Jahr: 2015 (Seite 8 von 14)

Grundlagen – Bogenvorstellung „Hafenfahrzeuge 1“

Der Kartonmodellbaubogen „Hafenfahrzeuge 1“ enthält acht kleine Modelle, die sich perfekt für den (Wieder)Einstieg in den Kartonmodellbau eignen sollen. Vom einfachen Zollboot bis zum doch schon etwas anspruchsvolleren Schlepper „Moin“ sind noch zwei unterschiedliche Hafenstreifenboote, zwei Lotsenboote und eine Schute enthalten.  Aber auch für versierte Modellbauer sind die Kleinen eine echte Freude. Zu dem Modellbaubogen ist ein passender Lasercutsatz (mit Laser vorgeschnittene Platinen mit Bauteilen) erhältlich, der Relings, Leitern, Fender u.v.m. enthält, um die Modelle zu supern (Äußerliche Verbesserung des Aussehens eines Serienmodells durch spezielle Zusatzteile).

 Lasercuts

Wenn man den Bogen aufschlägt, bekommt man auf der inneren Umschlagseite einige allgemeine Informationen zu den jeweiligen Vorbildern. Dann folgt ein Blatt mit Infos zum Bau von Kartonmodellen, die ich hier noch ausführlicher erläutern werde. Zum weiteren Inhalt gehören vier Seiten mit Bildanleitungen …

Hafenfahrzeuge5 Hafenfahrzeuge6

…sowie vier beidseitig bedruckte Bogenseiten mit den insgesamt 348 Bauteilen.

Hafenfahrzeuge1 Hafenfahrzeuge3

Hafenfahrzeuge2 Hafenfahrzeuge4

Im nächsten Beitrag geht es dann auch schon los mit der Schnippelei….

Fregatte „Lübeck“ – Bordwände

Zunächst habe ich noch einen Nachtrag zum Hauptdeck. Ich habe mir die Klebekanten der Aufbauwände aus verdreifachtem Karton erstellt, die Schlitze in den Spanten etwas erweitert und aufs Deck geklebt. Nun hat man einen vernünftigen Anschlag für die Aufbauwände.

Klebekanten

Jetzt geht mit den achteren Bordwänden weiter, die wie folgt aussehen…

AchtereBordwaende1

Im Bereich des Schanzdecks sind Öffnungen in der Bordwand, die mit einer Reling versehen werden müssen. Ich habe mich entschieden, dass man diese Reling vor Anbringen der Bordwand hinter die Bordwand klebt. In einem Versuch habe ich getestet, ob ich die Reling auch aussticheln kann. Es geht tatsächlich und ist ausbaufähig.

Reling1 Reling2

Und weil mich das begeistert hat, folgte der nächste Versuch beim Heckspiegel.

Heckspiegel

Es folgen die vorderen Bordwände. Bei diesen ist es genau so wie bei den achteren Bordwandteilen: ich weiß noch nicht, wie und ob sie überhaupt passen. Die Papiervorlage, die ich jeweils vom Spantengerüst abgenommen habe, ist nur eine Näherung.

Die vorderen Bordwandteile habe ich am Übergang zum Deck gerundet, dann den Steven etwas ausgeformt und anschließend beide Teile in meiner üblichen Art (mit „Jabietz“-Naht) vorne zusammengeklebt. Das durfte eine gute Zeit trocknen, in der ich die achteren Bordwände ebenfalls mit runden Deckskanten auf das Spantengerüst geklebt habe. Dazu kommt der Heckspiegel und dann sieht es so aus…

AchtereBordwaende2 AchtereBordwaende3

Ok, die achteren Bordwände passen schon ganz gut. Sie sind am Heck ~ 0,5mm zu lang geraten und im Bereich des Hangars blitzt die Grundplatte ein paar Zehntel durch, was mit etwas quetschen bestimmt zu beseitigen wäre. Ich werde dort die Kurve des Bauteils etwas ändern, dann könnte es beim nächsten Rumpf schon passen. Die Heckklüse ist auch beim Vorbild sehr groß, aber hier doch etwas zu groß wie auch der Betankungskasten an Steuerbordseite.

Die vorderen Bordwandteile werden von vorne auf das Spantengerüst geschoben und Stück für Stück angeklebt. Im Bugbereich passt das auch sehr gut, aber ab Mitte der Bauteile, läuft die Form der Bordwand aus dem Kurs und steht an der Naht zur achteren Bordwand etwa 1,7mm zu hoch. Hier ist extremer Korrekturbedarf.

