Jahr: 2021 (Seite 8 von 11)

Und nun?

Ich kann mich momentan nicht auf das Konstruieren von Modellen einschießen, weil ich einfach keine Lust dazu finde. Dieselbe Situation hatte ich (eigentlich) nach jeder Fertigstellung eines Modellbaubogens. Zuletzt war das nach der Fertigstellung des Docks, nach der ich mich an der „Gotengo“ versucht habe. Das Modell hatte ja auch Spaß gemacht zu bauen, aber nach diversen ziemlich gut passenden Baugruppen konnte ich mich mit dem Modell immer noch nicht identifizieren. Vielleicht hätte ich mir den Film „U2000 – Tauchfahrt des Grauens“, den ich im permanenten Schnelldurchlauf gesehen habe, nicht ansehen sollen.

Es ist einfach nicht mein Genre, weswegen ich den Bau wohl abbrechen werde. Zunächst liegt jedenfalls alles zur „Gotengo“ in einem Karton verstaut auf dem Dachboden.

Letztes Wochenende ist mein im Februar 2022 erscheinendes Jubiläumsmodell vom Kontrollbauer zurückgekommen und die Platine könnte beauftragt werden. Bis vor ein paar Tagen habe ich an der Konstruktion der Schnellboote 142 und 142mod gearbeitet. Der Rumpf ist fertig, aber für die Fortsetzung mit den Aufbauten genügt mein Spaß an der Konstruktion momentan leider nicht. Also muss zum Ablenken wieder ein Modell her, was ich für mich bauen kann. Aber was? Architektur vielleicht? Angefixt von einem Beitrag im Fernsehen über den Mont-Saint-Michel hätte ich mich gerne am Modell von L’Instant Durable versucht, aber die Grundplatte von fast 60cm x 50cm ist definitiv zu groß.

Nein, die Grundfläche der mich interessierenden Architektur-Modelle passt nicht in das mir zur Verfügung stehende Raumangebot.

Ich könnte mich auch mal an einer Lokomotive probieren. Da gäbe es schon den einen oder anderen wirklich tollen Kartonmodellbaubogen in 1:25, der mich auch von der Detaillierung her interessieren würde – und es wäre mal eine Abwechslung zu den vielen Schiffen, die ich fast ausschließlich gebaut habe. Ich schiele nämlich immer wieder Richtung Eisenbahn (dazu passt eine Spinnerei mit einer vor langer Zeit einmal geplanten Hafenbahn in Spur Z und passenden Papierschiffen), auch wenn ich mir eine elektrische Eisenbahn nie leisten könnte. Ich hätte aber etwas Bammel vor meiner ersten Lok.

Ich könnte jedoch auch eine „Poseidon“ oder „Neuwerk“ mit Ätzteilen für eventuelle Ausstellungen in meinem Portfolio gebrauchen, kann aber derzeit keine Schiffe mehr sehen. Ach, ich bin so unschlüssig. Na, „schaun mer mal, dann sehn mer schon“ wo meine Entscheidungsreise am Wochenende hingeht…

Schwimmdock mit Zollkreuzer

Auf Grund einer Anfrage in den Kommentaren, ob und wenn ja, wie der Zollkreuzer „Helgoland“ oder „Borkum“ in das neue KvJ-Dock passt, möchte ich an dieser Stelle antworten.

Der Zollkreuzer sollte gut in das Dock passen. Seitlich sind etwa 12mm Platz zu den Seitenkästen, das entspricht beim Vorbild ungefähr 3m. Auf dem folgenden Bild sind die Abmessungen gut zu erkennen.

Schwimmdock mit Zollkreuzer

Nun zu den Kielpallen: Da von diesen im wahren Leben immer nur so viele auf dem Dockboden installiert werden, wie man auch für das zu dockende Schiff benötigt, könnte man sich beispielsweise für meine „Bugsier“-Schlepper auf 25 Pallen der insgesamt 81 vorhandenen Kielpallen beschränken. Da die Klebemarkierungen auf dem Ponton keine weißen Flächen aufweisen, ist das Weglassen auch kein Problem.
Beim Zollkreuzer müssten die Kielpallen natürlich zweireihig in einem Abstand von knapp 60mm angeordnet werden. Dabei könnten an einigen Stellen die Mannlochdeckel des Pontons ein wenig im Weg sein. Wenn der Modellbauer an diesen Stellen beiderseits jeweils eine Pallung weglässt, was auch bei den Vorbildern immer wieder mal zu sehen ist, dann sollte die Anzahl der Kielpallen im Bogen auch für den Zollkreuzer ausreichen. Hierbei ist auf jeden Fall etwas Improvisation gefragt, die ich einem Modellbauer, der das Dock baut, aber durchaus zutraue.

„Gotengo“ – Torpedoregale und Kojen

Nun geht es um die Bauteile 79 bis 90.

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Nach dem Kantenfärben, Knicken und rückseitig zusammenkleben sowie dem Entfernen der roten Flächen, werden diese Teil für Teil in die Sektion eingeklebt. Das beginnt mit der unteren Flurplatte 79. Hier habe ich bei den vier roten Linien kleine Schlitze eingeschnitten, weil ich dachte, dass da etwas eingesteckt würde. Rote Farbmarkierungen dafür zu verwenden, dass eventuell die Flächen oder Schlitze ausgeschnitten werden müssen, ist definitiv Mist!

Das Regal 80 bzw. 81 wird zwischen dem unteren Torpedo und den drei Leisten von 64 bis 66 eingeklebt. Das ist etwas tricky, aber durchaus möglich. Die Handräder 82 werden auf die Enden der Leisten der Verschiebungseinheit geklebt.

