Viele Informationen zur Fregatte der Klasse 120 und der Klasse 122 sowie der neuen Korvette

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Fregatte „LÜBECK“ auf Madagaskar

Quelle: seefahrer.blog.de / navaltoday.com

Ein Tisch, eine weiße Tischdecke, ein Holzkreuz, zwei brennende Kerzen – mehr braucht es nicht, damit Militärpfarrer Jacobi einen schlichten Altar hergerichtet hat. Regelmäßig wird eine Messe der Fregatte „LÜBECK“ in eine kleine Kirche umfunktioniert.


(Foto: EUNAFOR)

Am 24. November traf die Fregatte „LÜBECK“ zu einem Besuch in der Hauptstadt von Madagaskar ein. Da es nicht so oft vorkommt, dass ein deutsches Marineschiff Antananarivo besucht, nutzten der deutsche Botschafter, Harald Gehring und der Kommandant, Fregattenkapitän Peter Semrau, die Gelegenheit, um Vertreter der Regierung und des Militärs an Bord einzuladen.
Nach der Begrüßung an Bord erhielten der Armee- und der Marinechef von Madagaskar einen Vortrag über die Aufgaben der EU NAVFOR und der ATALANTA- Mission über deren wichtige Rolle beim Schutz der Schiffe des World Food Program. Anschließend erhielten die Besucher die Gelegenheit, sich die „LÜBECK“ etwas näher anzuschauen.
Am Abend begrüßten Kommandant und Botschafter weitere Gäste während eines offiziellen Empfangs an Bord. Die Besatzung hatte hierbei die Gelegenheit, Vertreter von Militär, Regierung und Industrie zu treffen.

 

Arztpraxis auf See

Quelle: sanitaetsdienst-bundeswehr.de

„Ein Verletzter in Abteilung sieben“ tönt es aus den Lautsprechern der Fregatte „LÜBECK“. Der Schiffsarzt, Oberstabsarzt Jörg S., eilt mit dem Sanitätsmeister zur Unfallstelle. Sie untersuchen den jungen Soldaten, der einen Niedergang, wie die Treppen an Bord eines Schiffes genannt werden, heruntergefallen ist. Bei dem Sturz hat er sich das linke Bein verletzt. Zügig wird der Soldat mit einer Krankentrage in das Schiffslazarett gebracht und medizinisch versorgt. „Zum Glück ist es diesmal nur eine Übung gewesen. Aber das gute Zusammenspiel des gesamten Teams hat gezeigt, dass wir auch im Ernstfall eine schnelle Notfallversorgung gewährleisten können“ erklärt der Schiffsarzt.


Obermaat T. bei der täglichen Kontrolle der Notfallgeräte, hier der Notfallrucksack (Quelle: Bundeswehr)

Die Fregatte „LÜBECK“ beteiligt sich derzeit an der EU-geführten Mission „Atalanta“ am Horn von Afrika. Für die Teilnahme an der Mission wurde das Sanitäts-Team an Bord durch vier Soldaten mit medizinischer Expertise verstärkt. „Unser Team besteht in diesen fünf Monaten aus einem Schiffsarzt, einem Chirurgen, einem Anästhesisten, einem Anästhesiepfleger sowie einer Zahnärztin, einem Sanitätsmeister, einem Unteroffizier und einem Mannschaftssoldaten“, erklärt Obermaat Benjamin T., während er den Arbeitsbereich für die tägliche Sprechstunde vorbereitet.
Zweimal am Tag können sich die Soldaten im Schiffslazarett zur Krankensprechstunde melden. „In den meisten Fällen handelt es sich um kleinere Verletzungen, wie Schnittverletzungen oder Quetschungen. Da wir uns jedoch gerade im Einsatz befinden, kann es unter Umständen auch zu deutlich schlimmeren Verletzungen kommen. Daher haben wir auch Anästhesisten, den Chirurgen und eine Zahnärztin an Bord“, erläutert Obermaat T., der den Ärzten als Sanitätsunteroffizier zur Seite steht.