Bordwaende

Nun wollte ich den Rumpf nicht gleich in die Tonne drücken, sondern habe die vorderen Bordwände am Deck angeklebt und nach unten „weggedrückt“, was sich in den Beulen, die man von der Unterseite des Rumpfes sehr gut sehen kann, deutlich abzeichnet.

Beulen

Die weiteren Erkenntnisse dieses ersten Rumpfes sind,

  • dass sich die Decksrundung, wie ich sie mir ausgedacht habe, wunderbar bauen lässt (es sind später genügend Bordwandteile mit unterschiedlichen Hullnummern zum Üben auf dem Bogen)
  • dass die gewählte Bordwandlänge der vorderen Teile genügend Überstand lässt
  • dass der Bug schon eine richtig gute Linie erahnen lässt (wenn man den kleinen Hubbel noch wegnimmt).

Decksrundung Überstand Bugspitze

Ich habe die Korrekturen bereits eingearbeitet und werde diese beim nächsten Rumpf kontrollieren. Ein zweiter Rumpf ist ohnehin nötig, denn mit dem Bau dieses ersten Rumpfes erfahre ich erst, in welcher Reihenfolge man alles bauen kann/muss und kann danach erst die Teilenummern vergeben. Außerdem brauche ich noch geeignete Bilder für die Bauanleitung.

Die nun folgenden Aufbauten basieren ebenfalls auf diesem Rumpf, denn das Deck wird keine Änderungen mehr erfahren, außer dass vielleicht ein paar Texturen und Markierungen hinzukommen.

Nachtrag zu „Quo vadis Kartonmodellbauwelt“

Auf folgenden Beitrag im Internet bin ich heute aufmerksam gemacht worden:

kamobo

Ich möchte hier nicht darüber urteilen wer angefangen hat Streit zu machen oder wer mit fragwürdigen Abmahnpraktiken begonnen hat oder wie es weitergegangen ist, aber diese zehn Abmahnungen (oder waren es ehrlicherweise vielleicht doch weniger? 😳 😥 ) sind sicherlich nicht unbegründet oder unberechtigt, denn sonst hätte sich kein Richter oder Anwalt damit beschäftigt.

Hier ist der Link zum Beitrag in dem Forum: Deutsches Kartonmodell-Forum

Grundlagen – Arbeitsplatz

Dieser Beitrag beschreibt meinen „Arbeitsplatz“. Nach dem Umzug vor knapp zwei Jahren in ein Reihenhaus nach Travemünde, konnte ich den Dachausbau nach meinem persönlichen Gutdünken entscheiden und durchführen. Ich habe Platz für zwei Schreibtische mit einer Arbeitsplattengröße von je 120 x 80 cm, die ich nebeneinander unter die Schräge des Dachfensters stellen kann. Das Schöne an diesem Bastelplatz ist, dass ich abends alles so liegen lassen kann, wie ich es fallen lasse, ohne dass es jemanden stört. 

Arbeitsplatz

Den linken Tisch, der direkt unter dem Dachfenster steht, habe ich zum Basteltisch auserkoren und den rechten Tisch zum Computerarbeitsplatz gemacht. Am Basteltisch ist eine große Tageslicht-Gelenkarm-Lampe mit Lupenglas befestigt, die ich mir in jede nur erdenklich Lage verstellen kann. Licht, insbesondere Tageslicht (bei mir direkt durch das Dachfenster) ist fast unerlässlich, wenn man vernünftige Modelle abliefern möchte. Die große Schneidmatte nimmt den meisten Platz des Tisches ein und drumherum liegen die Werkzeuge. Der Drucker steht während der Konstruktionsphase von Modellen nur temporär auf diesem Tisch.

Basteltisch

Auf dem Computertisch steht ein leistungsfähiger Laptop mit externer Tastatur und Maus, sowie ein LED-Fernseher, den ich auch als zweiten Monitor ansteuern kann. Das ist ganz praktisch, wenn man bei der Konstruktion mit CorelDraw nebenbei gleich die Fotos zur Recherche heranziehen kann.

Computertisch

Eine andere Ecke des Zimmers habe ich zum Fotoplatz umgestaltet, der zum „normalen Basteln“ sicherlich nicht benötigt wird. Ich nehme hier Fotos von Bauzuständen der Modelle für Veröffentlichungen im Blog, in Foren oder Bauanleitungen auf. Hier ist ebenfalls viel Licht von Nöten. Dafür habe ich mir zwei Fotoleuchten angeschafft, die das Modell, welches ich auf einen DIN-A0 großen weißen Karton stelle, von den Seiten und vorne ausleuchten. Von oben kommt die Gelenkarm-Leuchte zum Einsatz, die ich in die richtige Position drehe. Der Fotoapparat wird dann auf ein Stativ montiert und kann bei Bedarf mit einem externen Blitzgerät, welches auch mit Spiralkabel abgesetzt vom Fotoapparat betrieben werden kann, noch mehr Licht schaffen.

