Viele Informationen zur Fregatte der Klasse 120 und der Klasse 122 sowie der neuen Korvette

Kategorie: Aktuelles zur „F214“ (Seite 19 von 23)

NoCo2015: Tanken auf hoher See

Text- und Bildquelle: 2015 Bundeswehr / Christin Krakow/Presse- und Informationszentrum Marine)

Die erste Woche von Northern Coasts ist bereits beendet. Die teilnehmenden Einheiten haben die Tage intensiv genutzt und ihre Zusammenarbeit weiter verbessert. Dazu gehörten verschiedene Minenabwehrübungen, um auf die kommende Woche gut vorbereitet zu sein, aber auch seemännische Manöver, wie das längsseits Gehen in See, das Postbeutelmanöver sowie die Seeversorgung.

Der Einsatzgruppenversorger „BONN“ verringert langsam seine Geschwindigkeit. „Das am RAS beteiligte Personal sich klar machen!“, ertönt es aus den Lautsprechern der „BONN“. Gleichzeitig nähern sich die Fregatte „LÜBECK“ und die Korvette „BRAUNSCHWEIG“. Die drei Einheiten sind Teil des Manövers Northern Coasts, welches derzeit in der nördlichen Ostsee stattfindet.

Das RAS-Personal findet sich zur Sicherheitsbelehrung auf dem Manöverdeck ein. RAS ist die Abkürzung für replenishment at sea, die Versorgung auf See. Die Marinesoldaten haben sich für das bevorstehende Versorgungsmanöver zusätzlich mit ihren Schwimmwesten, Helmen und Schutzbrillen ausgerüstet. Der Decksmeister teilt das angetretene Personal in zwei Gruppen auf, da beide Einheiten parallel betankt werden sollen.

Um den zu betankenden Einheiten zu signalisieren, dass sie bereit zum Manöver sind, stellt sich das Personal geordnet nebeneinander auf und nimmt parallel Funkkontakt zur Brücke auf. Langsam schließt die Fregatte „LÜBECK“ aus ihrer Warteposition zum Einsatzgruppenversorger „BONN“ auf. Ein langer Pfiff ertönt. „Achtung Bola“, ruft der Decksmeister. Die Soldaten gehen schnell in Deckung, da die Bola von der „LÜBECK“ verschossen wird. „Dabei handelt es sich um ein erschwertes Plastikgeschoss, welches mit einem umgebauten Gewehr verschossen wird“, erklärt der Decksmeister Hauptbootsmann Andreas B.

Betankung beginnt

Ein lauter Knall ertönt. Schnell wird die angeflogene Leine aufgenommen und eingeholt. An ihr sind wiederum dickere gelbe Leinen und ein Stahlseil befestigt, die nun nach und nach eingeholt werden. Die Verbindung steht. „Der Signäler der Fregatte „LÜBECK“ bestätigt dies mit einer roten und grünen Kelle“, beschreibt der Hauptbootsmann die Abläufe des Manövers. Entlang des Stahlseils wird der Tankschlauch langsam zur Fregatte gezogen. Ein paar Minuten später strafft sich der Schlauch und die Betankung startet.

Abstand einhalten

Solange die Verbindung zwischen den Einheiten besteht, muss der Kurs immer parallel gehalten werden. „Wir kontrollieren außerdem ständig die Entfernung zu den anderen Einheiten mit Hilfe von Abstandsleinen“, beschreibt der Marinesoldat. An dieser sind kleine farbige Fähnchen angebracht, an denen man den Abstand ablesen kann. „36 bis 42 Meter sind optimal“, fügt er hinzu. Nach rund 90 Minuten kreuzt der Signäler eine rote und eine grüne Kelle. „Das Manöver ist beendet“, erläutert der Decksmeister. Anschließend holt die „BONN“ den Schlauch langsam zurück und die „LÜBECK“ kappt die Verbindung.

Kurz darauf dreht die Fregatte ab und die Soldaten nehmen ihre Helme ab, um sie zum Dank zu schwenken. Voll betankt können die „LÜBECK“ und die „BRAUNSCHWEIG“ ihre Fahrt nun fortsetzen und ihren Verpflichtungen während des Manövers Northern Coasts nachkommen, ohne extra einen Hafen anlaufen zu müssen.

