Kategorie: HMV-Modelle (Seite 19 von 26)

SMS „Baden“ – Treppen und Reling

Im Folgenden möchte ich ausführlich zeigen, wie ich die lasergeschnittenen Treppenteile mit Hilfe der Montagehilfe zusammengesetzt bekommen habe. Auf dem folgenden Bild ist links die „Ausgangssituation“ mit den Stufen und Wangen zu sehen, sowie rechts das fertige Produkt.

Zuerst werden alle Stufenteile in die schmalen Schlitze der Schablone gesteckt. Dazu bedarf es einer spitzen Pinzette und einer ganz ruhigen Hand.

Mit einem Stückchen Restkarton schiebe ich alle Stufen bündig durch die Schablone, so dass die Stufen auf der anderen Seite etwa 1mm heraus stehen. Die mit Weißleim versehene Treppenwange wird dann an diese überstehen Stufen geklebt. Nun darf das Ganze ein paar Minuten trocknen.

Nach dem Trocknen kann man die vorbereitete Treppenhälfte vorsichtig aus der Montagehilfe entfernen und mit der anderen Treppenwange samt Handlauf versehen.

Und wenn alles halbwegs vernünftig ausgerichtet und getrocknet ist, dann könnten die Treppen so oder besser aussehen:

Im nächsten Schritt waren die Relingteile dran. Der Baubogen selbst liefert für die Decks keine Relingteile mit. Diese sind aber im Lasercutsatz vorhanden. Leider lässt sich die Anleitung zu den Laserteilen des A-Decks nicht genau darüber aus, wo welches Relingteil genau hinkommt, deshalb hier eine Auflistung. Auf dem A-Deck beginnt die Reling vorne am Turm B mit Teil 3, dann kommen die Teile 4 und 2. Die Reling 1 schließt am achteren Lüfterkasten ab, wobei die Reling 1 um ein kürzeres Element (6mm) zu kürzen ist.

Alle anderen Relingteile der übrigen Decks sind in der Anleitung richtig beschriftet und passen sehr gut.

  

An dieser Stelle muss ich mal eine Lanze brechen. Als langjähriger Verfechter der Ätzteile komme ich nach dem Anbau der lasergeschnittenen Teile dieses Modell zu der Erkenntnis, dass auch die gelaserten Teile ihre Berechtigung haben. Schon alleine dadurch, dass man die Teile nicht lackieren muss, entsteht ein homogenes Bild. Mit der Montagehilfe für die Stufen ist auch der Bau der Treppen nicht mehr schwer. Vorteile habe ich beim Anbau der langen Relingteile darin gesehen, dass sie sich völlig problemlos dem nicht an jeder Stelle ebenen Deck anpassen. Das wäre bei den stabilen und fast verwindungssteifen Ätzteilen nicht ohne Verbiegen hinzubekommen. Des Weiteren ist die Reling des Hauptdecks so verwinkelt, dass man bei der geätzten Reling bestimmt sehr lange braucht, um die entsprechenden Winkel hingebogen zu haben – auch das ist bei der Kartonreling sehr viel einfacher; die grobe Richtung genügt. Ich werde zukünftig definitiv die Laserteile den Ätzteilen vorziehen.

So, und hier noch zwei aktuelle Gesamtaufnahmen vom Wasserlinienmodell.

SMS „Baden“ – Takelage (Teil 2)

Die Antenne zwischen Großmast und achterem Schornstein habe ich ebenfalls mit WonderWire gefertigt.

 

Auch die weiteren Antennenteile sind ausnahmslos aus dem Keramikdraht erstellt und mit Weißleim verklebt. Am achteren Mast ist der Ruderlagenanzeiger mit dem roten und grünen Kegel dazu gekommen.

Und so sieht dann das Schiff mit seiner Takelage aus. Mehr Antennen werde ich nicht anbringen. Ich hoffe, dass der lange Draht nach vorne zur Gösch auch einige Transporte des Modells überstehen wird, ansonsten werde ich das Teil durch Garn ersetzen müssen.

EGV „FFM“ – RAS-Schläuche (Teil 1)

Für die Herstellung der Schläuche hatte ich mir überlegt, dass ich sie aus Draht und Tonkarton mache. Da es zwei unterschiedliche Schlauchstärken gibt, habe ich den dicken Schlauch aus isoliertem Klingel-Draht gefertigt und die drei anderen Schläuche aus eben dem schwarzen Tonkarton, den ich dazu in schmale Streifen geschnitten habe. Nun könnte man meinen, das sähe nicht gut aus, weil der dicke Schlauch rund sein wird und die anderen platt. Das mag ja sein, aber das Vorbild zeigt, dass die Schläuche genau so an Bord hängen.

