Jahr: 2013 (Seite 14 von 15)

SMS „Baden“ – Takelage (Teil 2)

Die Antenne zwischen Großmast und achterem Schornstein habe ich ebenfalls mit WonderWire gefertigt.

 

Auch die weiteren Antennenteile sind ausnahmslos aus dem Keramikdraht erstellt und mit Weißleim verklebt. Am achteren Mast ist der Ruderlagenanzeiger mit dem roten und grünen Kegel dazu gekommen.

Und so sieht dann das Schiff mit seiner Takelage aus. Mehr Antennen werde ich nicht anbringen. Ich hoffe, dass der lange Draht nach vorne zur Gösch auch einige Transporte des Modells überstehen wird, ansonsten werde ich das Teil durch Garn ersetzen müssen.

EGV „FFM“ – RAS-Schläuche (Teil 1)

Für die Herstellung der Schläuche hatte ich mir überlegt, dass ich sie aus Draht und Tonkarton mache. Da es zwei unterschiedliche Schlauchstärken gibt, habe ich den dicken Schlauch aus isoliertem Klingel-Draht gefertigt und die drei anderen Schläuche aus eben dem schwarzen Tonkarton, den ich dazu in schmale Streifen geschnitten habe. Nun könnte man meinen, das sähe nicht gut aus, weil der dicke Schlauch rund sein wird und die anderen platt. Das mag ja sein, aber das Vorbild zeigt, dass die Schläuche genau so an Bord hängen.

Die ersten Teile, die gebraucht wurden, sind die Schlauchaufhängungen in den Farben rot, gelb und grün – eine Menge Fleißarbeit.

An diese Aufhängungen werden die Schläuche geklebt. Aber welche Länge müssen sie haben? Dazu habe ich mir eine Art Schablone gezeichnet, in der maßstäblich das RAS-Portal abgebildet ist. Der unterste Strich gibt das Deck wieder und der Strich ca. 1cm darüber ist die Höhe, bis zu der die Schläuche herunterhängen sollen.

Als erstes kamen nun die „Draht“-Schläuche dran, die ich mit Sekundenkleber befestigt habe.

Und dann die schmalen Kartonstreifen. Als es ziemlich unübersichtlich wurde, war ich aber auch schon fertig.

Nun noch alles zusammenbinden …

… und am Portal aufhängen.

Zum Schluss kamen noch zwei Radome oben auf das Portal und dann war die RAS-Einheit fast fertig. „Fast“ deshalb, weil noch die Übergabeeinheit R60 sowie die Leine, die zum zu versorgenden Schiff übergeben wird, fehlt. Das kann aber erst angebaut werden, wenn die gesamte Baugruppe aufs Deck geklebt wurde.

Meine RAS-Einheit besteht aus 1310 Bauteilen, die ich in 58 Stunden an 33 Basteltagen zusammengesetzt habe. Hier ein paar Rundum-Ansichten der Baueinheit.

EGV „FFM“ – weitere RAS-Winden und deren Seilführung

Die nächsten acht Winden, die zu bauen sind, hören auf Namen wie Einholwinde, Ausholwinde, Spanntrossenwinde und Drahthochleinenwinde. Beim Bau hat sich mir der jeweilige Sinn nicht komplett erschlossen, aber ich habe eine Ahnung bekommen, wie das ganze funktionieren könnte. Hier zunächst die Bauteile…

Und hier die fertigen Winden 46 und 47 … und auf ihrer Position unter dem RAS-Portal.

Und wenn die anderen vier Winden 48 bis 51 fertig sind, dann muss man mit den Seilen schon ganz schön aufpassen, dass sie sich nicht untereinander vertüdeln.

Bei der Baugruppe 52 ist der Hinweis auf dem Teilebogen, dass man die Anleitungsseiten 54-55 beachten möge, falsch. Richtig ist die Abbildung 58 auf Seite 34. Der Bau dieses „Hakens“ ist frickelig, aber sehr gut machbar.

Im weiteren Verlauf sind jede Menge Umlenkrollen in den Farben rot, gelb, grün und grau zu bauen. Diese kommen oben an das RAS-Portal und dienen der Seilführung.

