Schnellboot Klasse 143A

14,50 

Konstruktion: Andreas Jacobsen

Modelllänge ca. 23,0 cm – Maßstab 1:250
Schwierigkeitsgrad: schwierig

776 Bauteile
4,25 Bögen DIN-A4 in unterschiedlicher Grammatur und mit farbigem Rückseitendruck

7 Seiten Fotobauanleitung, viele Skizzen und Teileliste

Lieferzeit: 3 - 5 Tage

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Artikelnummer: 107 Kategorie:

Beschreibung

Die Boote der GEPARD-Klasse wurden ursprünglich zur Küstenverteidigung und Überwachung der Nord-und Ostsee eingesetzt. Mit der konzeptionellen Neuorientierung der Bundeswehr von einer reinen Verteidigungsarmee hin zu einer gegebenenfalls weltweit einsetzbaren Eingreiftruppe genügen die Schnellboote nicht mehr den Anforderungen (Gründe: Ein-Wachen-System, d.h. keine Schichtwechsel, eingeschränkte Seefähigkeit, geringe Durchhaltefähigkeit).

Die Flugkörperschnellboote der Gepard-Klasse (Klasse 143A) der Bundesmarine/Deutschen Marine stellen den bisherigen Abschluss der Schnellbootentwicklung in Deutschland dar.
Sie wurden aus der Albatros-Klasse (Klasse 143) weiterentwickelt und sind mit diese weitgehend baugleich. Die zehn Boote der Klasse wurden von 1982 bis 1984 im 7. Schnellbootgeschwader in Dienst gestellt und waren seit 2006 die letzten Schnellboote der Deutschen Marine. Der Heimathafen war zuletzt der Marinestützpunkt Warnemünde in Rostock, bis das Geschwader am 16. November 2016 außer Dienst gestellt wurde.

Vom 01.10.1999 bis zur Auflösung des 2. Schnellbootgeschwaders am 28.06.2006 waren jeweils fünf Boote der Klasse 143 und fünf Boote der Klasse 143 A im 2. und im 7. S-Geschwader gefahren. Vom 2. SG waren die Boote „S66 Greif“, „S67 Kondor“, „S68 Seeadler“, „S69 Habicht“ und „S70 Kormoran“ an das 7. SG abgegeben worden, dafür waren vom 7. SG „S76 Frettchen, „S77 Dachs“, „S78 Ozelot“, „S79 Wiesel“ und „S80 Hyäne“ zum 2. SG versetzt worden. Damit sollte den Booten der Klasse 143 in gemischten Rotten der Nächstbereichsschutz gegen Flugkörper durch die Boote der Klasse 143 A zugute kommen, während sie eine höhere artilleristische Feuerkraft und die drahtgesteuerten Torpedos einbrachten. So konnte eine gemische Rotte drei 76mm-Geschütze, acht MM 38, zwei SEAL und 21 RAM-FK sowie Minen zum Einsatz bringen. Mit Auflösung des 2. S-Geschwaders kamen die Boote der Klasse 143 A wieder zum 7. S-Geschwader zurück.

Ab 2008 wurden die Boote der Gepard-Klasse zunächst durch fünf Korvetten der Braunschweig-Klasse ergänzt. Vier weitere in die Bundeswehrplanung eingebrachte Fregatte (Mehrzweckkampfschiff 180) sollen die Schnellboote schließlich ganz ablösen. Am 16. November 2016 wurde mit „S80 Hyäne“ das letzte Boot des 7. (und letzten) Schnellbootgeschwaders außer Dienst gestellt.

Die Gepard-Klasse war mit vier Seezielflugkörpern EXOCET und dem Führungs- und Waffeneinsatzsystem AGIS („Automatisches Gefechts- und Informationssystem für Schnellboote“) zur Koordinierung des Feuerkampfes mit anderen Einheiten ausgestattet.
Die Mehrzweckgeschütze vom Kaliber 76mm gaben den Booten auch eine für Schnellboote außer-gewöhnliche artilleristische Feuerkraft.
Im Unterschied zur Vorläuferklasse verfügten die Boote über keine Torpedos mehr, dafür wieder über Minenlegekapazität.
Das Raketenabwehrsystem RAM, das anstelle des achteren Geschützturmes installiert wurde, verlieh ihnen einen erheblich verbesserten Eigenschutz. Allerdings kam dieses System erst etwa zehn Jahre nach der Indienststellung der Boote aufgrund von erheblichen Verzögerungen in der Entwicklung ab 1993 an Bord. Bis dahin waren sie aufgrund des fehlenden Geschützes schwächer bewaffnet als die Albatros-Klasse.

 

Zusätzliche Information

Klasse 143A

"S71 Gepard", "S72 Puma", "S73 Hermelin, "S74 Nerz", "S75 Zobel", "S76 Frettchen, "S77 Dachs", "S78 Ozelot", "S79 Wiesel", "S80 Hyäne"