Karius und Baktus haben keine Chance

Die Zahnärztin, Stabsarzt Christiane B., bietet auch eine tägliche Sprechstunde für die Besatzung an. „Ich habe hier die Möglichkeit, die Soldaten schnell und zeitnah zu behandeln. So können wir Zahnschmerzen sofort beheben und der Soldat behält seine Einsatzfähigkeit“, berichtet die junge Ärztin, für die es der erste Einsatz als Zahnärztin an Bord ist. „Für mich ist es eine ganz neue Erfahrung. Durch Lehrgänge wusste ich zwar, was auf mich zukommt. Aber es ist dann schon etwas anderes, Behandlungen auf einer OP-Liege anstatt auf einem Zahnarztstuhl durchzuführen“, erklärt sie.


Zahnärztin Stabsarzt Christine B. (l.) bei der Behandlung eines Patienten auf der OP-Liege (Quelle: Bundeswehr)

Medizinische Versorgung mit Hindernissen

Das Schiff bietet auch verbündeten Nationen seine Unterstützung an. „Im Ernstfall können wir hier eine notfallchirurgische Erstbehandlung machen. Patienten, die etwa eine Schusswunde oder eine Amputationsverletzung haben, können so weit stabilisiert werden, dass sie transportfähig sind“, berichtet der Chirurg, Oberfeldarzt Stefan M., der sich bereits das siebte Mal an einem Marineeinsatz beteiligt. Besonders das beengte Umfeld an Bord eines Kriegsschiffs, die Lautstärke und der Seegang seien an Bord während der Behandlungen eine besondere Herausforderung, erklärt er.


Der Chirurg, Oberfeldarzt Stefan M. untersucht einen Patienten mit dem Ultraschallgerät (Quelle: Bundeswehr)

Der Ausstattungsumfang des Schiffslazarettes gleicht dem einer allgemeinmedizinischen Praxis in Deutschland. Der notfallmedizinischen Versorgung wird besondere Bedeutung beigemessen. Ein Narkose- sowie ein Durchleuchtungsgerät ergänzen die Ausrüstung, die sowohl einen Defibrillator als auch kleine Labordiagnostik beinhaltet. So kann auch auf See eine adäquate Patientenversorgung und Befunderhebung stattfinden.

Immer wieder üben, üben, üben

Neben der medizinischen Versorgung und Begutachtung ist das Sanitätspersonal auch für die Ausbildung der Soldaten zuständig. „In einer Gefechtssituation ist es wichtig, dass jeder Soldat die Grundfertigkeiten eines Ersthelfers beherrscht“, erklärt der Schiffsarzt. Alle Soldaten der Bundeswehr machen einmal im Jahr eine Ausbildung in der erweiterten Ersten Hilfe. Sie umfasst beispielsweise auch die Behandlung von Brandwunden oder das Abbinden von Gliedmaßen. „Dadurch ist jeder Soldat in der Lage, im Ernstfall erste Hilfe zu leisten. Es kann durchaus vorkommen, dass diese Erstmaßnahmen Leben retten, bevor der Patient professionelle Hilfe durch einen Arzt erhält“, erklärt Oberstabsarzt Jörg S. die Bedeutung dieser Ausbildung.


Chef im Team: der Schiffsarzt Oberstabsarzt Jörg S (Quelle: Bundeswehr)

An Bord trainiere er seine Soldaten zusätzlich in dem möglichst schonenden Transport von Verletzten. „Die engen Verhältnisse an Bord machen es uns nicht leicht. Außerdem achte ich darauf, dass meine Soldaten auch improvisieren können. Zum Beispiel kann ein Feuerlöschschlauch zur Bergeschlaufe umfunktioniert werden, mit der man einen Verletzten transportieren kann.“
Die Besatzung muss mit den Ärzten und Sanitätern ein eingespieltes Team bilden. „Deshalb müssen wir solche Szenarien völlig unerwartet proben und die Besatzung ausbilden“, erklärt der Schiffsarzt, nachdem das Bein des vermeintlich gestürzten Soldaten versorgt wurde.

