Jahr: 2021 (Seite 10 von 11)

„Gotengo“ – Der Bohrmotor (Teil 1)

Der jetzt folgende Bohrmotor ist ein 14-Zylinder-Doppelsternmotor. Der Bau beginnt mit den Zylindern. Hier die Bauteile…

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Gestartet wird mit 31, 32 und 34 für die sieben Zylindern der ersten Reihe. Aus diesen drei Bauteilen ist nun der Zylinderkopf zu bauen…

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Dazu werden zunächst alle drei Bauteile vorgeformt. 34 wird zu einem Zylinder verklebt und 32 unten zu einem offenen Kegelstumpf, während 31 eine Doppel-s-Form annehmen soll.

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Bevor die Lasche von 32 umgeknickt und mit der gegenüberliegenden Seite verklebt wird, klebe ich den Zylinder 34 von unten in 32 ein. Dabei kann man den Weißleim wunderbar von oben einbringen.

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Nun wird die lange Lasche von 32 leicht gebogen, umgeknickt und verklebt. Von den Enden der seitlichen Streifen werden die Ecken umgeknickt und mit der Kante auf die Kante der langen Lasche geklebt.

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Die Doppel-S-Form der Ventildeckel 31 passt allerdings nicht so gut, weswegen ich mir dem Ergebnis meiner Zylinderköpfe auch nicht bei jedem wirklich zufrieden bin. Interessanter ist in dem Moment jedoch, dass die Abwicklung des Zylinderkopfes nur aus drei Bauteilen besteht und dann bin ich doch wieder zufrieden.

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Damit ist die erste Reihe der Zylinderköpfe des Sternmotors fertig.

„Gotengo“ – Anker und Leitern

Um diese Bauteile geht es in diesem Abschnitt…

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Die Baugruppen 22 bis 24 bilden die Ankerwinde und werden, wie schon aus den vorherigen Bauteilen bekannt, vorbereitet und zusammengeklebt. Bei 25 die roten Kreisflächen entfernen und auf die jeweiligen Markierungen von 24 kleben. Der Anker sieht etwas komisch aus, soll aber so gebaut werden. Leider fehlt der Rückseitendruck, weswegen ich hier noch etwas nachfärben werde.

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Nach dem Durchstecken von 24 durch die Löcher von 22 lässt sich 24 wunderbar von unten mit Weißleim verkleben.

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Und wenn die einzelnen Baugruppen miteinander vereint sind, sieht meine Ankerwinde mit Anker und Ankertasche so aus…

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Zuletzt werden noch diverse Gitter, Leitern und Handläufe ausgestichelt, die, wie auch die Ankerwinde, wieder zur Seite gelegt werden.

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„Zur Seite“ sieht es bei mir nach insgesamt 10 Stunden Bastelzeit und 93 Bauteilen mittlerweile so aus…

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„Gotengo“ – Tiefenrudersteuerung

Die nächsten Stunden werde ich mich mit diesen Bauteilen beschäftigen…

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Der Boden 11 wird verdoppelt. 12a ergibt einen Stuhl mit zwei Armlehnen, 12b ein Pult und 12c ist ein Öltank. Die Bauteile werden auch zunächst zur Seite gelegt.

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Bei Teil 13 sind die roten Flächen minimal größer auszuschneiden, damit die Röhre 16a hindurchpasst. Die offenen Seiten von 16a werden mit den Scheiben 16b und 16c geschlossen, während 13 wieder zu einem halbzylindrischen Körper geformt wird. Achtung: die beiden Baugruppen sind spiegelbildlich zu bauen und nicht baugleich, wie ich Dussel es gemacht habe. Das bedeutet, dass ein Bauteil 13 anders herum aufgeklebt werden muss. Dann sind hier die Markierungen allerdings nicht ganz richtig, weswegen ich es falsch gemacht habe.

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Nachdem 13 mit 16 verbunden ist, wird jeweils Teil 14 mit einem Handrad 15 angeflanscht. Aus 17a sind wieder die roten Flächen zu entfernen, die Teile zu runden und auf der geschlossen Kante von 17a mit 17b abzuschließen. Achtung: auch auf dem nächsten Bild sind die beiden Baugruppen nicht spiegelbildlich.