Die ersten Teile, die gebraucht wurden, sind die Schlauchaufhängungen in den Farben rot, gelb und grün – eine Menge Fleißarbeit.

An diese Aufhängungen werden die Schläuche geklebt. Aber welche Länge müssen sie haben? Dazu habe ich mir eine Art Schablone gezeichnet, in der maßstäblich das RAS-Portal abgebildet ist. Der unterste Strich gibt das Deck wieder und der Strich ca. 1cm darüber ist die Höhe, bis zu der die Schläuche herunterhängen sollen.

Als erstes kamen nun die „Draht“-Schläuche dran, die ich mit Sekundenkleber befestigt habe.

Und dann die schmalen Kartonstreifen. Als es ziemlich unübersichtlich wurde, war ich aber auch schon fertig.

Nun noch alles zusammenbinden …

… und am Portal aufhängen.

Zum Schluss kamen noch zwei Radome oben auf das Portal und dann war die RAS-Einheit fast fertig. „Fast“ deshalb, weil noch die Übergabeeinheit R60 sowie die Leine, die zum zu versorgenden Schiff übergeben wird, fehlt. Das kann aber erst angebaut werden, wenn die gesamte Baugruppe aufs Deck geklebt wurde.

Meine RAS-Einheit besteht aus 1310 Bauteilen, die ich in 58 Stunden an 33 Basteltagen zusammengesetzt habe. Hier ein paar Rundum-Ansichten der Baueinheit.

EGV „FFM“ – weitere RAS-Winden und deren Seilführung

Die nächsten acht Winden, die zu bauen sind, hören auf Namen wie Einholwinde, Ausholwinde, Spanntrossenwinde und Drahthochleinenwinde. Beim Bau hat sich mir der jeweilige Sinn nicht komplett erschlossen, aber ich habe eine Ahnung bekommen, wie das ganze funktionieren könnte. Hier zunächst die Bauteile…

Und hier die fertigen Winden 46 und 47 … und auf ihrer Position unter dem RAS-Portal.

Und wenn die anderen vier Winden 48 bis 51 fertig sind, dann muss man mit den Seilen schon ganz schön aufpassen, dass sie sich nicht untereinander vertüdeln.

Bei der Baugruppe 52 ist der Hinweis auf dem Teilebogen, dass man die Anleitungsseiten 54-55 beachten möge, falsch. Richtig ist die Abbildung 58 auf Seite 34. Der Bau dieses „Hakens“ ist frickelig, aber sehr gut machbar.

Im weiteren Verlauf sind jede Menge Umlenkrollen in den Farben rot, gelb, grün und grau zu bauen. Diese kommen oben an das RAS-Portal und dienen der Seilführung.

Zwei Spannzylinder kommen auch noch unter das Portal. Das zugehörige Garn ist durch die ersten Umlenkrollen gefädelt und mit angehängten Pinzetten stramm gezogen. Nun wartet ein kleiner Tropfen Weißleim in der Umlenkrolle, dass er trocknet.

Und so nach und nach kommt dann jedes einzelne Garn durch seine Rolle(n). Der Verlauf ist aus den unterschiedlichen Anleitungsbildern ganz gut ersichtlich, aber leider nicht ganz eindeutig. Bei mir sieht es jedenfalls so aus…

Bevor es dann mit der Fertigung der Schläuche weiter geht, hier zwei Stellproben auf dem Rumpf.

SMS „Baden“ – Takelage (Teil 1)

Ich werde die Takelage wohl weitestgehend mit WonderWire fertigen. Um nun die Länge eines Stückes zwischen den Rahen des Großmastes abzunehmen, habe ich mich eines Marinezirkels (Navigationszirkel) ermächtigt und mit ihm die Länge abgenommen.

Diese abgenommene Länge halte ich am WonderWire an und schneide das entsprechende Stückchen mit dem Skalpell ab.

Anschließend kommt jeweils ein Tröpfchen Weißleim an die Rahen und der Keramikdraht kann festgeklebt werden.

Nach drei weiteren Klebungen ist der obere Teil fertig. Die Klebestellen sind auf dem folgenden Bild noch nicht getrocknet.

Und so sieht dann der erste Teil des Großmastes aus:

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