 

Kirche auf See – Militärpfarrer Jacobi auf der Fregatte „LÜBECK“

Autor: Militärpfarrer Jacobi – Quelle: www.einsatz.bundeswehr.de

Ein Tisch, eine weiße Tischdecke, ein Holzkreuz, zwei brennende Kerzen – mehr braucht es nicht, damit Militärpfarrer Jacobi einen schlichten Altar hergerichtet hat. Regelmäßig wird eine Messe der Fregatte „LÜBECK“ in eine kleine Kirche umfunktioniert.


Bernhard Jacobi, Militärpfarrer auf der „LÜBECK“ (Quelle: Bundeswehr/Julian Fuchs)

Mein Name ist Bernhard Jacobi, ich bin evangelischer Militärpfarrer, 49 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Töchter.

Zum dritten Mal bin ich zurzeit als Militärpfarrer an Bord einer Fregatte. Die Militärpfarrer der Marine begleiten die Soldaten in der Regel für drei Monate in den Einsätzen, manchmal auch länger. Bis zum August 2014 war ich mit der Besatzung der „BRANDENBURG“ in der EU-Mission „Atalanta“. Mitte Oktober bin ich dann spontan für einen Kollegen eingesprungen. Seitdem fahre ich auf der „LÜBECK“ mit, die noch bis Februar 2015 am Horn von Afrika zum Schutz der Schiffe des Welternährungsprogrammes und zur Sicherheit im Seegebiet beiträgt. Ich werde bis zum 5. Dezember an Bord bleiben.

Uns Militärpfarrern ist es wichtig, dass die uns anvertrauten Soldaten nicht unbegleitet sind. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass wir mit unserem Dienst auch zeigen wollen, wie sehr wir die Arbeit der Soldaten im Einsatz wertschätzen.

Ins Bordleben integriert


Sein Platz ist bei den Soldaten (Quelle: Bundeswehr/Julian Fuchs)

Ich bin seit gut 22 Jahren evangelischer Pfarrer. Erst habe ich in Bonn gearbeitet, dann in Virginia/USA und die letzten zwölf Jahre in Linnich bei Aachen. Ich liebe meinen Beruf.

Seit zwei Jahren bin ich nun Militärseelsorger. Die Verträge mit den Militärpfarrern sind auf sechs Jahre begrenzt, können jedoch jährlich bis zu maximal zwölf Jahren verlängert werden. Danach kehren wir in unsere Landeskirchen zurück.

Der Wechsel zur Militärseelsorge bedeutete eine neue Herausforderung für mich, da hier die Kirche mitten in der Arbeitswelt ihren Platz findet. An Bord habe ich die Chance, mit vielen jungen Menschen ins Gespräch zu kommen. Mir macht die Arbeit als Militärpfarrer viel Freude und ich bin sehr glücklich auf der „LÜBECK“. Das liegt vor allem an der Besatzung, die mich so freundlich aufgenommen hat. Selbstverständlich nehme ich am Bordleben teil, mache mit den Soldaten Sport und helfe natürlich auch bei „Alle-Manns-Manövern“. Zu den Mahlzeiten gehe ich durch die verschiedenen Messen, so heißen die Aufenthalts- und Speiseräume an Bord und finde immer interessante Gesprächspartner.

Gottesdienst auf der „LÜBECK“


Gottesdienst in See am 16. November anlässlich des Volkstrauertages. Zeit zum Innehalten, Gedenken und zum Beten (Quelle: Bundeswehr/Julian Fuchs)

Ein Mal pro Woche wird an Bord Gottesdienst gefeiert. Auf einer Back, wie die Tische an Bord heißen, ist ein Altar mit einer weißen Tischdecke aufgebaut. In der Mitte steht ein Kreuz zwischen zwei weißen brennenden Kerzen. Ich habe meinen schwarzen Talar übergezogen. Mit einem Läuten der Schiffsglocke und einer Durchsage über die Schiffslautsprecheranlage beginnt der Gottesdienst. Ein Kamerad spielt Gitarre. Die anwesenden Soldaten haben ihre Gesangsbücher aufgeschlagen, um zum Einstieg ein Lied zu singen.

