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125. Travemünder Woche

Moin Moin

Gestern habe ich die Travemünder Woche unter dem Aspekt des Segelns besucht. Im Unterschied zur sicherlich besuchermäßig größeren Kieler Woche gibt es in Travemünde „Segeln zum Anfassen“ direkt neben der Partymeile und nicht ein paar Kilometer entfernt.

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Wer wollte, der konnte bei herrlichem Sonnenschein, Temperaturen um 26°C und Wind um die 20 Knoten mit 1000 PS über die Wellen reiten und seine Bandscheiben testen.

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Am Strand konnte man die Segelwettbewerbe live über den Video-Cube mit fachmännischem Kommentar eines Profis verfolgen.

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Gegen Viertel vor fünf machten sich die Segler der 18-Footer bereit für ihr Rennen direkt vor den Zuschauern und vor der „Passat“ auf der Trave.

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Dann galt es sich einen guten Platz in der ersten Reihe zu sichern. Nachdem die „Priwall“ festgemacht hatte und die „Nils Holgersson“ durch war, kam auch schon das Startkommando. Die rote Flagge bedeutet „2 Minuten bis zum Start“.

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Während des Rennens hatten die Skipper einige Probleme mit ihren Skiffs durch die böigen Winde auf der Trave, so dass sie auch kenterten. Aber das kennen sie schon und richteten die Schiffe unter dem Applaus der Zuschauer ziemlich schnell wieder auf. Auf dem Vorwindkurs gaben die gesetzten Gennaker ein wunderschönes Bild ab. Gewonnen hat das Deutsche Boot unter dem Skipper Norbert Peter, der viel Applaus der Sehleute am Ufer der Trave erhielt. Wo auf der Welt gibt es Applaus für die Segler direkt bei der Zieldurchfahrt? Auf jeden Fall in Travemünde!!!

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Übrigens, Dritter wurde das Boot aus den Niederlanden, aber mit der Platzierung kennen sich die Holländer ja aus. 😆

Fazit des ersten Wochenendes: „Rund 290 Tausend Gäste sind hier zu uns nach Travemünde gekommen und haben das Jubiläum mit uns gefeiert, sich auf der Bummelmeile treiben lassen oder die spannenden Wettfahrten der 1. Segel-Bundesliga am SAP Sail Cube verfolgt“, sagt Jens Kath, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Travemünder Woche gGmbH. „Besonderer Anziehungspunkt waren gestern Abend die Beach Clubs der Holsten Beach Area. Auch der alkoholfreie Beach Club war gut besucht – bis Mitternacht feierten die Besucher friedlich“.

Mehr ist dazu nicht wohl nicht zu sagen. Also, wer Segeln hautnah erleben möchte, der muss nach Travemünde kommen. Drei Weltmeisterschaften, zwei Europameisterschaften und viele Deutsche Meisterschaften werden in den nächsten Tagen ausgetragen.

Open Ship zur Kieler Woche

Ich bin vorgestern bei herrlichstem Wetter nach Kiel gefahren und habe ein paar Stunden bei der Marine im Tirpitzhafen verbracht. Auf dem Weg dorthin, fuhr ich gegenüber von ThyssenKrupp Marine System (ex-HDW) vorbei und konnte gleich drei U-Boote der Klasse 212 ablichten. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber das rechte Boot müsste „U35“ sein. Ob es sich bei einem der anderen Boote um „U36“ handelt oder ob beides israelische Neubauten sind (vielen Dank an Fiete für den Hinweis), vermag ich nicht zu sagen.

U-Boote

Mein nächstes Ziel war das Forschungsschiff „Alkor“, welches am Steg des GEOMAR besichtigt werden konnte. In der Zeit meines Besuches legte auch der Forschungskutter „Littorina“ kurz an, während das Forschungsboot „Polarfuchs“ die ganze Zeit dort lag.

FS Alkor Littorina Polarfuchs

Von der „Alkor“ hatte ich einen schönen Blick auf den vorbei fahrenden Raddampfer „Freya“ und die beiden Kreuzfahrer „Amadea“ und „Artania“ von Phoenix-Reisen.

