Kategorie: HMV-Modelle (Seite 13 von 26)

„Mellum“ – Spantengerüst und Arbeitsdeck

Dieses Modell war im August 2006 mein Wiedereinstiegsmodell in den Kartonbau. Mittlerweile gibt es die dritte Auflage des Bogens und den habe ich hier verwendet, um eine neue und vernünftige „Mellum“ im Regal stehen zu haben. Meine erste Version aus 2006 existiert zwar auch noch, hat aber schon einige Manöverschäden aus diversen Ausstellungen, Treffen und Messen abbekommen.

Infos zum Modellbaubogen
Das Modell wurde von Peter Brandt konstruiert. Die 10 Bögen sollen 1179 Teile mit Alternativteilen enthalten. Die Länge des Modells wird 29,4 cm betragen und der Maßstab ist 1:250. Neun Seiten Bauanleitung komplettieren den Kartonmodellbaubogen. Zum Verfeinern gibt es einen Lasercutsatz mit 361 Teilen auf 13 farbigen Platinen, den ich größtenteils auch verwenden werde. Das Modell beschreibt den Zustand von 1984, also noch mit dem verkürzten Rumpf.

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Ich will nun bestimmt nicht alle Bauschritte ausführlich beschrieben, aber trotzdem zeigen, wie ich die Klebelaschen der Grundplatte von der Rückseite rille. Um auf der Rückseite die gestrichelte Linie zu bekommen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Früher habe ich die Grundplatte gegen eine Fensterscheibe gedrückt und dann mit einem Bleistift meist freihändig die Linie auf die Rückseite kopiert. Heute steche ich mit einer Stecknadel von der bedruckten Seite durch den Karton und kann anschließend mit einer Reißnadel, die ich an einem handelsüblichen Malerspachtel entlang ziehe, auf der Linie rillen.

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Und wenn die Grundplatte und alle Längs- und Querspanten ausgeschnitten sind, dann liegen 19 Teile auf der Schneidmatte.

Mellum 006

Die ausgeschnittenen Querspanten kommen alle mit der bedruckten Seite nach achtern auf den Mittelspant – so auch der Spant 12, der mehrfach zu knicken ist.

Auf dem nächsten Bild hat auch schon die Heckrolle 16a-c ihren Platz auf den Spanten 3a-c gefunden.

Mellum 007

Im nächsten Schritt habe ich das Deck 16 vorbereitet. Da ich den Lasercutsatz mit seinen Relings verwenden werde, habe ich beim Arbeitsdeck die Reling etwas gekürzt und nach unten geknickt, um sie später als Klebelasche für die Bordwände verwenden zu können. Die Klüsen des inneren Schanzkleides sind ebenfalls ausgestichelt. Nach dem Kantenfärben kam das Deck dann auch schon auf das Spantengerüst und die Stringerspanten 17-a vorne zwischen die Querspanten. Damit es auch am Heck gut passt, ist ein sauberes Vorformen im Bereich der Heckrolle geboten. Auf dem ersten Bild sind auch schon die Teile der Aufbauwand 18 abgebildet, die als nächstes verarbeitet werden.

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Die erste Aufbauwand 18-a besteht bei mir aus insgesamt 23 Bauteilen. Hier kommen auch die ersten Lasercutteile (5 schwarz gepönte Handräder und ein Gitter) sowie Verglasung aus Antistatikfolie ins Spiel.