Der Gottesdienst soll für die Soldaten eine kleine Auszeit von der Bordroutine sein. Einfach einmal für eine Stunde runterkommen, miteinander singen, sich inspirieren lassen, Musik hören, nachdenken, auch beten – für die Lieben daheim vor allem. Ich versuche die Gottesdienste möglichst abwechslungsreich zu gestalten und orientiere mich an aktuellen Feiertagen, aber auch an Themen die sich aus dem Alltag ergeben.

Jederzeit ein vertrauensvoller Gesprächspartner


„Heute gedenken wir der Soldaten der letzten Kriege sowie den Soldaten der Bundeswehr, die für unser Land ihr Leben lassen mussten.“ Wo wäre es passender, diesen Gottesdienst zu feiern, als im Einsatz an Bord der „LÜBECK“ (Quelle: Bundeswehr/Julian Fuchs)

Täglich gehe ich durchs Schiff und stehe den Marinesoldaten jederzeit als Gesprächspartner und Seelsorger zur Verfügung. Natürlich unterliege ich dabei der Schweigepflicht, das ist mir ganz wichtig. Dabei ist es egal, ob es um Beziehungsprobleme, sonstige Sorgen zu Hause, oder dienstliche Belange geht. Mir sind alle Sorgen wichtig, allein der Mensch zählt, nicht der Dienstgrad, auch nicht die Konfession, die Religion, oder die Geisteshaltung.

Viele Schicksale gehen mir nahe, denn die Zerbrechlichkeit des Lebens macht auch vor den Soldaten im Einsatz nicht halt. Aber es gibt mir Kraft, wenn ich Menschen im Gespräch neue Perspektiven aufzeigen und „Türen öffnen“ kann. Sorgen und Schicksalsschläge lassen sich natürlich nicht schönreden. Es ist jedoch immer auch eine Frage, wie wir uns dazu verhalten und da gibt es Möglichkeiten. Sollte es in den Tagesbefehl passen, führe ich auch Unterrichte an Bord durch, um mit den Soldaten unter anderem über friedensethische Fragen zu diskutieren.

Wenn ich mich nicht an Bord einer Fregatte befinde, kümmere ich mich, gemeinsam mit meinen Pfarrhelfern und meinem Kollegen um die Soldaten und deren Familien an meinem Heimatstandort in Wilhelmshaven. Dort organisieren wir neben den Gottesdiensten auch Rüstzeiten und führen lebenskundliche Unterrichte durch. Ein anderer wichtiger Teil unserer Arbeit ist es, in den Kirchengemeinden in Wilhelmshaven von unserer Arbeit und von dem, was die Soldaten letztlich für uns alle leisten, zu berichten.

Zum Schluss bleibt mein Wunsch und meine Hoffnung, dass die Besatzung der „LÜBECK“ im Februar wohlbehalten nach Wilhelmshaven zurückkehrt und die Soldaten dann wieder bei den Menschen sind, die ihnen anvertraut sind und von denen sie schon jetzt sehnlichst erwartet werden.

 

Auf der „LÜBECK“ wird japanisch gesprochen

Autor: Marcus Popke – Quelle: www.einsatz.bundeswehr.de 

Auf der Fregatte „LÜBECK“ kam es zu einem Besuch der besonderen Art. Der Kommandeur der 6. Japanischen Escort Division kam zusammen mit einer Delegation an Bord und nutzte die Gelegenheit, Erfahrungen beim Anti-Piraterie Einsatz auszutauschen und die Verständigung zwischen beiden Nationen zu vertiefen.