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Die Rückwand 83 wird in die beiden vorderen Spanten 64 und 65 gesteckt. Der Schlitz in 66, ehemals ein roter Strich(!), ist somit obsolet.

Und jetzt ist der Punkt gekommen, an dem ich mich richtig über diese roten Markierungen ärgere, denn ich hätte sie bei 64 und 65 ausschneiden müssen … und nicht auch noch die Kanten rot färben. Wer würde das tun oder daran denken, wenn man sich das Bauteil ansieht?

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Ich habe jetzt das Problem, dass ich die Kojen 84 bis 89 nicht direkt einbauen kann, weil mir die kleinen Schlitze in den Spanten fehlen. Als Lösung habe ich die Schlitze in den Kojen verlängert. Nicht schön, aber bestimmt selten.

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Damit ist diese Sektion fertig und kann in 57, dem Druckkörper, eingebaut werden. Beim letzten Bild habe ich diese neue Sektion an die bisherige nur probehalber gehalten. Tja, gefällt mir das Projekt nun oder nicht? Ich weiß es immer noch nicht…

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An dieser Stelle sind 292 Bauteile verbaut, woran ich an 22 Tagen knapp 29 Stunden gesessen habe.

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Ich werde diesen Bau jetzt unterbrechen und (hoffentlich) in meiner nächsten „schöpferischen Pause“ fortsetzen. Jetzt geht es für mich mit dem Bau meines Jubiläumsmodells weiter, welches im Februar 2022 erscheinen soll und danach geht es ans Weihnachtsmodell 2021.

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Nachtrag vom 25.07.2021:

Mein angekündigtes Jubiläumsmodell ist längst fertig. Ebenso ein Modellbaubogen mit den aktuellen deutschen Lotsenbooten aus Kiel und Travemünde. Der Modellbaubogen vom Leuchtturm Kiel steht kurz vor der Fertigstellung.

Somit könnte es mit der „Gotengo“ weitergehen. Ich hatte auch schon alles wieder hervorgekramt, aber nach Durchsicht der Anleitung und der Bögen war meine Lust gleich Null. Es ist einfach nicht mein Genre. Der Karton mit den begonnen Baugruppen und Bauteilen wird, um ihn nicht gleich der Altpapierverwertung zuzuführen, ganz weit hinten im Schrank verschwinden.

„Gotengo“ – Torpedosektion

Die Torpedosektion enthält 3 Spant-Elemente, 8 Torpedos sowie einen Unterflur-Torpedokran und einen Laufkran. Dieser Bauabschnitt wird aus folgenden 83 Bauteilen erstellt…

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Auch diese Spanten sind insgesamt 0,42 mm dick. Nach einer Stunde waren folgende Bauteile ausgeschnitten und die Kanten gefärbt…

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Zuerst werden die filigranen Spanten (hier auch wieder aus 160g- und 250g-Karton) mit der Flurplatte 67 verbunden. Bei den einseitig offen Kästen 68, die zu einem Unterflur-Torpedokran gehören, sollten oben noch Schlitze eingeschnitten werden, in welche die Torpedohalterungen 69 und 70 eingesteckt werden sollen. Das habe ich mir erspart und die gekürzten Halterungen direkt auf die Oberfläche der Kästen geklebt. Das sieht bei mir so aus …

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Anschließend habe ich an dieser Stelle zwei Teilenummern übersprungen, weil ich unbedingt die Torpedos bauen wollte. Hier das Ergebnis…

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Was mir beim bisherigen Bau schon des Öfteren aufgefallen ist, ist, dass UHU02 möglichst wenig einzelne Teile verwenden möchte. Ich habe z.B. den Kegel des Hecks vom Torpedo vom zylindrischen Teil abgetrennt, um ihn besser formen zu können. Des Weiteren bestand der Propeller aus einem einzigen Bauteil. Ich habe drei Teile draus gemacht, weil ich es einfacher finde diese zusammenzubauen.

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Im nächsten Bild sind die 8 fertigen Torpedos zu sehen, sowie die vorbereiteten Bauteile für den Laufkran. Im übernächsten Bild die bestückten Torpedohalterungen.

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„Gotengo“ – Druckkörper und Spanten

Dieser Abschnitt schien zunächst unspektakulär, sollten doch „nur“ 6 Spanten und die Druckkörperhülle vorbereitet werden. Diese 6 Spanten habe ich etwas dicker gemacht. Die Empfehlung von UHU02 war ja, alles auf 0,21mm starkem Papier zu drucken. Mein Papier ist „nur“ ca. 0,16 mm dick. Deswegen habe ich die Vorderseite auf 160g-Papier (0,16 mm) und die Rückseite auf 250g-Papier (0,25 mm) gedruckt und dann rückseitig verklebt. Somit komme ich mit der Schicht des Klebers auch auf die gewünschten 0,42 mm.

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Das Vorbereiten hat fast zwei Stunden in Anspruch genommen, denn die vielen Löcher und roten Flächen der Spanten, dazu gehören auch die schmalen Streifen, wollten beseitigt werden.

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Die Rückseite der Hülle habe ich mit Bleistiftstrichen versehen, damit ich später die aufzusteckenden Spanten sauber ausgerichtet verkleben kann.

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Der erste und zunächst einzige Spant ist Spant 58. Bei der Ausrichtung ist unten die Mitte zu beachten.

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In dem folgenden Zustand wird wieder alles zur Seite gelegt…

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