Zwei Spannzylinder kommen auch noch unter das Portal. Das zugehörige Garn ist durch die ersten Umlenkrollen gefädelt und mit angehängten Pinzetten stramm gezogen. Nun wartet ein kleiner Tropfen Weißleim in der Umlenkrolle, dass er trocknet.

Und so nach und nach kommt dann jedes einzelne Garn durch seine Rolle(n). Der Verlauf ist aus den unterschiedlichen Anleitungsbildern ganz gut ersichtlich, aber leider nicht ganz eindeutig. Bei mir sieht es jedenfalls so aus…

Bevor es dann mit der Fertigung der Schläuche weiter geht, hier zwei Stellproben auf dem Rumpf.

SMS „Baden“ – Takelage (Teil 1)

Ich werde die Takelage wohl weitestgehend mit WonderWire fertigen. Um nun die Länge eines Stückes zwischen den Rahen des Großmastes abzunehmen, habe ich mich eines Marinezirkels (Navigationszirkel) ermächtigt und mit ihm die Länge abgenommen.

Diese abgenommene Länge halte ich am WonderWire an und schneide das entsprechende Stückchen mit dem Skalpell ab.

Anschließend kommt jeweils ein Tröpfchen Weißleim an die Rahen und der Keramikdraht kann festgeklebt werden.

Nach drei weiteren Klebungen ist der obere Teil fertig. Die Klebestellen sind auf dem folgenden Bild noch nicht getrocknet.

Und so sieht dann der erste Teil des Großmastes aus:

SMS „Baden“ – weitere Kleinteile an Oberdeck

Die Baugruppe 148 enthält 16 Bekohlungswinden. Jede Winde besteht aus 13 Bauteilen, so dass nur alleine hierfür 208 Teile ausgeschnitten und kantengefärbt werden müssen – das hat bei mir 3 Stunden gedauert. Nach dem Zusammenbau der Einzelteile sehen die Winden wie auf dem Bild unten aus und können an Deck verteilt werden.

93 - Bekohlungswinden

Die Bauanleitung zeigt zwar in Abbildung 43, wie die Baugruppen 167 und 168 um den Flaggenstock am Bug zu bauen sind, hier aber noch zwei Bilder zur Verdeutlichung.

94 - Flaggenstock am Bug 95 - Flaggenstock am Bug

Gleiches gilt auch für die Heckpartie der Teile 170 bis 172 …

96 - Flaggenstock am Heck 97 - Flaggenstock am Heck

… und für die Backspieren 165.

98 - Backspiere Backbord 99 - Backspiere Steuerbord

Ja, und dann fehlen noch die Kräne 166 und 169 für die Torpedoübernahme. Die kleinen Kräne habe ich noch gebaut.

100 - Torpedoübernahmekran

Ich werde diese und auch die größeren Kräne nicht aufs Deck stellen. Einerseits ist nicht eindeutig, wo die Kräne genau aufgestellt werden müssen. Die Anleitung zeigt nur die kleinen Kräne mittschiffs (Decksmarkierungen dafür sind gar nicht vorhanden), was aber gar keinen Sinn macht, denn diese Kräne sind nur zum Aufnehmen der Torpedos von der Pier aufs Deck zuständig und dafür ist die Reichweite eindeutig zu kurz. Also müssten sie weiter an der Deckskante stehen – wie auf dem Modell im Maritimen Museum in Hamburg. Auf Bildern und in Büchern, die mir vom Vorbild vorliegen, sind diese Details leider nur schwer zu erkennen.

Modell im MMH

Andererseits würden diese Kräne meines Erachtens das Gesamtbild doch etwas stören, es sei denn, man macht eine kleine Torpedobeladeszenerie daraus. Das überlasse ich dann anderen.

Deshalb geht es in der nächsten Bauphase mit der Takelage weiter. Leider gibt es dazu unterschiedlichstes Bildmaterial, so dass ich mir erst mal eine Skizze machen werde, was alles angebaut werden muss und was alles noch angebaut werden kann. Also bis demnächst…

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