Kapitän zur See Tsutomu Okawa und Fregattenkapitän Peter Christian Semrau (Quelle: Bundeswehr/Julian Fuchs)

In den frühen Morgenstunden des 5. November näherte sich vor der somalischen Küste der japanische Zerstörer „TAKANAMI“ langsam an die „LÜBECK“ an. Wenig später landete der Bordhubschrauber der „TAKANAMI“ auf dem Flugdeck der „LÜBECK“. Der Kommandant, Fregattenkapitän Peter Christian Semrau, begrüßte Kapitän zur See Tsutomu Okawa zusammen mit neun weiteren japanischen Marinesoldaten.

Zunächst führte der Kommandant seine Gäste in die Offiziermesse, wo sich die Soldaten beider Nationen vorstellten und ihre Erfahrungen aus dem laufenden Einsatz austauschten. Zusätzlich informierten sie sich gegenseitig über die Fähigkeiten, Möglichkeiten und Aufgaben ihrer Schiffe.


Fregattenkapitän Semrau erläutert der japanischen Delegation die Arbeit seiner Soldaten auf der Brücke der „LÜBECK“ (Quelle: Bundeswehr/Julian Fuchs)

Anschließend erhielten die Gäste bei einer Führung einen umfangreichen Einblick in die Arbeit und das Leben an Bord der „LÜBECK“. Zusätzlich fand noch ein sogenanntes „Crosspoll“ zwischen beiden Schiffen statt. Bei diesem Austausch von Besatzungsmitgliedern zwischen den zwei Schiffen erhalten diese die Möglichkeit, einen Eindruck des Bordlebens auf anderen Schiffen zu bekommen.


Deutsche Soldaten gehen auf der Fregatte „LÜBECK“ an Bord des japanischen Bordhubschraubers (Quelle: Bundeswehr/Julian Fuchs)

Zehn Soldaten der „LÜBECK“ tauschten für einige Stunden das Schiff und kamen mit begeisterten Eindrücken wieder zurück, was nicht nur am Essen mit Stäbchen lag. „Die herzliche und zuvorkommende Art unserer Gastgeber ließen anfängliche Barrieren angesichts der fremden Sprache und der außereuropäischen Umgebung rasch dahinschmelzen“, berichtete Oberleutnant zur See Patrick A. nach seiner Rückkehr.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen verabschiedete sich die japanische Delegation von der Fregatte „LÜBECK“. Kapitän zur See Okawa bedankte sich bei Fregattenkapitän Semrau und seiner Besatzung für den Besuch und für die Gastfreundlichkeit. Besonders die Einblicke und authentischen Gespräche seien von großem Interesse gewesen. Auch Fregattenkapitän Semrau bekundete seinen Dank für den Besuch. „Dieser Besuch ist wieder ein sichtbares Zeichen dafür, dass Meere Nationen nicht trennen, sondern verbinden“, resümierte der Kommandant bei der Verabschiedung im Hangar der „LÜBECK“.

Auch Austausch mit spanischer Fregatte

Bereits einen Tag zuvor gab es im Golf von Aden ein „Crosspoll“ zwischen der „LÜBECK“ und der spanischen Fregatte „NAVARRA“. Auch hier konnten einzelne Besatzungsmitglieder die Möglichkeit nutzen, einige Stunden auf dem anderen Schiff zu verbringen. Gleichzeitig wurde die Zusammenarbeit der Operationszentralen der beiden Schiffe in einer gemeinsamen Ausbildung intensiviert.

 

Kein Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt

An alle Glühweinfans der Fregatte „LÜBECK“!
Leider wird die kleine Bude mit einem der besten Glühweine auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt dieses Jahr nicht eröffnen, da die Besatzung mit dem Schiff unterwegs ist. Also dieses Jahr nicht den leckeren Punsch suchen der nach me(e/h)r schmeckt.
Alle Beteiligten sind sehr traurig, dass es dieses Jahr nichts wird und freuen sich dafür doppelt auf das nächste Jahr.

