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„Mellum“ – Spantengerüst und Arbeitsdeck

Dieses Modell war im August 2006 mein Wiedereinstiegsmodell in den Kartonbau. Mittlerweile gibt es die dritte Auflage des Bogens und den habe ich hier verwendet, um eine neue und vernünftige „Mellum“ im Regal stehen zu haben. Meine erste Version aus 2006 existiert zwar auch noch, hat aber schon einige Manöverschäden aus diversen Ausstellungen, Treffen und Messen abbekommen.

Infos zum Modellbaubogen
Das Modell wurde von Peter Brandt konstruiert. Die 10 Bögen sollen 1179 Teile mit Alternativteilen enthalten. Die Länge des Modells wird 29,4 cm betragen und der Maßstab ist 1:250. Neun Seiten Bauanleitung komplettieren den Kartonmodellbaubogen. Zum Verfeinern gibt es einen Lasercutsatz mit 361 Teilen auf 13 farbigen Platinen, den ich größtenteils auch verwenden werde. Das Modell beschreibt den Zustand von 1984, also noch mit dem verkürzten Rumpf.

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Ich will nun bestimmt nicht alle Bauschritte ausführlich beschrieben, aber trotzdem zeigen, wie ich die Klebelaschen der Grundplatte von der Rückseite rille. Um auf der Rückseite die gestrichelte Linie zu bekommen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Früher habe ich die Grundplatte gegen eine Fensterscheibe gedrückt und dann mit einem Bleistift meist freihändig die Linie auf die Rückseite kopiert. Heute steche ich mit einer Stecknadel von der bedruckten Seite durch den Karton und kann anschließend mit einer Reißnadel, die ich an einem handelsüblichen Malerspachtel entlang ziehe, auf der Linie rillen.

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Und wenn die Grundplatte und alle Längs- und Querspanten ausgeschnitten sind, dann liegen 19 Teile auf der Schneidmatte.

Mellum 006

Die ausgeschnittenen Querspanten kommen alle mit der bedruckten Seite nach achtern auf den Mittelspant – so auch der Spant 12, der mehrfach zu knicken ist.

Auf dem nächsten Bild hat auch schon die Heckrolle 16a-c ihren Platz auf den Spanten 3a-c gefunden.

Mellum 007

Im nächsten Schritt habe ich das Deck 16 vorbereitet. Da ich den Lasercutsatz mit seinen Relings verwenden werde, habe ich beim Arbeitsdeck die Reling etwas gekürzt und nach unten geknickt, um sie später als Klebelasche für die Bordwände verwenden zu können. Die Klüsen des inneren Schanzkleides sind ebenfalls ausgestichelt. Nach dem Kantenfärben kam das Deck dann auch schon auf das Spantengerüst und die Stringerspanten 17-a vorne zwischen die Querspanten. Damit es auch am Heck gut passt, ist ein sauberes Vorformen im Bereich der Heckrolle geboten. Auf dem ersten Bild sind auch schon die Teile der Aufbauwand 18 abgebildet, die als nächstes verarbeitet werden.

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Die erste Aufbauwand 18-a besteht bei mir aus insgesamt 23 Bauteilen. Hier kommen auch die ersten Lasercutteile (5 schwarz gepönte Handräder und ein Gitter) sowie Verglasung aus Antistatikfolie ins Spiel.

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An dieser Stelle ein paar Sätze aus meiner Erfahrung zum Spantenverstärken: Die Spantabstände sind meines Erachtens so gewählt, dass sie ausreichend Stabilität bieten. Sobald ich das Spantengerüst auf die Grundplatte geklebt habe, kommen gleich Gewichte drauf; Trockenzeit (UHU Flinke Flasche) ist mindestens eine Nacht. Nachdem das Deck drauf ist, kommen gleich wieder Gewichte drauf – auch mindestens für eine Nacht. Wenn die Bordwände dran sind, kommen gleich wieder die Gewichte drauf; ebenfalls über Nacht. Eigentlich habe ich immer Gewichte auf dem Rumpf/den Decks stehen, so lange ich den Rumpf nicht in die Hand nehmen muss. Das zieht sich über den gesamten Bau hin. Wie soll sich noch etwas verziehen, wenn der Kleber trocken ist? Klar, die Luftfeuchtigkeit ist dem Karton nicht unbedingt freundlich gesonnen, aber selbst mein Zerstörer „Mölders“, den ich vor einigen Jahren komplett als Tintenstrahldruck gebaut habe, hat sich trotz des großen Spantabstandes der alten WHV-Modelle nicht verzogen. Einzig die beim Zerstörer verwendete Ätzteilreling widersetzt sich der Luftfeuchtigkeit und biegt sich mal in die eine oder andere Richtung. Deshalb setze ich heute auf Lasercutreling.