Viele Manöver wurden im Kattegat durchgeführt. Am Wochenende allerdings führte es die Lübeck durch den Sund Richtung Süden und wieder zurück. Am Montagvormittag wurde dann das AIS abgeschaltet…

Mal sehen, wann das AIS wieder gesendet wird.

 

NoCo2015: Gemeinsame Übungen auf See

Text- und Bildquelle: 2015 Bundeswehr / Christin Krakow/Presse- und Informationszentrum Marine)

Nach dem ersten Aufeinandertreffen und den Besprechungen in Frederikshavn, lernen sich die beteiligten Besatzungen des Manövers Northern Coasts nun in See besser kennen. Eingeteilt in mehrere kleine Gruppen führen sie gemeinsam Übungen in der nördlichen Ostsee durch. Auf dem Plan stehen unter anderem Übungen mit Ubooten, Flugzeugen sowie Schießübungen.

Am ersten Tag stand ein sogenanntes „CASEX“ auf dem Übungsplan des Einsatzgruppenversorgers (EGV) „BONN“. „Das Uboot „U 34“ wird gleich abwechselnd sein Sehrohr, Schnorchel und verschiedene Sensoren zeigen“, informiert die Durchsage auf der Brücke des Versorgers. Einen Moment später beginnt das Uboot mit seinem Tauchgang und lässt nur noch wenige Zentimeter der Sensoren aus dem Wasser ragen. Trotz des diesigen Wetters sind die Rohre gut zu erkennen. Für dieses Ereignis versammelten sich zusätzlich die polnische Fregatte „KOSCIUSZKO“ und Korvette „KAZUB“, die schwedischen Korvetten „HELSINGBORG“ und „NYKOPING“, sowie die deutsche Fregatte „LÜBECK“ und deren Hubschrauber „Sea Lynx“ um das deutsche Uboot.

Angriffe aus der Luft

„Besatzung auf Gefechtsstation!“, ertönt es am folgenden Tag wieder aus den Lautsprechern. Ohne zu zögern rüsten sich die Marinesoldaten mit ihren Flammschutzhauben, Flammschutzhandschuhen sowie den Gefechtshelmen aus. Einige Minuten später folgt eine weitere Durchsage: „Airwarning yellow, airwarning yellow“. Der Verband wird von feindlichen Flugzeugen angegriffen. Mit solchen Gefechtssituationen wird die Besatzung in den kommenden Tagen öfter gefordert werden. Aber noch befinden sich die Einheiten in der Übungsphase.

Feuer frei!

Bei der Abwehr feindlicher Bedrohungen kann es zum Einsatz der Bordwaffen kommen. Um deren Handhabung zu trainieren, begeben sich die „BONN“, die „KOSCIUSZKO“ und die „KAZUB“ am Nachmittag in ein zugewiesenes Seegebiet. Abwechselnd sollen die polnischen Einheiten und der EGV „BONN“ mit ihren Bordwaffen schießen. Zwei Marineleichtgeschütze der „BONN“ schwenken in die vorgegebene Richtung. „Silverhammer, Silverhammer“, warnt eine Durchsage.

Mehrere laute Schüsse ertönen. Wenig später sind die Einschläge an den Fontänen im Wasser zuerkennen. „Der Anlauf ist beendet, das Schießen ist beendet“. Auch für die kommenden Tage ist der Übungsplan des Manövers Northern Coasts gut gefüllt. In der herannahenden Woche wird für die Schiffe, Boote und Luftfahrzeuge ein anspruchsvolles Szenario eingespielt, auf welches sie reagieren müssen, um für den Ernstfall zu trainieren.

 

Fregatte „LÜBECK“ als Tanker getarnt

Bildquelle: www.marinetraffic.com

„Nirgendwo ist es schöner, als auf See“ – Mit diesen Worten beendete Flottillenadmiral Georg von Maltzan am 12. September im dänischen Frederikshavn die Start-Konferenz der multinationalen Übung Northern Coasts. Die Worte des verantwortlichen Übungsdirektors der Deutschen Marine stellten gleichzeitig den Abschluss der nahezu ein Jahr dauernden Planungen und den Beginn der aktiven Manöverphase dar.

Am Montag, den 18. September, lief der Verband aus Frederikshavn und Skagen aus. Mittags verließ auch die „LÜBECK“ mit der Schleperhilfe von „BOB“ und „SVITZER GAIA“ den Hafen von Skagen und führ Richtung Skagerrak.

