Kommandantenwechsel

Am Donnerstag, den 25. Februar 2021 um 10 Uhr, wird der Kommandeur des 4. Fregattengeschwaders, Kapitän zur See Dirk Jacobus (51), das Kommando über die Fregatte „Lübeck“ von Fregattenkapitän Mathias Rix (46) an seinen Nachfolger Fregattenkapitän Kai Röckel (42) übergeben.

Fregattenkapitän Mathias Rix

Fregattenkapitän Rix hatte das Kommando über die „Lübeck“ im September 2019 übernommen und seither viel mit Schiff und Besatzung erleben dürfen. „Ich blicke auf eine intensive und erfüllte Kommandantenzeit an Bord der letzten beiden Fregatten der Klasse 122 zurück und bin stolz darauf, gemeinsam mit meinen Besatzungen die hinter uns liegenden Aufgaben erfolgreich gemeistert zu haben. Die Menschen an Bord werde ich nie vergessen. Der Besatzung und dem neuen Kommandanten der ‚Lübeck‘ wünsche ich alles erdenklich Gute, sichere und erfolgreiche Seefahrten sowie das notwendige Seemannsglück für die verbleibende, aktive Fahrenszeit der letzten ‚alten Lady'“, so der scheidende Kommandant. Er wird in Zukunft in das Ausbildungsmanagement im Streitkräfteamt in Bonn wechseln.

Fregattenkapitän Kai Röckel

Sein Nachfolger, Fregattenkapitän Röckel, wechselt nun nach seiner Verwendung als Dezernatsleiter der Einsatzplanung und -steuerung im Stab der Einsatzflottille 2 an die Spitze der letzten Fregatte der Klasse F122. „Ich bin stolz und freue mich dieses besondere Schiff mit seiner hervorragenden Besatzung führen zu dürfen. In einem Marineleben ist dies die wahrscheinlich schönste Verwendung in der Marine. Die nächsten Monate werden intensiv und für Schiff und Besatzung eine Herausforderung, die wir gerne annehmen. Ich bedanke mich für die phantastische Übergabe und wünsche meinem Vorgänger auch in seiner neuen Verwendung Fair Winds and Following Seas“, so der zukünftige Kommandant mit Blick auf die bevorstehende Zeit.

Quelle: PIZ Marine

Seemanöver „Vision 2020“ (U-Boot-Abwehr)

Vom 6. bis 16. Oktober übt die Marine intensiv die Jagd auf Unterseeboote. Parallel werden neue Techniken und Taktiken der Anti-Submarine Warfare getestet.

Task Group 501.01: U-Boot „U 33“ war der Sparringspartner für die beteiligten Schiffe. (c)Bundeswehr/Christian Galski

An dem Manöver beteiligt sind deshalb neben dem U-Boot „U 33“, den Fregatten „Mecklenburg-Vorpommern“ und „Lübeck“ sowie zwei Bordhubschraubern vom Typ Sea Lynx Mk88A auch das Forschungsschiff „Planet“ des Ausrüstungsamts BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr). Hinzu kommt, je nach Szenario, ein Seefernaufklärer P-3C Orion aus dem Marinefliegerstützpunkt Nordholz.

Übungsgebiet ist der Skagerrak, also die Nordsee zwischen der Südküste Norwegens und der Nordküste Dänemarks. Hier gibt es unweit vom Heimathafen der U-Jagd-Fregatten Wilhelmshaven ausreichend große Wassertiefen – bis zu 700 Meter in der sogenannten Norwegischen Rinne –, um möglichst unterschiedliche taktische Lagen simulieren zu können.

Der komplette Beitrag ist hier zu finden.

„LÜBECK“ im Skagerrak

Gestern Vormittag hat die Fregatte „Lübeck“ ihren Heimathafen in Wilhelmshaven verlassen und ist auf dem Weg zum Skagerrak. Aktuell (06:00 Uhr) ist sie auf Höhe der Jammerbucht/Dänemark.

Leider liegen mir keine Informationen über ihren „Auftrag“ vor.

Heute Vormittag hat sich die Fregatte „Lübeck“ zum Rendezvous mit der Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“, der Bergungsschlepper „Fehmarn“ und dem Wehrforschungsschiff „Planet“ getroffen.