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Die Röhren 16 werden nun durch die Öffnungen von 17a geschoben. Zur Größeneinordnung habe ich mal eine Baugruppe zwischen die Finger genommen.
Achtung: auch hier sind die beiden Baugruppen noch nicht spiegelbildlich.

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Auf dem nächsten Bild sind die vorbereiteten Baugruppen 18 und 19 zu sehen.

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Der Zusammenbau folgt durch das Einstecken von 18c-e in die Öffnung von 19l bzw. 19r an der weißen Fläche und dem oberen Abschluss mit der Scheibe 19b. Danach soll 18 in die Öffnung von 18d gesteckt werden, was bei mir erst durch vorsichtiges Vergrößern des Loches möglich ist. Auf dem folgenden Bild ist die neue spiegelbildliche Version des zweiten Ruderantriebs zu sehen. Damit geht es jetzt mit den richtigen Varianten weiter.

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20a und 20 b sind zu runden und übereinander zu stülpen. Bei den Teilen 20l und 20r ist der kleine rote Kreis nicht auszuschneiden. Hier wird das zu rundende Teil 21b aufgeklebt. Auf dem nächsten Bild sind links die vorbereiteten Bauteile und rechts die fertige Baugruppe zu sehen.

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Beim Ruderblatt 21l/r sind die Bilder in der Bauanleitung nicht ganz eindeutig, das Bauteil lässt aber auch kaum Abweichungen im Bau zu.

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Jetzt werden 20/21 verbunden und dann sieht es nach drei Bastelstunden bei mir so aus …

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Alle Baugruppen werden zunächst wieder zur Seite gelegt.

„Gotengo“ – Raum für den Bohrmotor

Hinter dem Bohrkopf folgt ein Raum für den Bohrmotor. Die Bauteile 6 bis 10 sehen wie folgt aus…

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Bei den Teilen 6 und 7 sind fünf rote Flächen auszuschneiden; gleiches gilt für 8a. Bei 8b und 9a bis 9d sind keine roten Flächen zu entfernen, während bei 10 die runde Fläche in der Mitte auszuschneiden ist. Die vorbereiteten Bauteile sehen so aus…

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8b ist gemäß googleübersetztem Text in eine Kamaboko-Form zu bringen. Da hat mich ja nun wirklich interessiert, was das sein könnte. Wikipedia schreibt: „Als Kamaboko werden japanische Nahrungsmittel aus verarbeitetem Fischfleisch bezeichnet. Sie sind eine spezielle Art von Surimi, für die weißes Fischfleisch (oft vom „Alaska-Seelachs“) püriert und zu charakteristisch geformten Laiben geformt wird, die dann gedämpft werden, bis sie gar sind und eine feste Textur haben. [..] Kamaboko wird typischerweise in halbzylindrischen Stangen verkauft.“ Alles klar. Hier noch ein Bild dazu…

Also werden der obere und untere Drahtschneider 8b jeweils zu einem halbzylindrischen Körper geformt und auf die Markierungen auf der Rückseite von 8a geklebt. Das war gemäß Bauanleitung hier schon alles und die Bauteile werden zunächst zur Seite gelegt.

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„Gotengo“ – Kegelbohrer

Los geht’s…

… und zwar mit ein paar Hinweisen. Nach eingehendem Studium der ersten Bauschritte ist mir aufgefallen, dass die Nummerierung etwas anders als ist, als ich es gewöhnt bin. Gibt es mehrere Bauteile pro Nummer (z.B. bei der „1“), dann beginnt die Nummerierung mit „1a“ und es folgt „1b“ und „1c“. Gibt es nur ein Bauteil pro Nummer (z.B. die „3“), dann ist diese Nummer auch die Bauteilnummer. Das ist OK und kann man gut so machen. Die zweite Sache ist, dass es keine Schraffur für auszuschneidende Flächen gibt sondern eine rote Fläche oder auch nur einen roten Strich. Das kann bei roten Bauteilen zum Problem werden. Und noch eine Sache: es werden sämtliche Baugruppen bis Teilenummer 53 nur vorbereitet und danach erst zusammengesetzt. Ich werde mich daran halten und der Empfehlung des Konstrukteurs folgen.

