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Nur mal so zwischendurch …

Moin Moin…

… liebe Blogger.

An dieser Stelle möchte ich mich mal bei allen bedanken, die meinen Blog in den letzten Wochen und Monaten begleitet haben. Der Zuspruch und die lieben Worte bei den Treffen und Veranstaltungen sowie die Mails, die ich erhalten habe, geben mir die Zuversicht und Bestätigung, dass ich mit dem Blog auf genau dem richtigen Wege bin. Naja, und die Zahl der „echten“ Klicks spricht für sich. Ich weiß aber auch, dass ein Blog vom Inhalt lebt und der muss aktuell bleiben.

In den letzten Wochen habe ich hier nicht allzu viele Neuigkeiten geschrieben. Das hängt damit zusammen, dass nach der Abgabe des Kontrollbaus des „Clubmodells 2012“ Mitte Dezember bei mir irgendwie „die Luft raus“ war. Nach den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel kam dann noch eine umfassendere Neuausstattung in der Möblierung meines Wohnzimmers dazu. Wegen der Lieferzeiten und der bereits abgebauten alten Möbel war die Lebensqualität doch etwas reduziert, was mich auch nicht unbedingt zum Basteln motivierte.

Nun hat alles wieder seinen Platz gefunden und es könnte wieder losgehen … und das wird es auch. Die „SMS Baden“ ist so gut wie fertig. Da fehlen (eigentlich) nur noch die Beiboote, die leider nicht alle so ohne weiteres aus dem Bogen baubar sind und umfangreichere Neukonstruktionen vieler Teile erfordern. Und deshalb werde ich spätestens in der übernächsten Woche mal mit einer anderen Baustelle, der „Nordstjernen“, weitermachen und sie fertigstellen. Danach steht der Baubericht zur „Nordstjernen“ relativ zeitnah als PDF-Download zur Verfügung. Ebenso möchte ich endlich den Baubericht zum EGV abschließen und ihn wegen seiner umfangreichen Bebilderung als Download in zwei Dateien zur Verfügung stellen.

Also, ihr seht, es geht wieder weiter … und ich komme in 2013 langsam wieder auf Drehzahl.

Lieben Gruß aus der schönsten Hansestadt der Welt
Jabietz

Tag des Kartonmodellbaus in Flensburg

Am gestrigen Sonntag fand im Flensburger Schifffahrtsmuseum ein „Tag des Kartonmodellbaus“ statt. Veranstalter waren das Museum und die über den Norden der Republik hinaus bekannte Interessengemeinschaft „Kartonmodellbau zwischen den Meeren“. Und gleich vorweg das Resumé: es war ein voller Erfolg. Alle Aussteller hatten zum Ende der Veranstaltung ein leichtes Grinsen im Gesicht ob des hohen Zuspruchs der Besucher. Es wurden jede Menge Modelle gezeigt und was viele Besucher besonders beeindruckte, war, dass das Basteln live gezeigt wurde. Und dadurch kamen natürlich viele Praxis-Fragen auf: wie machen Sie dies, wie machen Sie das, womit kleben Sie dies und womit verstärken Sie das? Eine der häufigsten Fragen war jedoch „Ist das wirklich alles aus Papier?“

Ich persönlich hatte die „SMS Baden“ im Dock, den Bojentender „Pharos“, die Kranschute „Hartmut Riedemann“ und die W.D.R-Fähre „Rungholt“ dabei. Und genau diese kleine nordfriesische Fähre hatte fast mehr Bewunderer als die große „Baden“ im Dock, weil sie den meisten Besuchern von Kurz- oder Urlaubsreisen nach Föhr und Amrum bekannt ist. „Guck mal, Schatz, weißt du noch, daaaaa haben wir auf der Hinfahrt gesessen …“ war eine immer wieder zu hörende Anmerkung der staunenden Besucher.

Noch etwas zur Bastelei während der Veranstaltung: ich habe genau 15 Teile an meinem Bojentender „Galatea“ verkleben können, mehr Zeit gab die hohe Zahl der Besucher einfach nicht her. Und weil es Teile des inneren Schanzkleides waren, die überhaupt nicht auffielen, stellte man mir schon die Frage: „Ich denke, du wolltest basteln?!“ In der Mitte des Sonderveranstaltungsraumes war ein runder Tisch fürs Kinderbasteln vorbereitet. Dieser war zum „Leidwesen“ von Thomas immer voll besetzt, aber auch ihm hat man trotzdem den Spaß angemerkt … und das Leuchten in den Augen der Kinder, als sie ein einfaches Modell fertiggestellt hatten, entschädigte selbstverständlich gleich doppelt.

Was nehme ich nun mit aus der Veranstaltung? Ganz einfach: Ich komme wieder, keine Frage. Gerne würde ich öfter an Veranstaltungen und/oder Treffen vom „Kartonmodellbau zwischen den Meeren“ teilnehmen, aber die „europäische Randlage“ Flensburgs macht das leider nur selten möglich. Der Termin für die August-Veranstaltung in Dänemark ist aber vorgemerkt und wenn nichts dazwischen kommt, dann sollte meine Teilnahme möglich sein.

Mein Dank gilt allen Beteiligten, die diese Veranstaltung zu diesem tollen Erfolg geführt haben.

So, nun folgen ein paar Bilder, die ich ohne weitere Kommentare hier einstelle.

           

SMS „Baden“ – Treppen und Reling

Im Folgenden möchte ich ausführlich zeigen, wie ich die lasergeschnittenen Treppenteile mit Hilfe der Montagehilfe zusammengesetzt bekommen habe. Auf dem folgenden Bild ist links die „Ausgangssituation“ mit den Stufen und Wangen zu sehen, sowie rechts das fertige Produkt.