„LÜBECK“ auf dem Rückmarsch vom ‚Missile Firing Exercise 2020‘

Das regelmäßige große Flugkörperschießen der Deutschen Marine fand dieses Jahr erneut vor der Küste Nordnorwegens statt. Die Fregatten „Mecklenburg-Vorpommern“ und „Lübeck“ der Einsatzflottille 2 sowie die Korvette „Erfurt“ des 1. Korvettengeschwaders haben dabei zwischen dem 31. August und 8. September mehr als 30 gelenkte Raketen gegen Luft- und Seeziele verschossen – und ein Mehrfaches an Artilleriegranaten gegen Landziele.

Ihre Lenkflugkörper haben die Schiffe während der Nacht in einem sicheren Schießgebiet rund 20 Seemeilen nordwestlich der Lofoten-Insel Andøya gegen Zieldarstellungsdrohnen gestartet. Tagsüber dagegen haben die Fregatten und die Korvette mit ihren 76-Millimeter-Hauptkanonen östlich Andøyas im Andfjord in einem zweiten, kleineren Schießgebiet künstliche Ziele auf einer gesperrten Inselgruppe beschossen.

„Das besondere in diesem Jahr war, dass wir auch das sogenannte Landzielschießen, den Naval Gunfire Support, geübt haben“, erklärt Kapitän zur See Michael Sauerborn, Abteilungsleiter Operationen im Stab der Einsatzflottille 2 und Test Director für die Missile Firing Exercise (MFE) 2020. „Das ist eine Fähigkeit, die die Schiffe haben, die wir aber selten in Schießgebieten üben können.“

Die Fregatte „Lübeck“ verfeuert zwei ihrer Sea Sparrows auf ein erkanntes Ziel. Diese Übungen bei Nacht zu fahren, ist auch ein Novum für die Marine. (c) Bundeswehr/Marcus Mohr

„LÜBECK“ in Tromsö/Norwegen

Heute Vormittag hat die Fregatte „Lübeck“ in Tromsö/Norwegen längsseits der Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ festgemacht. Die Korvette „Erfurt“ liegt etwas achteraus ebenfalls am Kreuzfahrtterminal.

„LÜBECK“ bleibt bis Dezember 2022 im Dienst

Das älteste Kampfschiff der Deutschen Marine, die vor 30 Jahren in Dienst gestellte Fregatte „Lübeck“, bleibt ein Jahr länger im Dienst als geplant. Das Schiff werde nun bis Ende 2022 genutzt und nicht Ende 2021 außer Dienst gestellt, teilte Marineinspekteur Andreas Krause mit. Grund sind Verzögerungen bei der Einsatzbereitschaft neuer Fregatten.

Vizeadmiral Andreas Krause machte die Verlängerung für die Fregatte am Dienstag via Twitter bekannt:

Nach Angaben der Marine wurde das geplante Nutzungsende der „Lübeck“ verschoben, weil die neuen Fregatten der Klasse F125 später zur Verfügung stehen als eigentlich geplant. Damit steht die Teilstreitkraft vor dem Problem, eingegangene Verpflichtungen unter anderem in der NATO mit ihren Kriegsschiffen auch erfüllen zu können.

Die „Lübeck“ ist die letzte noch genutzte von ursprünglich acht Fregatten der Bremen-Klasse (F122). Sie war im März 1990 in Dienst gestellt worden. Im jüngsten Bericht zur materiellen Einsatzbereitschaft der Bundeswehr vom Juni hatte die Marine gewarnt:

Wegen der Verkleinerung der Flotte in den letzten Jahren liegt die Einsatzbelastung weiterhin oberhalb des ursprünglich technisch ausgelegten Nutzungsprofils der Einheiten. Daraus resultierte im Bereich der schwimmenden und fliegenden Fähigkeitsträger ein überproportionaler materieller Verschleiß. In Verbindung mit Herausforderungen bei der Bereitstellung von Instandsetzungskapazitäten und Ersatzteilen und beim pünktlichen Abschluss von Instandsetzungen, führte das im Betrachtungszeitraum ein weiteres Mal dazu, dass die materielle Einsatzbereitschaft noch nicht den gewünschten Zustand erreicht hat. Als Konsequenz werden Umplanungen in der Bereitstellung von Kräften für den Ausbildungs-, Übungs- und Einsatzbetrieb weiterhin nicht zu vermeiden sein. Die Last tragen regelmäßig die Besatzungen, für die der Dienst in der Flotte kaum langfristig planbar ist.
Beispielhaft hierfür ist der erforderliche erneute Einsatz der Fregatte „LÜBECK“ im 4. Quartal 2020 zur angewiesenen Teilnahme am militär-politisch relevanten INDIAN OCEAN NAVAL SYMPOSIUM. Die mangelnde materielle Verfügbarkeit alternativer Plattformen und der neuer Einsatzauftrag EU NAVFOR MED IRINI erforderten die Streichung der einsatzvorbereitenden Ruhepause vor der geplanten Teilnahme „LÜBECK“ in einem Ständigen Einsatzverband der NATO ab Januar 2021. Die Einheit befand sich zuvor bis Ende April 2020 im Einsatz mit dem Französischen Flugzeugträger CHARLES DE GAULLE und muss danach noch bis September 2020 an verschiedenen Ausbildungsabschnitten zum Erhalt der Einsatzfähigkeit LV/BV teilnehmen.

Die nächste größere Auslandsreise für die „Lübeck“ , das ist im Rüstungsbericht erwähnt, ist das von Frankreich organisierte Indian Ocean Naval Symposium, das im November auf La Reunion stattfinden soll. Allerdings war es wegen der Coronavirus-Pandemie bereits einmal verschoben worden; ob es nun im November tatsächlich stattfindet, dürfte angesichts der Entwicklung auch in den französischen Überseegebieten noch offen sein.

„LÜBECK“ auf dem Weg zur ‚Missile Firing Exercise 2020‘

Die Fregatten „Mecklenburg-Vorpommern“ und „Lübeck“ sind am 24. August zur jährlichen Missile Firing Exercise der Marine aufgebrochen. Ende September werden sie in ihren Heimathafen Wilhelmshaven zurückkehren.

Neben den Schiffen der Einsatzflottille 2 sind auch die Korvette „Erfurt“ des 1. Korvettengeschwaders, Bordhubschrauber des Marinefliegergeschwaders 5 und ein Seefernaufklärer des Marinefliegergeschwaders 3 an der Übung beteiligt. Auch eine Fregatte der norwegischen Marine wird an dem Vorhaben teilnehmen. Begleitet werden sie durch das Vermessungsboot „Helmsand“ des BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr.

Auf die beiden Fregatten und die Korvette samt ihren Besatzungen wartet im Schießgebiet Andoya vor der Küste Nordnorwegens eine intensive, fordernde Woche. Die Schiffe verschießen unter anderem Seeziel- und Flugabwehrraketen.

„Insbesondere für den Auftrag Landes- und Bündnisverteidigung müssen unsere Besatzungen ihre Waffensysteme beherrschen“, erklärt der Test Director, Kapitän zur See Michael Sauerborn. Er ist Leiter des Flugkörperschießens. „Dazu gehört schlussendlich auch der scharfe Schuss. Nur so kann die Funktionsfähigkeit nachgewiesen werden und die Soldatinnen und Soldaten damit das Vertrauen in die Waffensysteme erhalten.“

Ebenfalls werden „Mecklenburg-Vorpommern“, „Lübeck“ und „Erfurt“ im Schießgebiet den Naval Gunfire Support, das Artillerie-Landzielschießen üben. Dabei unterstützen Marineschiffe an Land kämpfende Soldaten mit ihren Bordgeschützen. Das Heer schickt Soldaten für die sogenannte Joint Fire Support Coordination. Gemeinsam üben beide Teilstreitkräfte hier die taktische Feuerunterstützung.

Aktuell befinden sich die Fregatten und die Korvette auf der Höhe von Flekkefjord.

„LÜBECK“ zurück in Wilhelmshaven

Nachdem das Manöver „Baltops 2020“ am Dienstag zu Ende ging, sind viele ausländische Einheiten nach Kiel gefahren, um dort den Abschluss zu feiern. Ursprünglich sollte das im Rahmen der Kieler Woche stattfinden. Diese fällt in diesem Jahr leider aus, weswegen die Fregatte „Lübeck“ die Heimreise nach Wilhelmshaven angetreten hat, wo sie heute gegen 09:30 Uhr eingelaufen ist.