Gemäß Einführungstext der Anleitung ist das Modell in der Reihenfolge der Anleitungsbilder zu bauen. Also wird zuerst der Mittelspant (2) auf die Grundplatte (1) geklebt. Zum Kleben verwende ich UHU Flinke Flasche mit Lösungsmittel. Diesen trage ich auf die abgewinkelten Klebelaschen auf und verteile ihn gleichmäßig, indem ich leicht mit dem Zeigefinger über die Klebe wische – überschüssiger Klebstoff bleibt am Finger. Das hat den Sinn, dass beim Aufkleben des Bauteils kaum Kleber hervor quillt.

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Anschließend wird das Teil (2) auf seine Markierung von Teil (1) gesetzt, mit der Pinzette ausgerichtet und angedrückt.

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Es folgt der erste Querspant (3). Dieser wird zunächst trocken in den hintersten Schlitz vom Mittelspant gesteckt und auf die Bodenplatte gedrückt. Sollte der Spant die Grundplatte nicht berühren, dann muss der Schlitz ein wenig verlängert werden. Sollte der Spant an einer Seite über die Grundplatte hinaus ragen, dann ist entweder die Konstruktion falsch oder der Schlitz muss etwas breiter sein, damit man den Spant mittig justieren kann. Gleiches gilt, wenn der Spant auf der Grundplatte steht und am Mittelspant übersteht. Hier müsste man unten etwas wegschneiden.

Alle Querspanten sind 0,2 mm zu hoch und schließen somit nicht mit dem Mittelspant ab – das ist angeblich so gewollt. Die Spanten (5), (6) und (7) müssten zudem auch noch an beiden Seiten jeweils 0,1 mm bis 0,2 mm schmaler sein. Mal sehen, wie sich das später mit den Bordwänden ausgeht.

Ich kenne diese Überlänge der Querspanten von 0,2 mm aus keinem bisher gebauten Modellbaubogen und habe die Spanten korrigiert und gekürzt, dann den UHU im Bereich des schmalen Schlitzes von der Vorder- und Rückseite auf den Spant sowie auf die schmale Unterkante aufgetragen. Wenn hier etwas „rumgesaut“ wird, dann ist das nicht schlimm, denn es ist später nicht mehr zu sehen.

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Der Spant wird nun in den Schlitz vom Mittelspant gesteckt, ausgerichtet und auf die Bodenplatte gedrückt. Wenn es in der Anleitung nicht anders vermerkt ist, dann werden generell alle Spanten mit der bedruckten Seite nach achtern zeigend verklebt. Nach wenigen Sekunden hat der Kleber angezogen und man kann sich des nächsten Spants annehmen. Spant (6) hat die Besonderheit, dass hier an Backbordseite noch (6a) und an Steuerbordseite (6b) vorgeklebt wird.

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Zu guter Letzt wird Spant (7) auf den Mittelspant geklebt. Spätestens jetzt sollte das fertige Spantengerüst auf eine ebene Unterlage gestellt und mit kleinen Gewichten belastet werden. Als Gewichte verwende ich Kugellagerollen, die mir ein lieber Modellbaufreund aus Flensburg zur Verfügung gestellt hat. Es eignen sich bei diesem kleinen Rumpf aber auch Münzen, Garnrollen oder Farbdosen aus dem Modellbau.

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Bevor es mit der nächsten Baugruppe, den beiden Decks auf Abbildung 2, weitergeht, sollte das Spantengerüst für mindestens zwei Stunden gut durchtrocknen – bei größeren Rümpfen besser über Nacht. In dieser Zeit könnte man schon den Rumpf des Zollbootes „Lüneburg“ beginnen. Das habe ich getan und nun sehen meine Rümpfe so aus…

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