Also, ich werde auch zukünftig keine Spanten, Grundplatten oder Decks verdoppeln, wenn es nicht ausdrücklich vom Konstrukteur so vorgesehen ist. Der Mehraufwand steht (aus meiner ureigenen Erfahrung gesehen) in keinem Verhältnis zum Nutzen. Des Weiteren sind durch die Kartonverdoppelungen die Maße der anderen Teile zu berücksichtigen. Verdoppelt man das Deck, dann muss der darunter liegende Spant unbedingt um eine Kartonstärke plus Kleber gekürzt werden, also etwa 0,2mm, und das berücksichtigt leider nicht jeder Bastler. Somit können Differenzen zustande kommen, die normalerweise nicht auftreten würden.

Wie gesagt, das ist meine Erfahrung und jeder soll selbst entscheiden, wie er vorgeht. Ich gebe nur zu bedenken, dass jede Änderung der Originalteile eines Bogens Folgefehler mit sich bringen und dann meistens den Ruf nach einem schlecht kontrollgebauten Bogen nach sich ziehen. Vielleicht noch so viel: bei Kontrollbauten von Piets Konstruktionen haben wir beide manchmal über Zehntel Millimeter geredet, die er hier oder da zugeben muss, weil irgendwo eine Querwand oder auch nur die Kleberschicht nicht berücksichtigt wurde. Das wird nicht bei allen Verlagen so gemacht.

Und noch etwas zum Bauen von eingescannten Baubögen: bauen von eingescannten Bögen, die mit dem einfachen Home-Scanner für 70€ oder einem Multifunktionsdrucker für 150€ erstellt wurden, setzen voraus, dass unbedingt „Original“ und „Fälschung“ verglichen werden müssen. Mein derzeitiger Scanner (Epson  XP-700) beispielsweise skaliert vertikal auf 100,8% und horizontal auf 99,4% und das ist unbedingt zu berücksichtigen, weil das bei 10cm schon einen Unterschied von 0,8mm ausmacht. Das entspricht etwa 5 (!!!) Kartonstärken. Bei 25cm langen Bordwandteilen macht das dann schon 2mm aus. 2mm an Backbord plus 2mm an Steuerbord und schon fehlen am Bug oder Heck 4mm. Deshalb kann ich  Bastlern, die einen gescannten Bausatz bauen wollen, nur den Tipp geben, die Längen und Breiten der Teile mit einem Bildbearbeitungsprogramm entsprechend zu korrigieren.

Gewässerschutzschiff „Mellum“ – Das Original

Das Schiff wurde im August 1983 bei der Elsflether Werft AG auf Kiel gelegt und am 4. Juli 1984, nach Indienststellung durch den Bundesminister für Verkehr, als Flaggschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes Wilhelmshaven in Betrieb genommen. An den Baukosten von rund 38,5 Mio. DM hatten sich die vier Nordsee-Küstenländer beteiligt. Im Laufe der Zeit ist die „Mellum“ mehrfach modernisiert und nachgerüstet worden, zuletzt 1999 (Verlängerung um ca. 7,5 m zur Verbesserung der Längsstabilität), so dass Schiff und Ausrüstung dem neuesten Stand entsprechen.