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An dieser Stelle ein paar Sätze aus meiner Erfahrung zum Spantenverstärken: Die Spantabstände sind meines Erachtens so gewählt, dass sie ausreichend Stabilität bieten. Sobald ich das Spantengerüst auf die Grundplatte geklebt habe, kommen gleich Gewichte drauf; Trockenzeit (UHU Flinke Flasche) ist mindestens eine Nacht. Nachdem das Deck drauf ist, kommen gleich wieder Gewichte drauf – auch mindestens für eine Nacht. Wenn die Bordwände dran sind, kommen gleich wieder die Gewichte drauf; ebenfalls über Nacht. Eigentlich habe ich immer Gewichte auf dem Rumpf/den Decks stehen, so lange ich den Rumpf nicht in die Hand nehmen muss. Das zieht sich über den gesamten Bau hin. Wie soll sich noch etwas verziehen, wenn der Kleber trocken ist? Klar, die Luftfeuchtigkeit ist dem Karton nicht unbedingt freundlich gesonnen, aber selbst mein Zerstörer „Mölders“, den ich vor einigen Jahren komplett als Tintenstrahldruck gebaut habe, hat sich trotz des großen Spantabstandes der alten WHV-Modelle nicht verzogen. Einzig die beim Zerstörer verwendete Ätzteilreling widersetzt sich der Luftfeuchtigkeit und biegt sich mal in die eine oder andere Richtung. Deshalb setze ich heute auf Lasercutreling.

Also, ich werde auch zukünftig keine Spanten, Grundplatten oder Decks verdoppeln, wenn es nicht ausdrücklich vom Konstrukteur so vorgesehen ist. Der Mehraufwand steht (aus meiner ureigenen Erfahrung gesehen) in keinem Verhältnis zum Nutzen. Des Weiteren sind durch die Kartonverdoppelungen die Maße der anderen Teile zu berücksichtigen. Verdoppelt man das Deck, dann muss der darunter liegende Spant unbedingt um eine Kartonstärke plus Kleber gekürzt werden, also etwa 0,2mm, und das berücksichtigt leider nicht jeder Bastler. Somit können Differenzen zustande kommen, die normalerweise nicht auftreten würden.

Wie gesagt, das ist meine Erfahrung und jeder soll selbst entscheiden, wie er vorgeht. Ich gebe nur zu bedenken, dass jede Änderung der Originalteile eines Bogens Folgefehler mit sich bringen und dann meistens den Ruf nach einem schlecht kontrollgebauten Bogen nach sich ziehen. Vielleicht noch so viel: bei Kontrollbauten von Piets Konstruktionen haben wir beide manchmal über Zehntel Millimeter geredet, die er hier oder da zugeben muss, weil irgendwo eine Querwand oder auch nur die Kleberschicht nicht berücksichtigt wurde. Das wird nicht bei allen Verlagen so gemacht.

Und noch etwas zum Bauen von eingescannten Baubögen: bauen von eingescannten Bögen, die mit dem einfachen Home-Scanner für 70€ oder einem Multifunktionsdrucker für 150€ erstellt wurden, setzen voraus, dass unbedingt „Original“ und „Fälschung“ verglichen werden müssen. Mein derzeitiger Scanner (Epson  XP-700) beispielsweise skaliert vertikal auf 100,8% und horizontal auf 99,4% und das ist unbedingt zu berücksichtigen, weil das bei 10cm schon einen Unterschied von 0,8mm ausmacht. Das entspricht etwa 5 (!!!) Kartonstärken. Bei 25cm langen Bordwandteilen macht das dann schon 2mm aus. 2mm an Backbord plus 2mm an Steuerbord und schon fehlen am Bug oder Heck 4mm. Deshalb kann ich  Bastlern, die einen gescannten Bausatz bauen wollen, nur den Tipp geben, die Längen und Breiten der Teile mit einem Bildbearbeitungsprogramm entsprechend zu korrigieren.

Gewässerschutzschiff „Mellum“ – Das Original

Das Schiff wurde im August 1983 bei der Elsflether Werft AG auf Kiel gelegt und am 4. Juli 1984, nach Indienststellung durch den Bundesminister für Verkehr, als Flaggschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes Wilhelmshaven in Betrieb genommen. An den Baukosten von rund 38,5 Mio. DM hatten sich die vier Nordsee-Küstenländer beteiligt. Im Laufe der Zeit ist die „Mellum“ mehrfach modernisiert und nachgerüstet worden, zuletzt 1999 (Verlängerung um ca. 7,5 m zur Verbesserung der Längsstabilität), so dass Schiff und Ausrüstung dem neuesten Stand entsprechen.

