Jahr: 2016 (Seite 13 von 14)

OpenShip und Shipspotting

Am Wochenende machte der Verband SNMCMG 1, die Standing NATO Mine Countermeasures Group 1, im Hansahafen von Lübeck fest und bot am Samstag und Sonntag den Besuch der Einheiten während eines OpenShip an.

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Es waren der Tender „Donau“, das Minenjagdboot „Dillingen“ sowie die britische „HMS Ramsey“ zu besichtigen. Ich hatte mir trotz des Nieselregens meine Kamera geschnappt und bin hingefahren.

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Dass die Boote mit einer Ölsperre eingeschlängelt waren, lag daran, dass bei Umpumparbeiten auf dem Tender „Donau“ Marinediesel ausgelaufen war.

Mein erstes Ziel war die „Dillingen“. Leider war an Bord Fotografierverbot, so dass ich Bilder nur vom Pier aus machen konnte. Auf Grund der bereits auf anderen Schiffen dieses Typs gemachten Bilder und den mir vorliegenden Plänen sollte aber ein neuer aktueller Modellbaubogen zu konstruieren sein – vielleicht schon nach der Fregatte Klasse 122?

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Auf dem Tender hingegen war fotografieren erlaubt. Als ich von Bord ging, hatte ich weitere 359 Bilder im Kasten. Mit den mir auch hier vorliegenden Plänen und Detail-Fotos weiterer Tender sollte bei diesem Schiff ebenfalls ein vernünftiger Modellbaubogen entstehen können. Hier eine ganz kleine Auswahl der Bilder…

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Auch für eine detaillierte Brückeneinrichtung stünden Bilder zur Verfügung….

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Auf dem Rückweg zum Auto bot sich mir noch dieses Motiv mit dem Feuerschiff „Fehmarnbelt“ im Vordergrund und den wunderschönen Altstadthäusern im Hintergrund.

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Heute Vormittag hieß es für den Verband um 10:00 Uhr Abschied nehmen von der schönsten Hansestadt der Welt und wieder normalen Dienstbetrieb aufzunehmen – der Verband verfolgt übrigens als Hauptziel die internationale Minenräumung. Bei der Fahrt traveabwärts ging es an der Klappbrücke vorbei, an der sich auch heute wieder einige Shipspotter trafen. Bei der Durchfahrt durch das Nadelöhr wurde der Tender vorne vom Marineschlepper „Lütje Hörn“ und achtern vom Hafenschlepper „Simson“ begleitet.

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Und wie ich nachmittags via MarineTraffic mal nachsehen wollte, wo sich der Verband auf dem Weg nach Amsterdam bereits befindet, da entdecke ich einen „blauen Punkt“ im Hafen von Neustadt: das Tauchereinsatzboot „Rottweil“. Da ich den Fotoapparat schon mal dabei hatte, bin ich nach Feierabend direkt nach Neustadt gefahren und habe dort unerwarteter Weise auch noch das Mehrzweckboot „Helmsand“, das Taucherschulboot „Baltrum“ sowie den Schlepper „Lütje Hörn“ angetroffen.

Helmsand Helmsand Baltrum Lütje Hörn Rottweil

Auf dem Weg zurück zum Auto habe ich mich noch einmal umgedreht und gesehen, dass da tatsächlich noch ein weiteres Minenjagdboot auf den Hafen zusteuerte. Es war die „Datteln“. Also Kehrtwendung und ein paar Minuten auf das Objekt der Begierde warten. Diese kurze Wartezeit habe ich bei einem der neusten 10,1-Meter-DGzRS-Seenotrettungsboote, der „Henrich Wuppesahl“, verbracht.

Henrich Wuppesahl

Hier nun die „Datteln“…

Datteln1 Datteln2 Datteln3

Jetzt, wo ich gerade diesen Blog-Beitrag schreibe, bekomme ich immer mehr Lust das Kartonmodell der Minensucher samt der Seehunde zu konstruieren … aber wann???

Auf dem Heimweg bin ich interessehalber noch durch den größten Yachthafen an der Ostsee gefahren, wo natürlich noch fast alle Boote im Winterlager liegen. Dadurch hatte ich aber freien Blick auf die frisch überholte Übungshulk (ex-Köln) vom Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr Marine.

Hulk1 Hulk2

Und so ging ein einigermaßen aufregender Vor- und Nachmittag mit vielen aufgenommenen Bildern zu Ende (insgesamt waren es mit dem gestrigen OpenShip 620!) Ich hoffe, ich konnte wenigstens ein paar Blog-Leser auf diese Fotoreise mitnehmen.