Mellum 2005

Schiffsdaten
Rufzeichen: DBPG
Besatzung (Stamm- Crew): 16
Länge über Alles: 80,45m
Breite über Alles: 15,11m
Seitenhöhe bis Hauptdeck: 6,50m
Tiefgang (max.): 5,80m
Vermessung: 2546 BRZ/763 NRZ
Einsatzgeschwindigkeit: 15,6 kn

Hauptmaschinen: 4 x MAK- Diesel (je 1655 kW = 6620 kW)
Manövriereinrichtungen: 2 Verstellpropeller in Kortdüsen, 2 Flossenruder, 1 Bugstrahl (1150 kW)
Klassifizierung: GL+100 A5 M (Restricted International Service) E3 +MC E3 AUT, Water Cleaning Ship, Oil Recovery Vessel, Chemical Recovery Vessel

Einsatzstellen/- koordination, Einsatzgebiete
GS „Mellum“ wird grundsätzlich vom Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven betreut und eingesetzt.
Die Routineaufgaben werden vom Kapitän in Abstimmung mit der Schiffseinsatzzentrale des WSA weitgehend selbständig geplant und ausgeführt. Alle 2 Stunden meldet sich das Schiff beim Küstenwachzentrum (KüWaZ) Nordsee in Cuxhaven. Zusammen mit weiteren Schiffen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, des Bundesgrenzschutzes, des Seezolls, der Fischereiaufsicht und der Wasserschutzpolizei gehört die „Mellum“ damit zum Verband der im Bedarfsfall von der Küstenwache eingesetzten Flotte von Behördenschiffen.
Die Aktionsbereiche der „Mellum“ erstrecken sich nicht nur auf die Seeschifffahrtsstraße Jade und die Schifffahrtswege innerhalb des Amtsbezirkes des WSA Wilhelmshaven, sondern auf folgende Gebiete der Deutschen Bucht und darüber hinaus:

  • die Seeschifffahrtstraßen Ems, Weser und Elbe
  • das gesamte deutsche Küstenmeer in der Nordsee
  • die Ausschließliche Wirtschaftszone (Hohe See) einschl. des deutschen Festlandsockelbereiches bis hin zum sog. „Entenschnabel“
  • die Seegebiete nach dem Bonn-Abkommen
  • bedarfsweise die Ostsee
  • Aufgrund bilateraler Vereinbarungen mit Dänemark (DENGER-PLAN) und den Niederlanden (NETHGER-Plan) kann GS „Mellum“ bei Bedarf auch im internationalen Bereich zur Schadstoffunfallbekämpfung angefordert werden.

Brandbekämpfung
Der Bund ist gemäß dem Bundeswasserstraßengesetz auf den Seewasserstraßen und den angrenzenden Mündungstrichtern der Binnenwasserstraßen nach Maßgabe einer mit den Ländern zu schließenden Vereinbarung zuständig für Brände, die den Verkehr behindern können. Zweck solcher Verwaltungsvereinbarungen ist die gegenseitige Unterstützung und Hilfeleistung bei Schiffsbränden, die Sicherheit des Schiffsverkehrs auf den Wasserstraßen bedrohen. Der Bund stellt zur Bekämpfung solcher Schiffsbrände geeignete Schiffe und technisches Gerät zur Verfügung und beteiligt sich an den Kosten für Personal und Ausrüstung der für den Einsatz vorgesehenen Feuerwehren.

Zur Brandbekämpfung bei Hilfeleistung stehen 5 über Fernbedienung vom Brückenpult aus bedienbare Monitore (Löschkanonen) zur Verfügung:

  • Aufbaudeck: Monitore für Wasser/Schaum, 4.000 l/min., 11 bar
  • Traverse über Peildeck: Monitore für Wasser, 4.000 l/min., 11 bar
  • Telekopmast (Bb): 1 Monitor für Wasser, 20.000 l/min., 12 bar (Versorgung erfolgt durch Feuerlöschpumpen Bb/Stb-HM.)

Hilfeleistungen
Für Hilfeleistungen an havarierten Fahrzeugen, insbesondere für das Schleppen von manövrierunfähigen Tankern, sind eine Schleppwinde mit 35 t Zugkraft und eine Bremswinde mit 300 t Haltekraft vorhanden, der Pfahlzug beträgt 100 t. Der 1.000 m lange Schleppdraht hat einen Durchmesser von 62 mm. Beim Schleppeinsatz wird die Schlepptrosse auf dem Achterdeck durch hydraulisches Schlepppfosten geführt.