Mellum 2005

Schiffsdaten
Rufzeichen: DBPG
Besatzung (Stamm- Crew): 16
Länge über Alles: 80,45m
Breite über Alles: 15,11m
Seitenhöhe bis Hauptdeck: 6,50m
Tiefgang (max.): 5,80m
Vermessung: 2546 BRZ/763 NRZ
Einsatzgeschwindigkeit: 15,6 kn

Hauptmaschinen: 4 x MAK- Diesel (je 1655 kW = 6620 kW)
Manövriereinrichtungen: 2 Verstellpropeller in Kortdüsen, 2 Flossenruder, 1 Bugstrahl (1150 kW)
Klassifizierung: GL+100 A5 M (Restricted International Service) E3 +MC E3 AUT, Water Cleaning Ship, Oil Recovery Vessel, Chemical Recovery Vessel

Einsatzstellen/- koordination, Einsatzgebiete
GS „Mellum“ wird grundsätzlich vom Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven betreut und eingesetzt.
Die Routineaufgaben werden vom Kapitän in Abstimmung mit der Schiffseinsatzzentrale des WSA weitgehend selbständig geplant und ausgeführt. Alle 2 Stunden meldet sich das Schiff beim Küstenwachzentrum (KüWaZ) Nordsee in Cuxhaven. Zusammen mit weiteren Schiffen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, des Bundesgrenzschutzes, des Seezolls, der Fischereiaufsicht und der Wasserschutzpolizei gehört die „Mellum“ damit zum Verband der im Bedarfsfall von der Küstenwache eingesetzten Flotte von Behördenschiffen.
Die Aktionsbereiche der „Mellum“ erstrecken sich nicht nur auf die Seeschifffahrtsstraße Jade und die Schifffahrtswege innerhalb des Amtsbezirkes des WSA Wilhelmshaven, sondern auf folgende Gebiete der Deutschen Bucht und darüber hinaus:

  • die Seeschifffahrtstraßen Ems, Weser und Elbe
  • das gesamte deutsche Küstenmeer in der Nordsee
  • die Ausschließliche Wirtschaftszone (Hohe See) einschl. des deutschen Festlandsockelbereiches bis hin zum sog. „Entenschnabel“
  • die Seegebiete nach dem Bonn-Abkommen
  • bedarfsweise die Ostsee
  • Aufgrund bilateraler Vereinbarungen mit Dänemark (DENGER-PLAN) und den Niederlanden (NETHGER-Plan) kann GS „Mellum“ bei Bedarf auch im internationalen Bereich zur Schadstoffunfallbekämpfung angefordert werden.

Brandbekämpfung
Der Bund ist gemäß dem Bundeswasserstraßengesetz auf den Seewasserstraßen und den angrenzenden Mündungstrichtern der Binnenwasserstraßen nach Maßgabe einer mit den Ländern zu schließenden Vereinbarung zuständig für Brände, die den Verkehr behindern können. Zweck solcher Verwaltungsvereinbarungen ist die gegenseitige Unterstützung und Hilfeleistung bei Schiffsbränden, die Sicherheit des Schiffsverkehrs auf den Wasserstraßen bedrohen. Der Bund stellt zur Bekämpfung solcher Schiffsbrände geeignete Schiffe und technisches Gerät zur Verfügung und beteiligt sich an den Kosten für Personal und Ausrüstung der für den Einsatz vorgesehenen Feuerwehren.

Zur Brandbekämpfung bei Hilfeleistung stehen 5 über Fernbedienung vom Brückenpult aus bedienbare Monitore (Löschkanonen) zur Verfügung:

  • Aufbaudeck: Monitore für Wasser/Schaum, 4.000 l/min., 11 bar
  • Traverse über Peildeck: Monitore für Wasser, 4.000 l/min., 11 bar
  • Telekopmast (Bb): 1 Monitor für Wasser, 20.000 l/min., 12 bar (Versorgung erfolgt durch Feuerlöschpumpen Bb/Stb-HM.)