Fregatte „Lübeck“ – Namensschild (Nachtrag #1)

Namensschild

Peter Lincke hatte bekanntlich eine Anfrage bezüglich der Farbgebung des Namensschildes beim PIZ der Marine gestellt. Hier ist die „hochoffizielle“ Antwort:

Sehr geehrter Herr Lincke,
bezugnehmend auf Ihre Anfrage zu der Farbgebung der Schiffsnamen-Schilder an den Nocken der Fregatte LÜBECK, kann ich Ihnen folgenden Sachstand mitteilen:
– Vor etwa 5 Jahren wurden die bis dahin vorhandenen Namensschilder aus Holz (blau lackiert) mit Buchstaben aus Messing gegen neue Schilder ausgetauscht. Die neuen Schilder, ebenfalls aus Holz (blau lackiert), sind aktuell mit Buchstaben aus Hartkunststoff in einer wetterunempfindlichen metallischen Farbe (Messing ähnlich) versehen, um im Gebrauch die pflegeintensiven Reinigungsmaßnahmen der Messingbuchstaben zu ersparen und somit ein dauerhaft einheitliches Aussehen zu gewährleisten.
– Da jedoch die Namensschilder der Fregatte LÜBECK noch in einem hervorragenden Zustand befindlich waren und um eine optische Anpassung an den Handlauf der Nocken (Hartholz in natur, geölt und gewachst) herzustellen, wurden die bisherigen Holznamensschilder aufgearbeitet und dem Handlauf der Nocken angepasst sowie mit den original Messingbuchstaben weiter verwendet.
– Die neu zugeteilten Namenschilder (Holz blau mit messingfarbenen Kunstoffbuchstaben) sind an Bord zur jederzeitigen Verwendung eingelagert.

Im Auftrag
Kramer, HptBtsm u.
Pressebootsmann

Ich glaube, damit ist das Thema ausreichend erläutert und eindeutig geklärt. Einen großen Dank an Peter Lincke für seine Bemühungen um Aufklärung und an Thomas Scholz für die bemerkenswerte und absolut berechtigte Frage.

Jabietz goes Poland

Als ich im Dezember letzten Jahres eine Anfrage des Herausgebers vom polnischen Modellbaumagazin „MODELARSTWO OKRETOWE“ mit der Bitte um ein paar Fotos vom Modell meiner „SMS Baden“ und der Genehmigung zur Veröffentlichung in der nächsten Ausgabe bekommen hatte, habe ich stolz wie Oskar sofort zugestimmt.

Gestern bekam ich dann per Post das Belegexemplar der Ausgabe 62 mit meiner „SMS Baden“ auf dem Titel.

SMS Baden 1

Auf der Innenseite sind folgende Bilder meines Modells zu sehen…

SMS Baden 2

… und die Rückseite des Magazins sieht folgendermaßen aus…

SMS Baden 3

Der Beitrag über die Geschichte der „Baden“ sieht sehr interessant aus, ist jedoch in polnischer Sprache geschrieben, so dass ich meinen Nachbarn bitten werde, ihn mir zu übersetzen.

SMS Baden 4

In der Heftmitte sind Pläne vom Vorbild in verschiedenen Maßstäben angeklammert.

SMS Baden 5 SMS Baden 6

Fregatte „Lübeck“ – Namensschild

Thomas Scholz hat es in seinem Kommentar zu den Kappen der Harpoon-Raketen erwähnt und ich möchte es einmal hervor holen und die Frage stellen, warum die meisten Namensschilder einen blauen Hintergrund haben? Kann jemand etwas dazu sagen?

Augsburg Karlsruhe

Warum sind aber die Namensschilder bei den Fregatten „Lübeck“ und „Emden“ holzfarben – zumindest nach meiner Fotolage ?

Lübeck Emden

Bei den anderen Fregatten der Klasse 122 sind die Schilder ebenfalls blau, aber da fehlen mir die entsprechenden Detailaufnahmen.

Fregatte „Lübeck“ – Kappen der Harpoon-Starter

Wie schon in den Kommentaren des vorherigen Beitrags zu lesen ist, gibt es eine kleine Diskussion um die Abdeckkappen der Harpoon-Starter.

Harpoon

Eine Kappe ist rot und die anderen sind grau! Warum? Mein treuer Blog-Leser Fiete hatte über einen Bekannten erfahren, „die Deckelfarbe ist ziemlich willkürlich. Rot war häufiger, aber kein Hinweis auf den Containerinhalt.“

Ein weiterer Blog-Leser, Peter Lincke, hat sogar beim PIZ der Marine angefragt und folgende Antwort vom Pressebootsmann erhalten: „Nach Rücksprache mit den zuständigen Abteilungen lässt sich zu Ihrer Anfrage sagen, dass es ursprünglich mal ein Indiz dafür war, dass sich scharfe Raketen im Silo befinden. Aber dies ist seit einiger Zeit kein eindeutiges Indiz mehr. Begründung dafür ist, dass zurzeit nicht genug rote Kappen existieren und  man in der Vergangenheit dazu übergegangen ist auch graue Kappen zu nutzen. Darum ist der Farbe zurzeit keine eindeutige Funktion zu zu ordnen.“

Vielen herzlichen Dank für eure Bemühungen um Aufklärung – einfach klasse. Nun werde ich eine Hälfte der 16 Kappen rot machen, die andere grau. Ist ja dann scheinbar egal, wie sie verklebt werden.

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