Eisbrechen
Wenn sich in strengen Wintern auf den deutschen Ostseerevieren schifffahrtsbehinderndes Eis bildet, wird GS „Mellum“ der Zentralen Eisdienststelle der WSD Nord in Kiel-Holtenau unterstellt und als Eisbrecher zwischen Flensburg und Kieler Förde, Lübecker Bucht und Rügen eingesetzt. Allein im Februar und März 1996 sind dabei 61 einzelne Verschleppungen und 228 Hilfeleistungen durch Aufbrechen von Fahrrinnen für im Eis festsitzende Schiffe durchgeführt worden. Das Schiff ist mit Eisbrechersteven und verstärkter Bordwand ausgerüstet und entspricht der Eisklasse E3 des Germanischen Lloyds.

Quelle: www.wsa-wilhelmshaven.de

Meine „Bastelstube“ ist fertig

Moin Moin

Seit dem letzten Wochenende kann ich meine Bastelstube endgültig wieder klar melden. Meine kleine Marineecke mit den Wappen der Marineschulen und des 1.U-Boot-Geschwaders aus meiner aktiven Zeit ist ebenfalls fertig. Das Erbstück eines Gemäldes zeigt das Schlachtschiff „Gneisenau“ (rechts) neben dem Segelschulschiff „Horst Wessel“ (der heutigen „Eagle„) und die „Scharnhorst“ (links). Alles hat seinen Platz gefunden und die Kartonwerft kann wieder ihren Betrieb aufnehmen. Und so werde ich wohl mit der „Mellum“ weitermachen, so dass sie spätestens zur geplanten Internationalen Modellbauausstellung in Lübeck fertig ist, vielleicht schon zum Tag des Kartonmodellbaus in Flensburg . Der Weiterbau der „Cap Arcona“ (interner Projektname „Klappercona“) wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

Insgesamt ist (nicht nur) mir aufgefallen, dass ich nach dem EGV und der „Baden“ nur noch wenig Lust auf Schiffsmodelle habe. Deshalb suche ich eine andere Herausforderung im Kartonbau. Ich könnte mir vorstellen, dass ich als nächstes Modell eine „Tante JU“ in 1:33 baue. Die würde hier oben unter dem Dach richtig gut von der Firstfette herunterhängen können. Genauso gerne möchte ich mal etwas architektonisches bauen – vielleicht von L’Instant Durable die „Cathédrale de Reims“ oder den „Mont Saint-Michel“. Angefangen habe ich ja vor langer Zeit auch einen Truck von Epson Nakajima Racing, in dem 6 Rennwagen untergebracht werden können. Dazu gibt es viel Zubehör, um einen Pitstop entsprechend darstellen zu können. Also, mal sehen, was nach der „Mellum“ so geht.

So, hier nun ein paar Bilder vom Dachjuchhe…

Marineecke Kleine Modelle Giebelwand Große Modelle Basteltisch

Dies war der Ausgangszustand …

Dachboden1

und zwei Zwischenstände:

Dachboden2 Dachboden3

Während des Umbaus/Umzugs in den letzten Wochen habe ich mich abends mit dem Neuzeichnen eines Modells von Piet gewidmet, welches abverkauft ist. Mit dem Neuzeichnen geht auch eine halbe Neukonstruktion einher, insbesondere die der Spanten, so dass Etage für Etage gebaut wird. Ob’s klappt? Mal sehen. Mein konstruktionsbegleitender „Kontrollbau“ lässt sich gut an und verlangt hier noch ein paar Zehntel mehr oder dort noch ein paar Zehntel weniger. Vielleicht geht es diese Woche an den Anbau der Bordwände. Spannend wird bei der Anzahl der Fenster, ob wirklich alle Spanten hinter den Rahmen liegen und auch bei ausgestichelten Fenstern nicht zu sehen sind. Als Vorgeschmack sind hier die ersten Anleitungsbilder zu sehen.

Neuauflage

Um welches Modell es sich hierbei handelt wird wohl nicht so schwer zu erraten sein. Aber diejenigen, die sich schon mal mit dem Modell beschäftigt haben, müssten schon die gravierenden Unterschiede erkennen.

„Pharos“ – Eigene Zusatzteile (2)

Nun sind die letzten Laternen fertig. Damit man einmal die Größe sieht, in der sich das alles bewegt, habe ich mal 4cm² der Schneidmatte abgelichtet.

Pharos 151

Die kleine rote Laterne sitzt auf dem Kran. Die beiden Weiß sind die ‚Rücklichter‘, die so genannten Hecklaternen des Schiffes und sitzen am kleinen Mast auf dem Krandeckshaus.

