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Hurtigruten-Museum in Stokmarknes

Auch wenn wir unsere Norwegenreise zum Nordkap mit dem Wohnmobil aus verschiedenen Gründen nach 12 Tagen abbrechen mussten, so hatten wir es trotzdem zum Hurtigruten-Museum nach Stokmarknes, dem Geburtsort von Hurtigruten, geschafft. Das Besondere an dem Museum ist, dass dort an der Uferpromenade die 1993 ausgemusterte „MS Finnmarken“ aus dem Jahr 1956 aufgedockt steht und besichtigt werden kann.

Wegen der fortschreitenden Korrosion wurde das Museumsschiff vor vielen Jahren bereits mit einem Leichtbau-Dach aus Trapezblechen abgedeckt. Mittelfristig wurden größere Aufwendungen für den Erhalt des Schiffes notwendig, die das Museum selbst nicht aufbringen konnte. Von politischer Seite wurde daher daran gedacht, die „MS Finnmarken“ zu verschrotten und an ihrer Stelle die „MS Lofoten als schwimmendes Museumsschiff einzubinden.

Ende 2009 schien die Politik doch zu der Lösung zu tendieren, die „MS Finnmarken“ in einer breit angelegten Gemeinschaftsarbeit zu restaurieren und somit vor dem fortschreitenden Verfall langfristig zu bewahren. Im Oktober 2019 wurde mit dem Bau einer Halle und der Sanierung des Schiffes begonnen. Eine Webcam zeigte den Fortschritt und ich habe unregelmäßig ein paar Screenshots davon gemacht. Hier eine kleine Auswahl…

In April diesen Jahres wurde das Museum neu eröffnet und wir waren am 13.Juni ebenfalls dort.

Weil man innerhalb der Halle das gesamte Schiff nicht auf ein Bild bekommt, zeige ich jetzt ein paar wenige ausgewählte Detailaufnahmen.

Ich habe knapp 500 Fotos gemacht, die mir bei der Konstruktion eines Modellbaubogens helfen sollten.

Das Museum hat außer diesem ehemaligen Hurtigruten-Dampfer leider nicht viel mehr zu bieten. 6 Modelle weiterer Schiffe waren in der gesamten Ausstellung zu finden. Der Shop kann den Besucher zwar mit Tassen, T-Shirts und Mützen versorgen, auch ein paar Bücher sind zu erwerben, aber ich habe mir andere Dinge vorgestellt, insbesondere von und über die „MS Finnmarken“. Leider war dem nicht so, so dass ich dieses Museum nur bedingt empfehlen kann.

„NEUWERK“ von Peter Hoppe

Von Peter Hoppe bekam ich Fotos seiner wunderbar gebauten „Neuwerk“ mit folgendem Begleittext:

Angeregt zum Bau der „Neuwerk“ wurde ich auf einer Ausfahrt mit dem Tonnenleger „Bussard“ anlässlich der Hansesail in Rostock. Im Rahmen der Fahrt wurde das ‚Schwesterschiff‘ (Anmerkung des Kapitäns der „Bussard“), die „Arcona“ umrundet und ich konnte mir die vielen interessanten Details ansehen. Wieder daheim musste sofort der Bogen + Ätzsatz der „Neuwerk“ her, da hier fast gleiches Equipment eingesetzt wird.

Der Bau des Modells hat mir sehr viel Spaß gemacht – ich hab aber eine Menge Geduld und Spucke verbraucht, was aber nur an mangelnden Fähigkeiten lag. Hätte ich genau genug vorgearbeitet, wäre manches nicht passiert – Ungenauigkeiten verzeiht die Konstruktion nicht. Beim Kranausleger z.B. habe ich eine Ehrenrunde gemacht – der Einzelbogenservice von KvJ hat vorzüglich funktioniert.

Die meisten Bauten der „Neuwerk“ werden das Schiff in ‚Grundstellung‘,  d.h. mit abgelegten Skimmern, aufgenommenen Beibooten und dem Kranausleger im Auflieger, darstellen. Daher habe ich mich entschlossen, mein Modell in der fiktiven Arbeitsposition „Reparatur/Austausch eines Skimmers“ zu zeigen.

Verbaut habe ich im Wesentlichen die Teile des Bogens und des Ätzsatzes – ergänzt um ein paar Kleinigkeiten:
– zusätzliche Kisten auf dem Winschdeck als Ersatzteil-Ladung
– der ausgelegte und deshalb halbierte 3. Skimmer entstand aus einer Kopie
– ein paar Rohrleitungen, die Aufstiegsgitter an den Leitern des Krans
– einige Flachteile bei den hohen Lüftern auf dem Wischdeck habe ich durch Messingrohre ersetzt

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Peter Hoppe für seine Fotos und den Erläuterungen.

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