Hilfeleistungen
Für Hilfeleistungen an havarierten Fahrzeugen, insbesondere für das Schleppen von manövrierunfähigen Tankern, sind eine Schleppwinde mit 35 t Zugkraft und eine Bremswinde mit 300 t Haltekraft vorhanden, der Pfahlzug beträgt 100 t. Der 1.000 m lange Schleppdraht hat einen Durchmesser von 62 mm. Beim Schleppeinsatz wird die Schlepptrosse auf dem Achterdeck durch hydraulisches Schlepppfosten geführt.

Eisbrechen
Wenn sich in strengen Wintern auf den deutschen Ostseerevieren schifffahrtsbehinderndes Eis bildet, wird GS „Mellum“ der Zentralen Eisdienststelle der WSD Nord in Kiel-Holtenau unterstellt und als Eisbrecher zwischen Flensburg und Kieler Förde, Lübecker Bucht und Rügen eingesetzt. Allein im Februar und März 1996 sind dabei 61 einzelne Verschleppungen und 228 Hilfeleistungen durch Aufbrechen von Fahrrinnen für im Eis festsitzende Schiffe durchgeführt worden. Das Schiff ist mit Eisbrechersteven und verstärkter Bordwand ausgerüstet und entspricht der Eisklasse E3 des Germanischen Lloyds.

Quelle: www.wsa-wilhelmshaven.de

EGV „FFM“ – Lasercutsatz

Seit einiger Zeit ist der Lasercutsatz für den Einsatzgruppenversorger erhältlich. Diesen Satz, der aus insgesamt 22 verschieden farbigen Platinen besteht, möchte ich hier kurz vorstellen. Insgesamt enthält der Satz 2998 Teile. Enthalten ist ein kompletter Relingsatz, Scheibenwischer, Leitern und Niedergänge, Grätings, Gangway, Lampen, Davits, Hubschrauber Fanggitter, Sonnensegelstützen, Schanzkleidstützen, Handräder, Teile vom RAS-Mast und vieles mehr.

EGV Lasercutsatz 1 EGV Lasercutsatz 2

Als besonderes Highlight sehe ich die zugehörige Anleitung an, die neuerdings in Farbe und in hoher Auflösung gedruckt wird. Diese Auflösung lässt nun auch erkennen, wo die jeweiligen Bauteile angebaut werden müssen. Eine ausführliche Teileliste unterstützt den Bastler dabei.

EGV Lasercutsatz 3 EGV Lasercutsatz 4 EGV Lasercutsatz 5 EGV Lasercutsatz 6

„Cap Arcona“ – Plattengänge

Bevor ich den Anbau der Plattengänge beschreibe, möchte ich meinen „Fingerhut“ zeigen, der meinen Zeigefinger beim Aussticheln der Bullaugen und Fenster schont. Die „Schneiderin meines Vertrauens“ hat mir eine Lederkappe zugeschneidert, die ich mit einem Gummiband am Handgelenk gegen Herunterrutschen fixieren kann.

Fingerhut1 Fingerhut2

Die Plattengänge werden (eigentlich) in Streifen außen auf die Bordwand geklebt. Bei der „Cap Arcona“ liegen diese Plattengänge auf Höhe der Bullaugen und nicht, wie z.B. bei der „Bremen IV“, dazwischen. Also müssen die Bullaugen und Fenster wieder ausgestichelt und kantengefärbt werden. Wer sich nun fragt, warum ich die Folie nicht gleich hinter die Streifen der Plattengänge geklebt habe und mir so das Aussticheln vieler Fenster und Bullaugen erspart hätte, dem sei gesagt, dass meines Erachtens dafür nicht genügend Klebefläche unterhalb der Bullaugen oder oberhalb der Fenster ist.

