufgesetzt, dazu noch ein paar Zu- und Ablüftungen, der Flaggenmast und das Geländer drumherum.

Insgesamt sind es 520 Bauteile auf 7 Bögen unterschiedlicher Grammatur geworden. Für die vielen Geländer, Treppen und Leitern wird es optional wieder eine Ätzplatine geben. Das Lotsenboot wird Bestandteil eines eigenen Modellbaubogens, aus dem wahlweise zwei Modelle der sechs aktuell fahrenden Lotsenboote gebaut werden kann.

Jetzt gilt es, den Bogen für den Kontrollbauer fertigzustellen, damit er im Laufe der Woche seine Reise nach Laboe antreten kann. Einen Veröffentlichungstermin kann ich noch nicht nennen, strebe aber Weihnachten 2021 an. Letztendlich wird wohl wieder von der Ätzerei und deren Auftragsabarbeitung abhängen.

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