Pharos 152 Pharos 153

Bild 154 zeigt die Backbord-Positionslaterne. Gleich daneben noch einmal die Löschkanone (war übrigens auch nicht von JSC vorgesehen).

Pharos 154

Ich habe doch noch etwas gefunden, was mir an den Aufbauten fehlte. Zum einen die Namenszüge PHAROS an der oberen Reling, dann die IMO-Kennung und ein Handlauf an der Stelle, an der gemäß JSC-Bauplan ein Laufsteg um die Brückenscheiben sein sollte. Diesen habe ich jedoch entfernt, da es ihn einfach nicht gibt.

Pharos 155 Pharos 156

In den nächsten Bastelstunden habe ich mich mit den Tonnen beschäftigt. Aus der englischsprachigen Anleitung konnte ich lesen, dass diese auf dem Arbeitsdeck ‚verzurrt‘ werden sollen. Dazu seien kleine Ösen aus Draht an die Schwimmkörper anzubringen.

Für eine probeweise aus gescanntem Material gebaute Tonne habe ich Klingeldraht von seiner Isolierung befreit, kleine Löcher in den Deckel der Tonne gestochen, den Draht gebogen, durchgesteckt und von der Unterseite mit Sekundenkleber befestigt. Nach längerem Begutachten des Stücks kam ich zur Erkenntnis: die Ösen sind zu dick. In Originalgröße hätten die Ösen eine Materialstärke von 62,5mm. Dann habe ich im Keller nach anderem Material gesucht und Kupferlitze gesehen. Die einzelnen Seelen habe ich mit Lötzinn versehen und dann, wie oben schon erwähnt, verarbeitet. Alles weitere sollte auf den Bildern zu sehen sein. Bild 160 ist eine Ausschnittsvergrößerung von Bild 159 und sollte die klitzekleinen Ösen zeigen.

Pharos 158 Pharos 159 Pharos 160 Pharos 161

Die nächsten Schritte sind, dass die einzelnen Teile zusammenzusetzen sind. Dazu kommen noch jeweils 4 Servicedeckel (oder Revisionsklappen) – das sind die 6eckigen Teilchen. Die noch nicht ausgestanzten Teile auf Bild 163 sind die Lasercuts für die Tonnenkennungen. Die Rote und Grüne sind jeweils Fahrwassertonnen, während die Schwarze eine Gefahrenstelle kennzeichnet. Leider fehlen bei allen Tonnen die Topzeichen. Bei den Fahrwassertonnen müssen sie auch nicht unbedingt sein, aber bei der Gefahrentonne gehören zwei schwarzen Bälle drauf.

Pharos 162 Pharos 163

Die Tonnen sie sind fertig.

Pharos 165

Auf dem nächsten Bild sind die ‚Augen‘ auf dem Arbeitsdeck zu sehen, an denen die Tonnen seefest verzurrt werden.

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Dann will ich die Tonnen mal schnell an Bord bringen und verzurren…

Pharos 167 Pharos 168 Pharos 169

Zuerst wollte ich sie mit Nylongarn festmachen – das ging gleich gar nicht. Dann habe ich das Garn genommen, mit dem ich den Kran ‚bestückt‘ habe – zu dick. Also habe ich es wieder mit der Litze probiert – das geht gut.

Nun geht es an die letzte Tonne, welche wieder etwas größer ist und dann an den Kran gehängt wird. Damit das Garn vom Kran nicht gar so durchhängt, werde ich der Tonne etwas Gewicht in Form von zwei selbstsichernden M6-Muttern, zwei kleinen Unterlegscheiben und einen mittleren ‚Quetsch‘ Sekundenkleber mitgeben. Deckel drauf – fertig. Im Eifer des Gefechts habe ich vergessen ein Bild zu machen, aber man spürt es am Gewicht der Tonne, dass da etwas drin ist.

Die Tonne hängt. Das ist die gute Nachricht. Ich bin auch mit der Ausführung der Haken zufrieden. Auch die Seillänge ist 97%ig gleich.

Pharos 170

Wenn der Kran unten ist, dann ist die Tonne sogar senkrecht. Klar, das muss auch so sein, denn in dieser Lage des Auslegers habe ich das Garn ja auch abgeschnitten.