 

Die Plattengänge erweisen sich beim Anbau als Problem, zumindest dann, wenn man die Bullaugen und Fenster in den Bordwänden ausschneidet und mit Folie hinterklebt hat. Ich hatte eingangs des Bauberichtes schon erwähnt, dass diese Plattengänge scheinbar passen, wenn man die Reserve an den mittleren Bordwandteilen nicht benötigt. Nun brauchte ich aber diese 3mm und deshalb passen die Plattengänge in einigen Bereichen nicht mehr. Auch eine Reserve bei diesen Plattengänge würde nicht unbedingt helfen, denn die Schnittstellen der Plattengänge sind nicht an den gleichen Stellen wie die der Bordwände. Hier wäre eine komplette Überarbeitung der Plattengänge mit Reserve-Millimeter nötig. Auch mittendrin passen die Bullaugen nicht immer, so dass ich mich entschieden habe die schmalen Streifen der Plattengänge auch noch zu stückeln, um passende „Füllungen“ einzukleben, damit die Bullaugen und Fenster nicht verdeckt werden.

Nachdem dann alle Platten sowie die kleinen „Ergänzungsstücke“ auf der Steuerbordseite dran waren, reduziert sich die extrem unglücklich sichtbare Stelle auf einen kleinen Bereich der Bordwand. Diese erinnert mich irgendwie an Patchwork … und die unterschiedlichen Druckfarben der grauen Teile unterstreichen das bei bestimmten Lichteinfällen.

Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass die erste Seite fertig ist und auch noch ganz gut aussieht. Meine Bedenken, die ich zwischendurch hatte und beinahe zum Abbruch geführt hätten, wurden nicht bestätigt.

Der Anbau der Plattengänge auf der Backbordseite lief analog zur Steuerbordseite und erforderte die gleichen „Ergänzungsstücke“.

Nach weiteren 7 Basteltagen habe ich in 8 Stunden und 17 Minuten weitere 141 Teile mit 310 Bullaugen und 162 Fenstern verbaut.

Der aktuelle Rumpf sieht nun so aus…

051 - Fertiger Rumpf 052 - Fertiger Rumpf 053 - Fertiger Rumpf 054 - Fertiger Rumpf 055 - Fertiger Rumpf

An insgesamt 19 Basteltagen habe ich in 35 Stunden und 15 Minuten 475 Teile mit 868 Bullaugen und 534 Fenstern verbaut. Der Rumpf ist fertig.

„Cap Arcona“ – Bordwände

Jetzt folgen die Kandidaten, die wohl bei jedem Kartonschiffsmodellbauer zu den Wackelkandidaten gehören – die Bordwände. Mit diesen Teilen steht und fällt meistens die Qualität eines Modells. Ich habe im Vorwege meiner Überlegungen eine Test-Bordwand ausgedruckt und daran versucht die Bullaugen und Fenster zu entfernen.

022 - Test-Bordwand

Für die Bullaugen wollte ich das Punch&Die-Set nehmen, aber das eine Loch war zu groß und das eine Nummer kleinere hat zu viel Material stehen lassen. Also habe ich alle Bullaugen (jedes Bullauge ca. 15x sticheln) und Fenster (jedes Fenster ca. 12x sticheln) mit dem Skalpell ausgestichelt, dann mit einer runden Nadel die Stichkanten geglättet und die Kanten mit der Farbe des Aquarellstiftes gefärbt.

023 - Bullaugen aussticheln 024 - Bullaugen rund machen 025 - Kanten färben

Bei den achteren Bordwandteilen kann das dann so aussehen (die Steuerbord-Bordwand ist hier noch unbearbeitet):

026 - achtere Bordwandteile 027 - achtere Bordwandteile

Im nächsten Schritt habe ich nach ausführlichem Vorformen die Streifen der einzelnen Bordwände stumpf zusammen geklebt, erst danach die Fensterfolie aufgebracht und nach dem Trocknen über Nacht beide Rumpfteile stumpf mit Weißleim verbunden.

