Die folgenden Bilder zeigen das fertige Modell, wie man es aus dem Modellbaubogen bauen könnte.
Kategorie: HMV-Modelle (Seite 18 von 26)
Die letzte Baugruppe betrifft die Kräne. Diese sind ebenfalls unspektakulär im Bau. Deshalb folgen hier nur ein paar Bilder aus der Bauphase und deren Position auf dem Vorschiff.
Zu den Flaggen des Baubogens möchte ich einen Hinweis von Friedrich Gottschalk (Fiete) aus Hamburg aufgreifen: Hurtigruten-Schiffe, die Post befördern, fahren an Stelle der normalen Nationalflagge die Postflagge (Bauteil 109) am Flaggenstock. In früheren Jahren war es üblich, die Reedereiflagge (Bauteil 110) im Großtopp zu fahren, also im achteren Mast. Reedereiflagge ist der Doppelstander mit dem BDS-Logo drin. Anders als in der Bauanleitung dargestellt kommt keine Flagge an die Signalrah (es sei denn, man möchte irgendein Flaggensignal setzen) und auch eine Gösch wird nicht gefahren. Man hat also zwei Flaggen übrig, die in die Restekiste wandern dürfen.
Und somit stelle ich meine „Nordstjernen“ mit dem bei mir mittlerweile obligatorischen „Linie fra Norge“ (es ist wohl bei keinem Modell passender als bei diesem) in Dienst.
Die Masten sind relativ einfach gemäß Anleitung zu bauen. Beim Typhon lässt sich eine einfache und „komplizierte“ Variante bauen. Leider gibt es für die Plattform 95g keine Markierung am vorderen Mast, so dass man sich die Position selbst suchen muss. Bedingt durch die Höhe des Radars, ist das Freidrehen des Strahlers zu beachten. Ich habe das Podest etwa auf die halbe Höhe zwischen Schornsteindeck und dem Topplicht angeklebt – und das sieht schlüssig aus.
Und bevor es mit der Takelung der Masten weitergeht, habe ich noch den Peilrahmen, einen Suchscheinwerfer und den Kompass fertiggestellt und an ihre Positionen auf das Peildeck gesetzt.
Für die Fertigung der Takelage ist die Bauanleitung nur eine Art Empfehlung, denn die Antennenleitungen können so, wie sie gezeichnet sind, nur mit den „Siemens-Lufthaken“ am Schornstein enden. Leider gibt auch das Internet nur wenig Aufschluss über die Takelage aus der Zeit der 50er oder 60er Jahre. Deshalb habe ich meine Takelung nach Gutdünken gemacht und finde, dass sie ganz gut und auch schlüssig aussieht.
Während der Trocknungsphase der einzelnen Takel, die wieder aus dem „WonderWire“ gefertigt sind, kamen die Holzhandläufe auf die Reling des vorderen Decks, der Brücke und dem Bootsdeck hinzu sowie die Fallreeps an Bord.
Hier zwei aktuelle Gesamtansichten:
Die Rettungsboote sind etwas anders zu bauen als gewöhnlich. Durch die Mittel-, Längs- und Querspanten sowie den geteilten Bordwänden muss man sich vergleichsweise eine neue Bauweise aneignen. Das Ergebnis dieser Konstruktion ist jedoch überzeugend. Man sollte dem Spantengerüst nach Zusammenkleben unbedingt ausreichend Zeit zum Trocknen geben. Erst danach lassen sich die Bordwände problemlos auf das „verwindungssteife“ Gerüst kleben. Abschließend eine Persenning drauf und dann sieht es beispielsweise so aus:
Im nächsten Schritt kommen die Winden, die Bootslager und Davits (hier als Ätzteil) an Deck. Leider fehlen die Markierungen für die Bootslager, dafür sind die Linien für die Davits viel zu lang. Dass die Markierungen für die Winden etwas klein geraten sind, ist kein Problem – im Gegenteil.
Und mit den Booten und ein wenig Takelage sieht es bei meiner „Nordstjernen“ so aus:
Bleibt noch zu erwähnen, dass die vier Rettungsboote alle die „1“ aufgedruckt bekommen haben. Piet hat mir freundlicherweise das Boot als Rohdatei zur Verfügung gestellt und somit konnte ich sauber durchnummerieren. Boote mit ungerader Nummer stehen auf der Backbordseite und beginnen vorne mit der „1“. Steuerbordseitig beginnt es vorne mit der „2“.
In diesem Teil greife ich in der Baureihenfolge ein wenig vor, denn ich hatte damals die Rettungsboote sowie den Kutter zwischengeschoben, um mal etwas anderes zu bauen. Außerdem hätte das auf das Deck geklebte RAS-Portal vielleicht beim weiteren Bau Schaden nehmen können. Damit das RAS aber im Zusammenhang beschrieben ist, kommt hier der zweite Teil.
Es geht hierbei um die Einheit, die dem zu versorgenden Schiff übergeben wird.
Laut Anleitung soll die Sorgleine vom oberen Teil des RAS an die Bordwandkante schräg geführt werden. Das ist beim Vorbild aktuell nicht mehr so, sondern die untere Befestigung ist in Richtung RAS-Portal gewandert und deshalb muss die untere Halterung R60h (gelb gepönt) neu positioniert werden.
Nun folgen ein paar Bilder vom fertigen RAS. Wie gesagt, die Bilder zeigen hier schon Baugruppen, deren Bau ich bis dato noch nicht gezeigt habe.


