Amadea Raddampfer Freya

Bevor es denn nun in den Tirpitzhafen ging hatte ich noch Chance einen „Sea King“ am Haupttor der Kaserne abzulichten. Als sie später bei einem Rundflug ihre Kreise über den Hafen zog, hatte ich zufällig einen „Flügelmann“ mit ähnlicher Spannweite auf dem Bild.

SeaKing SeaKing mit Möwe

Das erste Schiff im Tirpitzhafen, auf welches ich auch mein Hauptaugenmerk gelegt hatte, war der Zollkreuzer „Helgoland“. Der im letzten Jahr begonnene Kontrollbau dieses geplanten Kartonmodells musste durch Piets Tod unterbrochen werden. Nun aber kann es damit weitergehen. Die Besatzung des Schiffes war sehr auskunftsfreundlich und hat mir (fast) alles gezeigt.

Zollkreuzer Helgoland

Dann ging es auf das zweite bezüglich des Kartonmodellbaus wichtige Schiff, die Fregatte „Hamburg“. Auch hier habe ich knapp 200 Bilder geschossen.

Fregatte Hamburg

Weitere besichtigte Schiffe waren das Hohlstablenkboot „Hameln“ und der Tender „Elbe“.

Hohlstablenkboot Hameln Tender Elbe

Nebenan lag auch die „Gorch Fock“, aber da war es mir zu voll drauf.

Gorch Fock

Auf dem Weg zum amerikanischen Kommandoschiff zur amphibischen Kriegsführung „Mount Whitney“ konnte ich weitere Einheiten der Marine fotografieren und zum Glück nicht besuchen, denn letztendlich wären dafür 4 Stunden Zeit einfach zu wenig.

Fehmarn-Ammersee Lütje Hörn Putlos Spessart

Nachdem ich dann 50 Minuten an der Personenkontrolle angestanden hatte, war der Blick frei auf den Ami. Die geführte Tour über das Schiff war äußerst interessant, wenn auch unspektakulär.

Mount Whitney

Und dann war da noch die Admiralsbarkasse „Hannes“, auf der ein ShantySänger mit seinem Schifferklavier anständig für Stimmung gesorgt hat.

Admiralsbarkasse Hannes

Das war in Kürze mein 5stündiger Aufenthalt zum Open-Ship auf der Kieler Woche. Insgesamt sind knapp 700 Bilder zusammen gekommen, die für den Modellbau bestimmt hilfreich sein können.

Einlaufparade zum Hansetag in Lübeck

Am gestrigen Tag und Abend trafen sich die Koggen in Travemünde und boten ein schönes Bild im Fischereihafen für uns „Sehleute“. Bei angenehmen Temperaturen konnte man die Schiffe hautnah besuchen.
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Heute Mittag startete der Schiffskonvoi mit den Koggen dann traveaufwärts in Richtung Lübeck, wo die Parade gegen 15:30 Uhr die Eric-Warburg-Brücke passieren musste. Angeführt wurden die Schiffe vom Lübecker Feuerlöschboot „Senator Emil Peters“ (Baujahr 1972), dem tatsächlich ältesten Schiff in der Reihe.

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Es folgte die „Alexander von Humboldt II“ (Stapellauf 25.5.2011)

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Dann kam die „Lisa von Lübeck“, der Nachbau einer Kraweel (Stapellauf 27.3.2004). An Bord sorgte der Seemannschor „Möwenschiet“ ordentlich für Stimmung.

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Es folgte die Kieler Hansekogge (Fertigstellung 1991).

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Und dann kamen noch drei weitere „Oldtimer“ um die Ecke des Hansehafens…

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Zunächst die „Ubena von Bremen“ (Stapellauf 18.8.1990) …

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… dann die Kampener Kogge (seit 1997 in Fahrt), die ihre Reise aus den Niederlanden angetreten hat …

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… und den Abschluss bildete die Poeler Kogge „Wissemara“ (Stapellauf 29.5.2004).

