Beim Großmast stellte sich mir während der Konstruktion die Frage, ob man den Gittermast auch als Ätzteil zur Verfügung stellt. Ich habe mich dagegen entschieden, weil er zu dünn geworden wäre. Eine dickere Platine ist sicherlich möglich, aber auch mit Mehrkosten verbunden, die ich für nicht vertretbar gehalten habe. Außerdem ist es immer noch Kartonmodellbau und „ein paar Dreiecke aussticheln“ ist gar nicht so schlimm.

Um diese Bauteile geht es in diesem Abschnitt…

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Auf geht’s. Eine frische Klinge ins Skalpell und ziemlich flott sind die Dreiecke ausgestochen. Bevor ich die vier Teile komplett ausschneide, habe ich die Kanten der ausgestochenen Dreiecke gefärbt. Zum Kantenfärben der schwarzen Bauteile nutze ich den Aquarellstift im Farbton „Paynes Grau 8200-181“.

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Erst nach dem Trocknen wurden die Teile ausgeschnitten, außen die Kanten gefärbt und verklebt. Dabei ist gemäß Abbildung 30 unbedingt darauf zu achten, dass die Seitenteile (114a) und (114b) auf die Teile (114) und (114c) geklebt werden. Obwohl ich immer wieder daran gedacht habe, habe ich trotzdem eine Ecke falsch zusammen gesetzt. Das ist mir allerdings erst sehr viel später aufgefallen, weil der Rahmen von oben gesehen kein Rechteck mehr ist sondern ein kleines Trapez. Shit happens… fällt aber nicht auf.

Vor dem Foto des fertigen Rahmens noch ein Bild, wie ich (114c) angesetzt habe: von oben beginnend zwischen (114a) und (114b) eingeklebt.

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Von oben wird auch der Rahmen des Geräteträgers (114d) auf (114-c) gesteckt und bis zum ersten Knick des Mastes nach unten gedrückt. Das ging bei mir etwas schwerfällig, aber ich habe den Mast ja auch nicht ganz richtig zusammengeklebt. Oben auf den Mast kommt das Podest (114e), um das ich die Reling (114f) als Ätzteil geklebt habe. Auf (114e) kommt der Rahmen (114g). Diesen Rahmen habe ich vor dem Ausschneiden schon mal geknickt, dann ist es später einfacher. Seitlich werden die Gitter (114h) und (114i) jeweils mit (114j) abgestützt.

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Auf den Rahmen (114g) wird das Radom (114k-q) gesetzt. Der Bau ähnelt den Radomen (111) und (112) und wird mit dem Ring (114r) abgeschlossen. Kleinteilig wird es mit den Fahrtstörlaternen und den zugehörigen kleinen Podesten (114s-y). Beim Anbau der kleinen Podeste ist darauf zu achten, dass sie senkrecht übereinander stehen. Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen.

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Es folgen weitere kleine Anbauteile, deren Positionen in der Anleitung verdeutlicht wird.

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Hier ist mein fertiger Mast aus allen vier Richtungen fotografiert.

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Nun kann der Mast an Bord. Wie in der Anleitung erklärt, habe ich den Mast zunächst nur auf den vorderen Podesten (113-b) verklebt und ausgerichtet. Anschließend werden die Sockel (115u-v) so unter die achteren Mastfüße und an den Schornsteinmantel geklebt, dass der Mast um 3° ganz leicht nach achtern geneigt ist.

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Und damit ist am 50sten Basteltag der Mast nach 4 Stunden fertig.

Insgesamt habe ich an dem Modell bis hierhin 58,5 Stunden gebastelt und dabei 1413 Bauteile verbaut.