Zuerst werden alle Stufenteile in die schmalen Schlitze der Schablone gesteckt. Dazu bedarf es einer spitzen Pinzette und einer ganz ruhigen Hand.

Mit einem Stückchen Restkarton schiebe ich alle Stufen bündig durch die Schablone, so dass die Stufen auf der anderen Seite etwa 1mm heraus stehen. Die mit Weißleim versehene Treppenwange wird dann an diese überstehen Stufen geklebt. Nun darf das Ganze ein paar Minuten trocknen.

Nach dem Trocknen kann man die vorbereitete Treppenhälfte vorsichtig aus der Montagehilfe entfernen und mit der anderen Treppenwange samt Handlauf versehen.

Und wenn alles halbwegs vernünftig ausgerichtet und getrocknet ist, dann könnten die Treppen so oder besser aussehen:

Im nächsten Schritt waren die Relingteile dran. Der Baubogen selbst liefert für die Decks keine Relingteile mit. Diese sind aber im Lasercutsatz vorhanden. Leider lässt sich die Anleitung zu den Laserteilen des A-Decks nicht genau darüber aus, wo welches Relingteil genau hinkommt, deshalb hier eine Auflistung. Auf dem A-Deck beginnt die Reling vorne am Turm B mit Teil 3, dann kommen die Teile 4 und 2. Die Reling 1 schließt am achteren Lüfterkasten ab, wobei die Reling 1 um ein kürzeres Element (6mm) zu kürzen ist.

Alle anderen Relingteile der übrigen Decks sind in der Anleitung richtig beschriftet und passen sehr gut.

  

An dieser Stelle muss ich mal eine Lanze brechen. Als langjähriger Verfechter der Ätzteile komme ich nach dem Anbau der lasergeschnittenen Teile dieses Modell zu der Erkenntnis, dass auch die gelaserten Teile ihre Berechtigung haben. Schon alleine dadurch, dass man die Teile nicht lackieren muss, entsteht ein homogenes Bild. Mit der Montagehilfe für die Stufen ist auch der Bau der Treppen nicht mehr schwer. Vorteile habe ich beim Anbau der langen Relingteile darin gesehen, dass sie sich völlig problemlos dem nicht an jeder Stelle ebenen Deck anpassen. Das wäre bei den stabilen und fast verwindungssteifen Ätzteilen nicht ohne Verbiegen hinzubekommen. Des Weiteren ist die Reling des Hauptdecks so verwinkelt, dass man bei der geätzten Reling bestimmt sehr lange braucht, um die entsprechenden Winkel hingebogen zu haben – auch das ist bei der Kartonreling sehr viel einfacher; die grobe Richtung genügt. Ich werde zukünftig definitiv die Laserteile den Ätzteilen vorziehen.

So, und hier noch zwei aktuelle Gesamtaufnahmen vom Wasserlinienmodell.

SMS „Baden“ – Takelage (Teil 2)

Die Antenne zwischen Großmast und achterem Schornstein habe ich ebenfalls mit WonderWire gefertigt.

 

Auch die weiteren Antennenteile sind ausnahmslos aus dem Keramikdraht erstellt und mit Weißleim verklebt. Am achteren Mast ist der Ruderlagenanzeiger mit dem roten und grünen Kegel dazu gekommen.

Und so sieht dann das Schiff mit seiner Takelage aus. Mehr Antennen werde ich nicht anbringen. Ich hoffe, dass der lange Draht nach vorne zur Gösch auch einige Transporte des Modells überstehen wird, ansonsten werde ich das Teil durch Garn ersetzen müssen.

EGV „FFM“ – RAS-Schläuche (Teil 1)

Für die Herstellung der Schläuche hatte ich mir überlegt, dass ich sie aus Draht und Tonkarton mache. Da es zwei unterschiedliche Schlauchstärken gibt, habe ich den dicken Schlauch aus isoliertem Klingel-Draht gefertigt und die drei anderen Schläuche aus eben dem schwarzen Tonkarton, den ich dazu in schmale Streifen geschnitten habe. Nun könnte man meinen, das sähe nicht gut aus, weil der dicke Schlauch rund sein wird und die anderen platt. Das mag ja sein, aber das Vorbild zeigt, dass die Schläuche genau so an Bord hängen.

Die ersten Teile, die gebraucht wurden, sind die Schlauchaufhängungen in den Farben rot, gelb und grün – eine Menge Fleißarbeit.

An diese Aufhängungen werden die Schläuche geklebt. Aber welche Länge müssen sie haben? Dazu habe ich mir eine Art Schablone gezeichnet, in der maßstäblich das RAS-Portal abgebildet ist. Der unterste Strich gibt das Deck wieder und der Strich ca. 1cm darüber ist die Höhe, bis zu der die Schläuche herunterhängen sollen.

Als erstes kamen nun die „Draht“-Schläuche dran, die ich mit Sekundenkleber befestigt habe.

Und dann die schmalen Kartonstreifen. Als es ziemlich unübersichtlich wurde, war ich aber auch schon fertig.

Nun noch alles zusammenbinden …

… und am Portal aufhängen.

Zum Schluss kamen noch zwei Radome oben auf das Portal und dann war die RAS-Einheit fast fertig. „Fast“ deshalb, weil noch die Übergabeeinheit R60 sowie die Leine, die zum zu versorgenden Schiff übergeben wird, fehlt. Das kann aber erst angebaut werden, wenn die gesamte Baugruppe aufs Deck geklebt wurde.

Meine RAS-Einheit besteht aus 1310 Bauteilen, die ich in 58 Stunden an 33 Basteltagen zusammengesetzt habe. Hier ein paar Rundum-Ansichten der Baueinheit.

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