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Es war bei traumhaftem Wetter ein schönes Bild mit tollem Publikum vor der historischen Altstadt-Kulisse Lübecks – der „Königin der Hanse“.

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Ursprünglich sollte noch eine weitere Kogge dabei sein, die „Tvekamp af Elbogen“ aus Malmö, aber die habe ich nicht gesehen. Vielleicht liegt sie als Nachzügler mittlerweile im Hafen.

In den kommenden drei Tagen wird im Hafen ordentlich was los sein.

Die nächsten Hansetage an der deutschen Ostseeküste finden 2018 in Rostock, 2028 in Stralsund und 2029 in Wismar statt. Wer also keine vier Jahre mehr warten will, um diese Dichte an Koggen in solcher Pracht zu sehen, der sollte sich auf den Weg nach Lübeck machen. Im Museumshafen können die Schiffe besichtigt werden. Am Samstag findet gegen 11:00 Uhr eine Seeschlacht im Hansehafen statt. Viele weitere Attraktionen rund um die Hanse warten auf die Besucher.

Modellbauausstellung in Lübeck (3)

Abschließen möchte ich meinen Bildbericht von der Ausstellung mit Modellen anderer Aussteller, die mit Karton nichts zu tun haben. Ich erspare mir an dieser Stelle meine Kommentare und lasse die Bilder für sich sprechen.

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Zu dem folgenden Bild möchte ich doch noch etwas sagen. Meine Deutschlehrerin hätte bei einem Aufsatz wahrscheinlich gesagt:“ 6 – setzen – am Thema vorbei“. Warum? Nun, die Idee mit der RügenFisch-Dose und dem Modell da drin, die ist erstklassig. Aber warum ein U-Boot? Da gehört – Achtung Wortspiel – ein(e) Bismarck(hering) hinein!!!

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Basteln vor historischer Altstadtkulisse, wer kann das schon von sich behaupten?

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Fazit: Es war eine tolle Veranstaltung mit sehr vielen Kontakten und interessanten Gesprächen. Die Zuschauerresonanz war trotz des leider überragenden Sonnenscheins ziemlich gut und ich würde sagen, nicht schlechter als vor zwei Jahren.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Thomas, Peter, Peter, Wolfgang, Fiete, Nils, Karl (Flensburg hat es ja auch ohne dich ins Final4 geschafft!!!), Walter und Ralph für ihr Engagement bedanken. Es hat mir sehr viel Spaß mit euch gemacht. Sollte diese Veranstaltung in zwei Jahren wieder stattfinden, dann fürchte ich, brauchen wir noch mehr Tische, denn es war doch recht knapp und wir hatten noch nicht einmal alle Modelle auspacken können.

Modellbauausstellung in Lübeck (2)

Nachdem Fiete uns am Samstag verlassen hat, kam für den Sonntag Ralph aus Flensburg als „Ergänzungsspieler“ dazu und hatte auch gleich ein paar größere Modelle im Gepäck. So u.a. die „Undine“ in 1:100.

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Von Walter, ebenfalls aus Flensburg, stammt dieses heimelig anmutende Diorama

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Hier folgt ein Überblick über das Foyer der MuK mit den Ausstellern.

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Ein immer wieder gern gesehener Stammgast dieser Veranstaltung kommt aus Hamburg (siehe Bildmitte)

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Die Modellbaufreunde aus dem österreichischen Ried im Innkreis waren einigermaßen erstaunt, dass man aus Karton so schöne und vor allem so viele verschiedene Schiffe bauen kann. Die Clubmitglieder aus der Alpenrepublik hatten Flugmodelle und kleine Dioramen aus Karton dabei.

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Hier noch ein Hafendiorama – allerdings nicht nur aus Karton – aber wunderschön

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Aber es gibt auch andere Kartonbastler, deren Lieblingsmaßstab 1:250 ist … irre, was andere alles aus Papier zaubern.

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