028 - achtere Bordwandteile 029 - achtere Bordwandteile

Die so verbundenen Teile durften erneut über Nacht trocknen. Bevor ich sie auf das Spantengerüst geklebt hatte, habe ich die Klebelaschen am Spantengerüst schwarz angemalt, damit diese nicht durch die Verglasung blitzen. Ansonsten passte das Bordwandensemble sehr gut.

030 - achtere Bordwände 031 - achtere Bordwände

Das machte mir Mut für die vorderen Bordwandteile, die ich nach gleichem Muster gebaut habe. Leider sind zwei kleine Wellen an der Wasserlinie entstanden. Da sie aber beidseitig an derselben Stelle sind, gehe ich von einem kleinen Abwicklungsfehler der Teile aus. Insgesamt ist das für mich aber nicht schlimm, da habe ich schon ganz andere Rümpfe gesehen.

032 - vordere Bordwandteile 033 - vordere Bordwände 034 - vordere Bordwände

Zu guter Letzt mussten die mittleren Bordwandteile in die Lücke des noch sichtbaren Spantengerüstes. Dazu sind beidseitig etwa 3mm Überlänge an den Bauteilen vorhanden. Ich habe die Überlänge an der Vorderkante genutzt und hinten abgeschnitten; so passte das Bauteil genau in die Lücke. Einziger Wermutstropfen ist je nach Beleuchtung der etwas andere Schwarz- bzw. Grauton der vorderen Bordwandteile. Ich hoffe, dass ich da mit den Plattengängen noch etwas retuschieren kann und die Farbdifferenz nicht mehr ganz so stark auffällt.

035 - mittlere Bordwände 036 - Farbdifferenzen

Nun musste noch das Heck geschlossen werden. Dazu gibt es auch Ätzteile, von denen ich aber nur das Teil 53a mit den Stützen und der Reling des C-Decks genommen habe. Dieses Ätzteil habe ich entsprechend dem Handlauf 53d vorgeformt und von außen und innen mit den Kartonteilen 53a und 53b beklebt.

037 - Heck 038 - Heck

Eine erste Anpassprobe zeigte schnell, dass es eigentlich ganz gut passen müsste, bis auf zwei Stellen:
(1) die Reling ist zu lang (konnte ich durch Abschneiden beheben)
(2) es bleibt wohl eine kleine Lücke, die noch zu verfüllen ist
(3) hier ist alles grün, denn die Klebelaschen sind wahrscheinlich nur zu sehen, weil das Teil beim Fotografieren immer wieder heruntergerutscht ist

039 - Heck

Nach dem Anbau des Teiles bin ich allerdings nicht mehr ganz so zufrieden. Es ist wieder diese Farbabweichung zu sehen und es scheint auch die Abwicklung von 53 nicht ganz sauber zu sein; das Teil erscheint mir nach vorne ein wenig zu hoch (zu sehen an den Plattengängen) und bei den Königsrollern doch etwas zu tief (zu erkennen an der Höhe der Plattengänge am Achtersteven). Auch hier hoffe ich dann auf die noch aufzubringenden Plattengänge.

040 - Heck 041 - Heck

Beim Anbau der Schanzkleider 56 musste ich in den Längen und Höhen etwas nacharbeiten und kürzen.

042 - Schanzkleid und Handläufe 043 - Schanzkleid und Handläufe

Nach dem Anbringen der Bordwände ist hier eine Gesamtaufnahme. Ich bin mit meinem geschlossenen Rumpf sehr zufrieden, schließlich ist es mein bisher größter gebauter Rumpf.

044 - Gesamtansicht

An dieser Stelle wieder etwas Statistik zu den Bordwänden: An weiteren 7 Basteltagen habe ich in 14 Stunden und 40 Minuten nur 87 Teile verbaut. Dafür sind 534 Bullaugen und 364 Fenster auszustechen gewesen.

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