Am Mittwoch hatte die „LÜBECK“ das AIS-Signal verfälscht und ist als 50m langes Tankschiff „LUEBE“ durch die Tannisbucht gefahren. Zielhafen ist wohl am Heiligen Abend die Bunkerstation von Skagen (Skaw).

Nachdem das AIS-Signal wieder umgestellt war, befand sich die „LÜBECK“ schon im Kattegat, wo sie sich aktuell auch noch aufhält.

Nächste Woche soll die Übung ihren Abschluss bei der Insel Fehmarn finden.

 

Fregatte „LÜBECK“ zur Übung „FLOTEX 2015“ ausgelaufen

Seit Dienstag, den 1.September, verlässt die „LÜBECK“ täglich gegen 08:00 Uhr den Marinestützpunkt Kiel, um am FLOTEX 2015 (Flotilla Exercise) teilzunehmen und macht gegen 16:00 Uhr wieder an der Scheermole fest.

Über die bekannten Webcams in Laboe konnte ich das Auslaufen des Verbandes aus der Förde verfolgen. Hier sind die schönsten Bilder der vergangenen Tage; zunächst natürlich die Fregatte „LÜBECK“…

… hier der Einsatzgruppenversorger „BONN“ …

… hier die Korvette „Braunschweig“ …

… dann das Hohlstablenkboot „SIEGBURG“ mit „SEEHUND 04“ und „SEEHUND 09“ im Schlepptau …

… zu guter letzt das Schnellboot „S75 ZOBEL“.

Das ebenfalls teilnehmende Minenjagdboot „HERTEN“ ist mir nicht vor die Kameras gekommen.

 

Fregatte „LÜBECK“ mit Krawatte von Riga nach Kiel

Bildquelle: marinetraffic.com

Nachdem die „LÜBECK“ am Montag, den 24.August, Riga um 11:00 Uhr Ortszeit mit Hilfe der Schlepper „CASTOR“ und „ORION“ verlassen hat…

… nahm sie Generalkurs in die westliche Ostsee auf. Dabei ging es östlich an Gotland vorbei Richtung Bornholm.

Aber was war südlich von Bornholm los? Navigations-Belehrungsfahrt oder hatte der Kommandant eine „Krawatte“ und wolte es allen zeigen?

Wie auch immer, die „LÜBECK“ hat nach einigen Kringeln vor der Eckernförder Bucht gestern Nachmittag gegen halb fünf an der Tirpitzmole in Kiel festgemacht.

Nun beginnt die Vorbereitung auf die anstehenden Manöver NORTHERN COAST und FLOTEX zusammen mit zahlreichen Ostseeanreinerstaaten im September in der Ostsee. Mal sehen, was man per AIS so mitbekommt!?

 

Fregatte „LÜBECK“ in Riga / Lettland eingetroffen

Bildquelle: marinetraffic.com

Nachdem die „LÜBECK“ seit Montag verschiedene Übungen in der mittleren Ostsee unternommen hat …

… ist sie gestern in der Bucht von Riga eingetroffen …

… um heute Morgen in Riga einzulaufen …

… und um 8:00 Uhr im Stadthafen festzumachen.

Für interessierte Bürger wird am Samstag, den 22. August von 10 bis 17 Uhr sowie am Sonntag, den 23. August von 10 bis 17 Uhr ein OPEN SHIP durchgeführt. Bei diesen Veranstaltungen besteht die Möglichkeit, die Fregatte näher kennenzulernen und mit der Besatzung ins Gespräch zu kommen. Der Liegeplatz der Fregatte „LÜBECK“ wird an der Vanšu-Brücke sein.

Nachtrag: Die beiden folgenden Bilder habe ich kürzlich von Julian Fuchs erhalten. Er ist u.a. der Bordfotograf der „LÜBECK“ und hat eine eigene Homepage, auf der mehr über sein Talent zu sehen ist. Vielen lieben Dank für die Freigabe der Bilder.

Am Montag, dem 24. August wird die „LÜBECK“ Lettland um 10 Uhr verlassen, um sich auf den Weg in Richtung Deutschland zu machen. Dort wird die Fregatte am 26. August im Marinestützpunkt Kiel festmachen und sich auf die anstehenden Manöver NORTHERN COAST und FLOTEX zusammen mit zahlreichen Ostseeanreinerstaaten im September in der Ostsee vorbereiten.