 

Fregatte „LÜBECK“ übernimmt am Horn von Afrika

Die Fregatte „LÜBECK“ hat am heutigen Tag die Aufgaben bei Atalanta vom Einsatzgruppenversorger „BERLIN“ übernommen. Die Führung des Deutschen Einsatzkontingentes liegt damit in den Händen des Kommandanten der „LÜBECK“, Fregattenkapitän Peter Semrau.



Während der Übergabe auf dem Flugdeck der LÜBECK (Quelle: Bundeswehr/PAO Atalanta)

Nach dem zweiwöchigen Transit der Fregatte in das Einsatzgebiet fand die Übergabe auf dem Flugdeck der „LÜBECK“ im Hafen von Djibouti statt. „Seit Bestehen dieser Mission haben wir zusammen mit unseren Verbündeten viel erreicht, um die Sicherheit der Schiffe des Welternährungsprogrammes zu gewährleisten. Für uns heißt es nun, an das Erreichte anzuknüpfen und weiterhin zur Sicherheit im Seegebiet beizutragen“, sagte Fregattenkapitän Semrau, der nun als Commander Task Group (CTG) an der Spitze der rund 320 deutschen Soldaten steht.

Er übernahm die Dienstgeschäfte von Fregattenkapitän Marcel Rosenbohm, dem Kommandanten der „BERLIN“. Seit Mitte Juli war der Einsatzgruppenversorger vor der Küste Somalias im Einsatz. Semrau nutzte den Hafenaufenthalt in Djibouti, um sich ein Bild von den Arbeitsbereichen seiner an Land stationierten Soldaten zu verschaffen.


Übergabe des „Zepters“: Fregattenkapitän Peter Semrau (r.) übernahm von Fregattenkapitän Marcel Rosenbohm (Quelle: Bundeswehr/PAO Atalanta)

Bereits am 7. Oktober besuchte der jetzige CTG seine Soldaten der Deutschen Verbindungs- und Unterstützungsgruppe (DVUG) in Djibouti sowie die Marineflieger der Einsatzgruppe P-3C „ORION“. Letztere erstellen auf ihren regelmäßigen Patrouillenflügen entlang der somalischen Küste ein Lagebild aus der Luft und unterstützen so die Schiffe am Horn von Afrika.

Fregattenkapitän Semrau fühlt sich anschließend auf die kommenden Aufgaben gut vorbereitet. „Nach den heutigen Eindrücken bin ich mir sicher, dass ich mich auf alle Soldaten des Einsatzkontingentes verlassen kann. Jeder Einzelne trägt einen wesentlichen Teil zur Erfüllung des Auftrages bei. Meine Soldaten, ob an Land oder auf See, sind gut ausgebildet und ich freue mich auf die Aufgaben und Herausforderungen der nächsten vier Monate.“

Die „LÜBECK“ wird voraussichtlich bis zum Februar des nächsten Jahres im Einsatz die Transporte des Welternährungsprogrammes, sowie die Schiffe auf den Seewegen am Horn von Afrika vor möglichen Piraterieübergriffen schützen.

 

Fregatte „LÜBECK“ im Suez-Kanal

Fregatte "LÜBECK" im Suez-Kanal
„LüBECK“ in Valetta (Malta) (Foto: John Grima)

Nachdem die Fregatte „LÜBECK“ vom 29.9. bis 1.10. in Valetta/Malta gelegen hat, ging die Reise durch das östliche Mittelmeer nach Port Said, dem nördlichen Tor zum Suez-Kanal. Seit gestern Mittag musste sie dort warten. Heute morgen um 7:30 Uhr fuhr sie dann mit dem „7 Uhr Bus“ in den Kanal ein und reihte sich hinter Tank- und Containerschiffen ein, die alle eine ungefähre Länge von 275m haben.

Nachtrag: Um 21:15 Uhr hat die „Lucky Lübeck“ den Kanal am südlichen Ende bei Suez verlassen und ist in den Golf von Suez einfahren.

