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    Sommerloch im Modellbau? Mitnichten!

    Publiziert in der Kategorie: Konstruktionsbüro | 7 Kommentare
    (9 Bewertung(en), durchschnittlich: 5,00 von 5)
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    Moin liebe Leser

    Momentan ist wohl wieder die Jahreszeit übliche „saure Modellbauzeit“. Bedingt durch Urlaube, Gartenarbeiten oder auch einfach Unlust wegen des schönen Wetters (in Travemünde hat es seit dem 1.Mai höchstens drei Regentage gegeben) ist auch in den einschlägigen Modellbauforen nicht allzu viel los.

    Bei mir ist es auch nicht unbedingt anders. Ich hatte mir vorgenommen, dass ich bei schönem Wetter auf der Terrasse konstruieren kann und bei schlechtem Wetter am Basteltisch die gezeichneten Bauteile verarbeite. Und so ist es nun gekommen, wie es ist. Auf Grund des wochenlangen schönen Wetters konnte ich an zwei Projekten gleichzeitig viel zeichnen. Zum einen ist es das norwegische Museumswalfangschiff „Southern Actor“ und zum anderen das Forschungsschiff „Poseidon“.

    Zur „Southern Actor“ ist meine Planlage nicht sehr aussagekräftig und auch die Fotos aus dem Internet sind überwiegend Gesamtaufnahmen und kaum Detailaufnahmen. Trotzdem ist die „Machbarkeitsstudie“ (so nenne ich den ersten gebauten Rumpf) schon recht weit gediehen, auch wenn viele Texturen noch nicht gezeichnet sind. Am 15.August werde ich im Rahmen unserer Skandinavien-Urlaubsreise in Sandefjord/Norwegen sein und das Vorbild hoffentlich ausgiebig ablichten können, damit ein typisches detailliertes KvJ-Modell entstehen kann.

    Southern Actor

    Bei der Brücke habe ich mal mit den Holztexturen gespielt und bin von folgendem Ergebnis ziemlich begeistert, auch wenn der Farbton etwas mehr rot vertragen könnte. Auch bei dem auf dem Stahldeck teilweise ausgelegten Holzdeck habe ich mir eine neue Struktur ausgesucht, mit der ich ausgesprochen zufrieden bin. Leider kommt das Ergebnis durch die Bildkompression nicht so richtig rüber, aber ich denke, man kann sehen,  wohin es geht.

    Southern Actor Southern Actor

    Die Pläne der „Poseidon“ sind deutlich besser, aber leider nicht auf dem neusten Stand. Trotzdem habe ich auch hier die „Machbarkeitsstudie“ begonnen und bin bereits beim Peildeck angekommen. Auch hier fehlen mir viele Detailaufnahmen, die ich jedoch während einer außerordentlichen Besichtigung im September machen darf.

    Die weiße Bordwand der Backbordseite war der erste Versuch und passt bis auf den Steven schon sehr gut. Bei der Steuerbordseite war ich mutiger und habe Farbe und das Schanzkleid (hier noch in weiß) spendiert. Beim nächsten Versuch ist dann auch der Steven perfekt.

    Poseidon Poseidon

    Die roten Linien an den Aufbauten markieren mir die Stellen, an denen ich bei der Besichtigung genauer hinsehen muss. Übrigens wird es bei diesem Modell auch wieder eine Brückeneinrichtung geben – der Noppenfußboden ist schon mal verlegt. Dafür ist das Loch steuerbordseitig im Deck vor der Brücke völliger Quatsch. Die Nische in der Wand ist in der Konstruktion mittlerweile komplett überarbeitet und sollte nun passen.

    Poseidon

    Beide „Machbarkeitsstudien“ weisen noch einige Ungenauigkeiten auf. Es fehlen hier und da immer wieder ein paar Zehntel, die für den konstruktionsbegleitenden Bau, der für die „Souther Actor“ ab September anläuft, bereits korrigiert sind. Des Weiteren fehlen sämtliche Rückseitendrucke, die Kanten sind auch nicht gefärbt und mit dem Klebstoff habe ich mich auch nicht unbedingt vorgesehen. Aber darum geht es zu diesem Zeitpunkt der Konstruktionen auch überhaupt nicht. Es ist eben meine Art ein Modell zu konstruieren und dadurch, dass ich das Modell auch selbst baue, kann ich die Ungenauigkeiten am besten feststellen und so dem Kontrollbauer eine schon ziemlich perfekte Konstruktion anbieten.

