Botschafter in Blau – Die „LÜBECK“ in Tansania

Autor: Ulrike Harz – Quelle: www.einsatz.bundeswehr.de

Die Fregatte „LÜBECK“ beteiligt sich derzeit an der EU-Mission „Atalanta“ am Horn von Afrika. Für einen kurzen Aufenthalt lief das Schiff Anfang Dezember in den Hafen von Dar Es Salaam ein. Der deutsche Botschafter in Tansania, Egon Kochanke, nutzte die Gelegenheit und begrüßte die Marinesoldaten im Hafen der größten Stadt des Landes.


Der deutsche Botschafter und der Kommandant nehmen die Gäste in Empfang (Quelle: Bundeswehr/David Kalbfleisch)

„Ich bin sehr stolz auf die Männer und Frauen, die eine wichtige und gute Arbeit im Rahmen des Einsatzes leisten. Die Soldaten tragen einen wesentlichen Teil zur Stabilisierung des Seegebietes sowie zur humanitären Hilfe für Somalia bei, indem sie die Schiffe des Welternährungsprogrammes schützen.“ erklärte der deutsche Botschafter Kochanke vor einem Publikum aus deutschen und tansanischen Soldaten sowie Gästen aus Politik und Wirtschaft. Kurz nach Einlaufen der Fregatte in Dar Es Salaam begrüßte er den Kommandanten der „LÜBECK“, Fregattenkapitän Peter Christian Semrau. „Als Marinesoldaten bewegen wir uns regelmäßig auf den Ozeanen dieser Welt. Im Vordergrund stehen stets die Hauptaufträge unserer Missionen. Daneben ist es mir jedoch auch wichtig, als Botschafter in Blau aufzutreten und so die Kontakte zu unseren Verbündeten und befreundeten Nationen zu pflegen“, so der Kommandant.


Antrittsbesuch beim stellvertretenden Inspekteur der tansanischen Marine (Quelle: Bundeswehr/David Kalbfleisch)

Den Vormittag des Tages nutzte Fregattenkapitän Semrau auch, um einen Antrittsbesuch beim stellvertretenden Inspekteur der tansanischen Marine sowie dem Bürgermeister der Stadt Dar Es Salaam durchzuführen. „Der Austausch mit den Marinen anderer Nationen dient nicht nur dem besseren Verständnis, sondern ist auch eine wichtige Voraussetzung, um zukünftige Kooperationsmöglichkeiten identifizieren zu können“ sagte der Kommandant nach den Besuchen. Zur gleichen Zeit hatte die Facharztgruppe der Fregatte „LÜBECK“ die Gelegenheit, den Regionalarzt des Auswärtigen Amtes für Nordafrika bei einer Krankenhausinspektion in Dar Es Salaam zu begleiten. Auf dem Programm stand ein Besuch der Notaufnahme und der Kardiochirurgie des Muhimbili-Universitätsklinikums, außerdem die Besichtigung des privaten Aga-Khan-Krankenhauses. Beim gemeinsamen Empfang des Botschafters und des Kommandanten am 6. Dezember 2014 bestand erneut die Möglichkeit, sich über alle Ebenen in Politik, Militär und Wirtschaft hinweg auszutauschen. „Ich freue mich über das große Interesse an der Arbeit, die meine Soldaten während des fünfmonatigen Einsatzes leisten. Der letzte geglückte Piraterievorfall ist nun schon fast zwei Jahre her. Dies zeigt, dass sich die Operation ATALANTA positiv auf die Sicherheitslage an den Küsten und Meeren in der Region auswirkt.“, erklärte der Kommandant.

 

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