Fregatte "LÜBECK" im Suez-Kanal

Fregatte „LÜBECK“ startet zur Operation „Atalanta“

Um 10 Uhr verließ die Fregatte „LÜBECK“ den Heimathafen Wilhelmshaven, um an der EU-geführten Operation „Atalanta“ teilzunehmen. Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Peter Christian Semrau wird die Besatzung der „LÜBECK“ den Einsatzgruppenversorger „BERLIN“ am Horn von Afrika ablösen.

„Nach einer sehr erfolgreichen Einsatzvorausbildung ist die Fregatte LÜBECK mit ihrer Besatzung bestens auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereitet. Der Transit in das Einsatzgebiet wird zudem genutzt, um neues Personal zu integrieren und den letzten Feinschliff zu erreichen. Auch wenn die Piraterie am Horn von Afrika spürbar zurückgegangen ist, so ist sie weiterhin vorhanden und damit ein ernst zu nehmendes Problem für Hilfslieferungen des Welternährungsprogramms sowie für den Handel über See“, sagte Fregattenkapitän Semrau mit Blick auf die bevorstehenden Aufgaben im Einsatz.

Die Rückkehr nach Wilhelmshaven ist im Februar nächsten Jahres geplant.
 

Fregatte „LÜBECK“ trifft Tender „ELBE“ vor Haffkrug

Letzte Woche kreiselte die „LÜBECK“ noch im Boknafjord vor Stavanger zum NATO FORACS (Naval Forces Sensor and Weapon Accuracy Check)…

Fregatte "LÜBECK" trifft Tender "ELBE" vor Haffkrug

…und seit Samstag liegt sie wieder in der Lübecker Bucht vor Anker.

Fregatte "LÜBECK" trifft Tender "ELBE" vor Haffkrug

Während des gestrigen Sonntagsspazierganges gesellte sich dann auch noch der Tender „ELBE“ dazu und ankerte später über Nacht in unmittelbarer Nähe.

 Fregatte "LÜBECK" trifft Tender "ELBE" vor HaffkrugFregatte "LÜBECK" trifft Tender "ELBE" vor Haffkrug

Am Donnerstag, den 27.03., wird die „LÜBECK“ abends den Stützpunkt in Kiel anlaufen und Sonntag dann wieder in die Lübecker Bucht fahren. Am Wochenende vom 04.04. bis 06.04 ist die „LÜBECK“ zu Besuch in der Patenstadt. Termine zum OpenShip habe ich noch nicht, sollten aber bald bekannt gegeben werden, so dass ich sie hier veröffentlichen werde.

 

Fregatte „LÜBECK“ vor Niendorf/Ostsee

Als gebürtiger Lübecker verfolge ich seit ein paar Tagen über MarineTraffic die Fahrt der Fregatte „LÜBECK“. Als sie sich vorgestern Richtung Skagerrak aufmachte, da hatte ich gehofft, dass sie vielleicht zur SAGA in die Lübecker Bucht führt. Und siehe da, heute Morgen fand ich folgende Position vor:

Fregatte "LÜBECK" vor Niendorf/Ostsee

Die „LÜBECK“ liegt 1,5sm (ca. 2,7km) vor Niendorf/Ostsee vor Anker und die Strömung bzw. der eisige Wind ist zum Fotografieren optimal. Auch -9°C (gefühlte minus 20 Grad) hielten mich nicht davon ab, einen kleinen Abstecher ans Wasser zu machen und habe folgende Bilder für Interessierte anzubieten:

Fregatte "LÜBECK" vor Niendorf/Ostsee Fregatte "LÜBECK" vor Niendorf/Ostsee Fregatte "LÜBECK" vor Niendorf/Ostsee Fregatte "LÜBECK" vor Niendorf/Ostsee Fregatte "LÜBECK" vor Niendorf/Ostsee Fregatte "LÜBECK" vor Niendorf/Ostsee

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