Fregatte „LÜBECK“ kehrt von Atalanta zurück

Quelle: www.marine.de 

Nach ihrem erfolgreichen Auslandseinsatz am Horn von Afrika ist die Fregatte „LÜBECK“ am 27. Februar in ihren Heimathafen Wilhelmshaven zurückkehrt. Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Peter Christian Semrau beteiligten sich die Männer und Frauen der „LÜBECK“ seit Ende September 2014 an der EU-geführten Operation Atalanta.


Herzlich Willkommen zu Hause (Quelle: 2015 Bundeswehr / Kim Brakensiek/Presse- und Informationszentrum Marine)

„Dieser Einsatz war für die Fregatte „LÜBECK“ erfolgreich. Wir haben weiter dazu beigetragen, die Sicherheitslage vor der somalischen Küste zu stabilisieren. So gab es seit fast zwei Jahren keinen erfolgreichen Angriff mehr durch Piraten“, sagte Fregattenkapitän Semrau. Sein Resümee: „Dies zeigt, wie wichtig unser Auftrag hier vor Ort ist und verdeutlicht, dass die intensive Zusammenarbeit sowie alle getroffenen Maßnahmen, im Verbund mit allen beteiligten Nationen, Wirkung zeigen“.

Mit Blick auf seine Besatzung fügte er hinzu: „Sie sind den an Sie gestellten Anforderungen zu jeder Zeit mehr als gerecht geworden und haben den Auftrag vorbildlich erfüllt. Sie sind ein Team, auf das ich äußerst stolz bin und über das sich jeder Kommandant glücklich schätzen kann.“ Nach mehr als 150 Tagen Einsatz und 33.400 zurückgelegten Seemeilen, was etwa eineinhalb Erdumrundungen entspricht, wird die Besatzung der Fregatte „LÜBECK“ nach ihrer Rückkehr in den Urlaub gehen.

Hintergrundinformationen


Rückkehr aus dem Einsatz (Quelle: 2015 Bundeswehr / Sophie Fiebeler/Presse- und Informationszentrum Marine)

Die von der Europäischen Union (EU) geführte Operation Atalanta hat das Ziel die Transporte des Welternährungsprogrammes (WFP) zu schützen und die Piraterie am Horn von Afrika einzudämmen. Seit Beginn der EU-Operation im Dezember 2008 wurde kein Schiff des WFP durch Piraten angegriffen. Dadurch erreichten bisher mehr als 800.000 Tonnen Nahrungsmittel und Hilfsgüter ihr Ziel. Somit konnten viele Leben der notleidenden Bevölkerung in Somalia gerettet werden. Die Tätigkeiten der Piraten sind mit Beginn der Operation signifikant zurückgegangen und seit über einem Jahr ist kein Handelsschiff in die Hände der Piraten gefallen.

Das Einsatzgebiet der Operation Atalanta umfasst den See- und Luftraum im Golf von Aden sowie einen Teil des Indischen Ozeans und des Arabischen Meeres. Es hat die zwanzigfache Größe Deutschlands.


Besatzung der „Lübeck“ in Passieraufstellung (Quelle: 2015 Bundeswehr / Kim Brakensiek/Presse- und Informationszentrum Marine)

Der Hauptauftrag ist der Schutz der Schiffe des Welternährungsprogrammes und der Mission der Afrikanischen Union in Somalia. Die Verhinderung von Akten der Piraterie sowie das Aufgreifen, Festhalten und Überstellen von der Piraterie verdächtigen Personen ist ein weiterer Kernpunkt des Einsatzes. Zusätzlich werden die Fischereiaktivitäten vor der Küste Somalias überwacht.

Im Einklang mit den Bestimmungen des Völkerrechts hat der Bundestag erstmals am 19. Dezember 2008 einer deutschen Beteiligung an der EU-Operation Atalanta zugestimmt. Letztmalig wurde das Mandat am 22. Mai 2014 um ein weiteres Jahr bis zum 31. Mai 2015 verlängert. Deutschland kann sich am Horn von Afrika mit bis zu 1.200 Soldatinnen und Soldaten am Kampf gegen die Piraterie beteiligen.

Seit Beginn der EU-Operation ist die Deutsche Marine mit mindestens einer Fregatte oder einem Einsatzgruppenversorger im Operationsgebiet vertreten. Unterstützt werden die Besatzungen während ihres Einsatzes von einem Rechtsberater, Feldjäger, Übersetzer und einer erweiterten Facharztgruppe. Darüber hinaus gehören grundsätzlich Bordhubschrauber, ein Aufklärungsflugzeug und ein Boardingteam zur Überprüfung von kleineren Schiffen zum deutschen Einsatzkontingent.


Zurück in der Heimat (Quelle: 2015 Bundeswehr / Kim Brakensiek)

Angehörige der Besatzung betreten das Schiff (Quelle: 2015 Bundeswehr / Sophie Fiebeler)

Auf der Onlineseite der Wilhelmshavener Zeitung gibt es eine weitere sehr interessante Bilderstrecke zum Einlaufen der Fregatte „LÜBECK“. Hier ist der Link dorthin: WZ-Online

 

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