Pharos 171

Aber wenn ich den Ausleger nach oben bewege, dann arbeitet die Elektronik zur automatischen Nachführung der Seillänge nicht richtig und die Tonne hängt schief.

Pharos 172

Während dieser ganzen Bastelei am und mit dem Kran ist der drehbare Teil (genauer: der Teil der in der runden Aufnahme auf dem Deckshaus steckt) etwas labil geworden. Das musste auch so kommen, schließlich fehlt am Kran unten ein ‚Deckel‘. Der ist von JSC nicht vorgesehen, aber meines Erachtens zwingend notwendig, um dem Kran bei der Drehbarkeit und dem Heben und Senken mehr Stabilität zu geben.

Pharos 173

Nun kommt das Hubschrauberfanggitter an die Reihe. Also, JSC liefert im Lasercutsatz zwei Rahmen für das Gitter mit (siehe Bild 175). Wie das Gitter laut JSC herzustellen ist, das war mir egal, denn ich hatte da ein Saeman-Ätzteil 0,4 x 0,4mm.

Pharos 175

Der erste Versuch war, dass ich das erste kleine Rechteck aus dem Lasercut-Rahmen geschnitten habe, auf das Gitter gelegt und dann dieses kleine Teil aus dem Gitter geschnitten habe. Anschließend das Gitterteil in die Lücke des Rahmens, den Sekundenkleber minimalst drauf und … SCHEIBENKLEISTER .. alles bleibt auf der Schneidmatte kleben – innerhalb von 3 Sekunden!!! Ich hatte nicht den Hauch einer Chance!!!

Als ich damals das Hubschrauberdeck ausgeschnitten habe, da habe ich gleich dieses gedruckte Gitter abgeschnitten und gut zur Seite gelegt.

Pharos 176

Nun habe ich das gut weggelegte Teil als Schablone genommen, mit Filzstift die Konturen auf das Ätzteilgitter übertragen und mit der Schere ausgeschnitten. Aus dem Lasercutrahmen habe ich sämtliche kleinen Rechtecke entfernt, den Rahmen ordentlich mit der Flinken Flasche eingekleistert, die beiden Gitterteile drauf gelegt und mit der Pinzette vorsichtig angedrückt.

Pharos 177

Die verbrannten braunen Spuren stammen wohl noch vom Laserschnitt … oder sind das die Schweißer gewesen?

Nach dem Trocknen konnte ich den Rahmen samt Ätzteilgitter vorsichtig von seinem Kartonträger abschneiden und auf dem Deck aufkleben. Alles passt einwandfrei. Der Hubi war ja schon fertig und steht nun auf seiner angestammten Position.

Pharos 178 Pharos 179 Pharos 180

Hier kommt nun das letzte Bild meines Bauberichtes. Auf einem Originalphoto konnte ich sehen, dass die Tonnen auf dem Deck mit gelben Zurrbänder befestigt sind. Also habe ich die Litze entsprechend angepönt. Vor dem Kranhaus habe ich noch eine Tonne in die hydraulisch betriebenen Haltebacken gesetzt.

Pharos 181

Tja, das war der Bau der Pharos. Etwas stressig war es schon, denn ich habe sie innerhalb von 72 Tagen an 40 Tagen mit 87 reinen Bastelstunden fertiggestellt.

Dieser JSC-Bausatz (mein erster) hat mir trotz allem unheimlich viel Spaß gemacht. Die Passgenauigkeit ist einwandfrei und zum Supern des Modells gibt es unzählige Möglichkeiten. Irgendwann werde ich auf jeden Fall noch das Schwesterschiff Galatea bauen. Dann aber ohne Superung und auch nur die einfachen Boote und der einfache Kran. Dann erkennt man erst den Unterschied zwischen Modellbau und Modellbau.

Hier ein Auszug aus meiner Liste der zum Originalbausatz hinzugefügten Superungen: Ankertaschen, Anker, ausgestanzte Bullaugen und Fenster, Speigatts, Reling, Reling, Reling, Inneneinrichtung (Salon, Büro, Brücken), komplettes Deck mit Ankerwinschen und Pollern unter dem Hubschrauberdeck, Scheinwerfer, Laternen aller Art, drei Masten, Antennen, Feuerlöschmonitore, Feuerlöschkästen, Handläufe, Namensschild, IMO-Nr., Gitter am Hubi-Deck…

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