Schnellboot Klasse 148

20,50 

Konstruktion: Andreas Jacobsen

Modelllänge ca. 11,6 cm – Maßstab 1:250
Schwierigkeitsgrad: schwierig

2 x ca. 707 Bauteile für zwei Modelle
8 Bögen DIN-A4 in unterschiedlicher Grammatur und mit farbigem Rückseitendruck
7 Seiten Fotobauanleitung, viele Skizzen und Teileliste

Lieferzeit: 3 - 5 Tage

Artikelnummer: 105 Kategorie:

Beschreibung

Aufgabe der Schnellboote im Rahmen der NATO war die Verteidigung der Ostseezugänge sowie die Verhinderung von Landeoperationen an der Ostseeküste. Das Schnellboot bot sich für die kleinteiligen Küsten in Deutschland und Dänemark geradezu an.

Die Boote waren gut 25 Jahre im Dienst und ursprünglich für die Überwasserkriegsführung in Nord- und Ostsee konzipiert. Zwischenzeitlich sind sie mehrfach umgerüstet worden, um den neuen Herausforderungen, beispielsweise für Einsätze im Mittelmeer oder dem Atlantik, gewachsen zu sein.

Die Schnellboote der Klasse 148 (Tiger-Klasse) waren eine Klasse von Flugkörperschnellbooten der Deutschen Marine, die von 1972 bis 2002 im Dienst standen. Sie wurden in Frankreich auf Grundlage von Entwürfen der deutschen Lürssenwerft entwickelt. Daraus entstand eine Familie von Bootsklassen, die als La Combattante bekannt und erfolgreich exportiert wurde. Die Entsprechung der deutschen Boote war dabei die leicht verlängerte La-Combattante-II-Klasse mit einem Stahlbootskörper.

Alle Boote waren ausgerüstet mit vier MTU-Dieselmotoren, vier MM38-Anti-Schiffs-Flugkörper „EXOCET“, einem 76 mm OTO-Melara Geschütz und einem 40 mm Bofors L/70 Geschütz. Optional war eine Minenlegevorrichtung für bis zu 8 Minen.

Vom Erscheinungsbild her sahen die Boote 25 Jahre gleich aus. Eine deutliche Änderung betrifft das 40mm-Heckgeschütz. Es wurde in den 1980er Jahren auf allen Booten mit einer Wetterschutzkuppel der Firma Mauser ausgerüstet.

Weitere Änderungen ergeben sich in der Radar- und Elektronikausstattung. Insbesondere der nachträgliche Einbau von „PALIS“ (Passiv-Aktiv-Lageinformationssystem) ab 1982, dem Austausch des Feuerleitradars „POLLUX“ ab 1990 durch das neue störfestere „CASTOR“ und der Einbau der Weiterentwicklung „TRITON G“ als Überwasser- und Luftsuchradar sind für die Aufwertung der Boote entscheidend. Gleichzeitig lief eine umfangreiche Asbestsanierung auf 18 der 20 Boote.

Ebenfalls kam es ab 1990 auf jeweils fünf Booten des 3. und 5. Geschwaders zum Einbau der „OCTOPUS“, einer Anlage zur elektronischen Kampfführung (EloKa). Da die Anlage im Mast einiges an Gewicht mitbrachte, musste zum Ausgleich auf die beiden optischen Feuerleitstände auf der Brücke verzichtet werden. Weiterhin durften auch zwei Treibstofftanks nicht mehr verwendet werden und die Kommandanten mussten auf eine Dusche im Aufbau verzichten.

Die Außerdienststellung der beiden ersten Boote begann 1992, weitere Boote folgten, die letzten Einheiten gingen Ende 2002 außer Betrieb. Die „OCTOPUS“-Anlagen wurden an die Schnellboote der Klasse 143 Albatros weitergegeben.