     

    7 Kommentare zum Thema Sommerloch im Modellbau? Mitnichten!

    1. Andreas Paul schrieb am 1. Juli 2018 um 08:49 Uhr

      Hallo Andreas,

      da geht es ja mächtig vorwärts mit Deinen Konstruktionen. Very well!

      Du schriebst: …und so dem Kontrollbauer eine schon ziemlich perfekte Konstruktion anbieten.
      Das kann ich nur bestätigen. Beim Thyssenschuber bin ich mittendrin bei Baugruppe 20 angelangt und hatte bis jetzt nur zwei Kleinigkeiten zu bemängeln. Nichts was einen hindert ein ordentliches Modell zu bauen. Da stellt man sich unwillkürlich die Frage, was so manche Bögen, die zum Verkauf freigegeben sind, eigentlich darstellen sollen? Versuchsmuster am Kunden? Gedruckt in großen Stückzahlen und in einer Qualität, die, sagen wir mal, nicht gerade perfekt daherkommt. Ich habe Bögen in meiner Sammlung, die vor 10/20 Jahren erschienen sind und ein ganz anderes Druckbild zeigen.
      Wenn ich da jetzt die Bilder von den Holztexturen sehe, die ja nur mit einen Tintenstrahldrucker gemacht worden sind (Okay, mit einem Luxusdrucker 😆 ), gibt einen das schon zu denken.

      Mit besten Gruß

      Andreas

      1. jabietz schrieb am 2. Juli 2018 um 08:32 Uhr

        Moin Andreas

        Vielen Dank!
        Bei anderen Verlagen steht vielleicht die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund und da ist dann kein Platz für passgenaue Konstruktionen oder gar Kontrollbauten. Dort zählt Geschwindigkeit statt Qualität.

        Lieben Gruß
        Andreas

    2. Fiete schrieb am 2. Juli 2018 um 07:53 Uhr

      Moin Andreas,

      die Holzverkleidung der Brücke sieht genial aus. Ich bin mal gespannt, wie Dein Abgleich mit dem Original ausfällt. Auf den Bildern, die so im Netz herum geistern, scheint der Ton etwas rötlicher zu sein.

      Aber Hut ab, das wird wieder ein kleines Schmuckstück…

      Beste Grüße
      Fiete

      1. jabietz schrieb am 2. Juli 2018 um 08:36 Uhr

        Moin Fiete

        Vielen Dank auch dir.
        Der Farbton lässt sich jederzeit noch ändern. Aber du hast Recht, die meisten Fotos zeigen einen rötlicheren Ton. Ich habe für meine Beispiel-Holzwand wahllos eine Aufnahme von einem Werftaufenthalt genommen und da scheint das Holz für die Lackierung wohl schon angeschliffen gewesen zu sein.

        Liebe Grüße
        Andreas

        1. Fiete schrieb am 2. Juli 2018 um 10:05 Uhr

          Das könnte es gewesen sein…

    3. Lars W. schrieb am 13. Juli 2018 um 19:40 Uhr

      Moin Andreas,
      na da freue ich mich schon sehr auf die „Poseidon“; schaut super aus (und auch die anderen Konstruktionen machen gut was her, auch wenn sie nicht ganz in mein „Beuteschema“ passen).
      Wünsche Dir viel Spaß weiterhin beim Konstruieren!
      Schöne Sommerzeit und lieben Gruß

      Lars

      1. jabietz schrieb am 16. Juli 2018 um 06:08 Uhr

        Moin Lars

        Beuteschema hin oder her. Ich denke, ich treffe insgesamt mit meiner Modellauswahl die breite Masse der Schiffskartonmodellbauer, und das ist mir wichtig. Wenn ich dann 2020 vielleicht noch die „Neuwerk“ schaffe, dann sollte für jeden etwas dabei sein.

        Liebe Grüße
        Andreas

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