Fotoplatz

Mein hier gezeigter Arbeitsplatz ist nur beispielhaft und erhebt keinen Anspruch auf perfekte Modelle. Er soll zeigen, wie ein Bastelplatz aussehen kann, wenn man das Glück hat nur wenig Kompromisse eingehen zu müssen. An dieser Stelle gebe ich gerne zu, dass ich „mein Bastelreich“ für die Fotos aufräumen musste. 

Fregatte „Lübeck“ – Hauptdeck

Es folgt das zweiteilige Hauptdeck.

Der hintere Teil des Hauptdecks wird im Bereich der Schanz verdoppelt und bis zum Hangar werden seitlich die Klebelaschen für die markante Decksrundung angeklebt. Ein breiter Steg vor dem Hubschrauberfanggitter, welches in einem zukünftigen Lasercutsatz gesondert erworben werden kann, gibt die Möglichkeit das hintere Ende des Decks abzuschneiden und durch Decksteile mit anderen Kennungen zu ersetzen und an dieser Stelle zu verbinden – wie beim EGV. Die hier gezeigten Texturen der Laschings auf dem Deck sind noch nicht endgültig.

Luebeck_Achterdeck1 Luebeck_Hubilandegitter

Für das vordere Hauptdeck gilt gleiches. Auch hier sind Klebelaschen unterzukleben.

Luebeck_VorderesDeck1

Wenn die Klebelaschen untergeklebt sind, dann sieht es achtern so aus….

Luebeck_Achterdeck2 Luebeck_Achterdeck3

und vorne so….

Luebeck_VorderesDeck2 Luebeck_VorderesDeck3

Über Nacht durften die Klebelaschen trocknen und ich hatte Zeit mir zu überlegen, wie ich diesen schmalen Streifen eine Rundung verpasse. An meinem 12cm-Testrumpf hatte ich es ja schon probiert, aber würde es auch auf der gesamten Länge funktionieren?

Ja, es hat geklappt. Hier das Endergebnis….

Luebeck_Hauptdeck1

Ich habe die schmalen Klebelaschen angefeuchtet und dann mit einem Stahldraht über dem Zeigefinger gerundet. Abschließend habe ich alle Klebelaschen mit dem Daumen in Form gebracht, so dass sie gleichmäßig rund sind.

Luebeck_Rundung1 Luebeck_Rundung2 Luebeck_Rundung3

Bevor ich die Decks auf das Spantengerüst geklebt habe, durften sich die feuchten Klebelaschen beim Trocknen über Nacht erholen. Das Aufbringen der beiden Decksteile auf das Spantengerüst war dann nur noch reine Formsache. Die Gewichte, die auf dem Rumpf zu sehen sind, sind Kugellagerrollen. Diese werden ab jetzt immer auf dem Rumpf stehen, natürlich in geringer Anzahl, damit sich das Konstrukt nicht verziehen kann.

Luebeck_Hauptdeck2 Luebeck_Hauptdeck3

Hier ist das komplette Hauptdeck mit dem Spantengerüst verklebt.

Luebeck_Hauptdeck4

Weil noch etwas Platz auf dem Bogen war, habe ich noch eine schon gezeichnete Aufbauwand vom RAS-Deck mit ausgedruckt. Beim Aufstellen dieser erkannte ich gleich die Probleme des Befestigens. Jetzt müssen entweder eine Menge Winkel auf das Hauptdeck geklebt werden oder ich muss zur Schlitztechnik zurückgreifen.

RAS-Aufbauwand1 RAS-Aufbauwand2

Beides ist unbefriedigend, so dass ich das Spantengerüst in dem Bereich zwischen Hangar und RAS-Deck „abflexen“ werde, dann in der Größe der rot schraffierten Fläche eine verdreifachte Grundplatte als untere Klebekante aufs Hauptdeck klebe und darauf ein eigenes Spantengerüst setze. Sicherlich hätte ich das vorher erkennen können, aber dafür fehlt mir wohl noch einiges an Erfahrung.

Bei den mittleren und vorderen Aufbauten müsste es mit dem aktuellen Spantengerüst funktionieren. Vielleicht muss noch die eine oder andere Ecke weg, aber dazu später. Zunächst möchte ich diesen Rumpf verwenden, um die Bordwände anzupassen; bis dahin kann es nun aber eine Weile dauern.

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