 

Fregatte „LÜBECK“ zu Besuch in Stockholm

Quelle: marine.de

Neben den offiziellen Gästen hatten zusätzlich interessierte Bürger die Gelegenheit, das Schiff und seine Besatzung aus nächster Nähe in der schwedischen Hauptstadt Stockholm zu erleben. Zudem diente der Besuch dazu die schwedisch-deutschen Beziehungen weiter zu vertiefen.


Fregattenkapitän Peter Christian Semrau mit dem Deutschen Botschafter Michael Bock (Quelle: 2015 Bundeswehr / Julian Fuchs)

Am 14. August lief die Fregatte LÜBECK“ in den Hafen von Stockholm ein und sorgte bereits bei ihrer Ankunft für Aufsehen. Um den Liegeplatz platzierten sich hunderte neugierige Passanten und bestaunten das Schiff beim Anlegen im Stadthafen.

Nach dem Einlaufen absolvierte der Kommandant der „LÜBECK“, Fregattenkapitän Peter Christian Semrau, zunächst seinen Antrittsbesuch im königlichen Schloss. Hierzu hatte der Kommandeur der königlichen Garde auch Repräsentanten der Stadt Stockholm und der militärischen Führung Schwedens eingeladen. Bei den anschließenden Gesprächen im Schloss wurde die deutsch-schwedische Beziehung thematisiert und Gastgeschenke übergeben.

Der Aufenthalt in Stockholm war geprägt durch mehrere Veranstaltungen an Bord der Fregatte „LÜBECK“. So gab es ein Spitzenessen mit Honoratioren der Stadt Stockholm und der schwedischen Streitkräfte in der Offiziermesse und abends einen Empfang auf dem Flugdeck.


Offizieller Empfang auf dem Flugdeck der Fregatte „LÜBECK“ (Quelle: 2015 Bundeswehr / Julian Fuchs)

Zu beiden Veranstaltungen lud der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Michael Bock, und zeigte sich sehr begeistert vom Besuch der „Lübeck“ in Stockholm. „Ich freue mich sehr darüber, nach vielen Jahren wieder ein Schiff der Deutschen Marine hier in Stockholm begrüßen zu dürfen und bedanke mich bei der gesamten Besatzung für Ihre gute Arbeit“, so der Deutsche Botschafter bei der offiziellen Eröffnung des Empfanges.

Open Ship im Stadthafen Stockholm
Am 16. August wurde für interessierte Bürger von 10 bis 17 Uhr ein Open Ship angeboten. Hierbei bestand für alle die Möglichkeit, Schiff und Besatzung näher kennenzulernen. Insgesamt nutzten über 700 Besucher diese Veranstaltung und zeigten sich nach ihrem Besuch begeistert davon, ein Marineschiff dieser Größe aus aller nächster Nähe betrachten zu können.


Stockholm im Sonnenuntergang (Quelle: 2015 Bundeswehr / Julian Fuchs)

Die Besatzungsmitglieder nutzten die freie Zeit in der größten Stadt Skandinaviens, um sich von den ausbildungsintensiven Tagen in See zu erholen und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten vor Ort zu erkunden.

Die Fregatte „LÜBECK“ ist seit dem 1. August mit ihrer 180-köpfigen Besatzung in der Ostsee unterwegs, um in See verschiedene Ausbildungsinhalte wie zum Beispiel Feuer im Schiff oder Gefechtsdienst zu üben.

 

Auslaufen aus Stockholm

Gestern konnte ich Bilder von zwei Webcams in Stockholm machen, die das Auslaufen aus Stockholm ein wenig dokumentieren. Gegen 9:30 Uhr machten sich die Schlepper „TUG“ und „MONTFRED“ auf den Weg zur Fregatte, um beim Ablegemanöver und der Drehung im Hafen zu ünterstützen.

Leider etwas klein, aber trotzdem erkennbar ist das pünktliche Ablegen um 10:00 Uhr selbst sowie die Drehung (oben rechts in den Bildern).

Und nach der Drehung ging es hinaus in die wunderbare Schärenwelt vor Stockholm in Richtung Ostsee. Wer da schon einmal durchgefahren ist, der weiß, welch traumhafte Landschaft erneut auf die Besatzung der „LÜBECK“ wartet.

 

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