Des Weiteren hinkt dieser Baubericht dem Baufortschritt deutlich hinterher, denn ich habe den Bogen bereits vor längerer Zeit angeschnitten und bisher ganz gute Fortschritte gemacht.

Der Bau beginnt mit dem Kegelbohrer der Baugruppen 1 bis 5. Es ist ein zweistufiger Kegel, dessen Winkel in der Mitte geringfügig geändert wurde und mit Nuten versehen ist.

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Auf Bild 5 sind oben 9 merkwürdig gezeichnete Bauteile der Baugruppe 4 zu sehen, auf die ich etwas später eingehe. Zunächst ist 1a zu einem Kegelstumpf zu formen und mit der Klebelasche 1b zu verkleben. Gleiches gilt für den Kegelstumpf 2a und Klebelasche 2b. Kegelspitze 5 wird stumpf verklebt. Nach dem Zusammenkleben der einzelnen Baugruppen wird der Bohrkegel auf die Grundplatte 5 geklebt.

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Nun zu den merkwürdigen Bauteilen 4a bis 4i. Diese neun Teile werden die Schneiden des Kegelbohrers. Das Ausschneiden der Teile ist etwas tricky und man muss ziemlich aufpassen. Ich, als Scherenschnippler, habe irgendwann meinen Weg gefunden diese filigranen Streifen unfallfrei auszuschneiden. Wie das mit einem Skalpell oder Cuttermesser funktionieren soll, kann ich nicht sagen und mag ich mir gar nicht vorstellen.

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Nicht nur zur besseren Handhabung sollte man jeweils am Fuß des Bauteiles etwas mehr Restkarton mit der Bauteilbezeichnung stehenlassen. Da diese neun Teile alle unterschiedliche Schattierungen haben, werden sie auch in ihrer Reihenfolge von einem bestimmten Punkt an auf den Kegel geklebt.

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Sind nach etwa einer Stunde alle neun Teile ausgeschnitten, dann sieht es vor und nach dem 30-minütigem Kantenfärben vermutlich auf den meisten Schneidmatten so aus …

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Beim Bau müssen die Teile im Querschnitt in eine U-Form gebracht werden. Dazu habe ich die Kanten Zentimeter für Zentimeter stumpf mit Weißleim verklebt und die kurzen Abschnitte ausreichend trocknen lassen. So kann man nach und nach die 9 Schneiden herstellen.

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Die erste fertige Schneide sieht bei mir so aus…

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Nebenbei habe ich mich gefragt, welchen Maßstab das Modell wohl haben könnte? Bei der Recherche bin ich im Internet auf unzählige Seiten zu dem Vorbild gestoßen – einfach unglaublich, was die Filme in Japan für einen Hype ausgelöst haben. Das Vorbild ist offenbar 150 m lang. Wenn ich nun die relevanten Bauteile abmesse, dann komme ich ziemlich  genau auf eine Länge von 50 cm, was einen Maßstab von 1:300 entspräche.

Beim Verkleben des zweiten Streifens der Schneide ergibt sich fast von alleine die Schraubenform, die es benötigt, um auf den Kegelbohrer geklebt zu werden. Die Abwicklung dieser Bauteile war sicherlich nicht einfach und deshalb gebührt dem Konstrukteur hierfür mein Sonderlob. Die 9 fertigen Schneiden dürfen nun über Nacht trocknen.

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Nun zeigt sich, dass die Idee, die Bauteilnummer noch nicht abzuschneiden, eine gute Idee war. 4a kann aus dem „Haufen“ genommen und nach dem Abschneiden des jetzt überflüssigen Kartons auf den Kegel geklebt werden.

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Auch hier ist ein Ankleben nur zentimeterweise möglich – und das dauert dann eben seine Zeit, bis der Bohrkegel fertig ist.

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Mit dem Ende dieser Schneiden an der Spitze war ich zunächst nicht ganz zufrieden und habe die Kegelspitze 5 wieder abgepult und durch eine neue und etwas längere Kappe ersetzt. Nun gefällt mir die Spitze schon deutlich besser. Nach insgesamt viereinhalb Stunden Bastelzeit sieht mein Bohrkegel so aus…

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Begeistert hat mich die konstruktive Abwicklung. Chapeau!

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