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    „Pjotr Weliki“ – Vordere Aufbauten … und endgültiger Bauabbruch

    Publiziert in der Kategorie: "Pjotr Weliki" | 4 Kommentare
    (11 Bewertung(en), durchschnittlich: 4,45 von 5)
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    Die ersten Aufbauten, die zu erstellen sind, sind diejenigen vor der Brücke. Auf den folgenden Bildern ist der Bereich gelb eingekreist.

    "Pjotr Weliki" "Pjotr Weliki"

    Sie betreffen die Spanten (N65) bis (N75). Dazu verdoppelnde Deck (N73) hatte ich noch nicht verarbeitet und deswegen lange suchen müssen. Hier die Spanten sowie die Aufbauwände und deren Anbauteile.

    Pjotr Weliki 0435 Pjotr Weliki 0436

    Die ersten drei Anbauwände sind mit Anbauteilen versorgt, bzw. weitere Anbauteile sind vorbereitet und werden erst nach dem Ankleben der Wände auf das Spantengerüst aufgesetzt.

    Pjotr Weliki 0437

    Beim Anbau dieser Wände folgt der nächste Ärger … die oberen Kanten sollen gerundet werden, aber das passt bei mir nicht wirklich gut am Deck; außerdem entsteht in der einen Ecke jeweils eine Lücke, weil der Konstrukteur eindeutig falsch gezeichnet hat.

    Voller neuer Motivation bin ich letzte Woche angetreten, um an dem Raketenkreuzer weiter zu machen. Ich habe mich wieder in das Modell und die Denke des Konstrukteur eingearbeitet, aber ich breche den Bau an dieser Stelle nach 112 Bastelstunden und 2741 gebauten Teilen endgültig ab. Bauberichte anderer Modellbauer, die das Modell zwar „irgendwie“ zusammengeklebt haben, bestätigen mich, denn es geht insgesamt so fehlerhaft weiter. Bis hierher hatte ich ja auch schon mächtig Probleme gehabt, um das Modell überhaupt so weit zu bekommen. Mein Anspruch an Kartonmodellbau ist definitiv ein anderer … dazu gehört nicht dieser Modellbaubogen. Ich bin beim Basteln wahrlich ein geduldiger Mensch, aber die Bauteile müssen passen und nicht erst mit Papiermatsche passend gemacht werden. Ich möchte auch nicht erst eine ganze Weile recherchieren, wie die Teile, nachdem man sie denn endlich auf den Bögen gefunden hat, zusammengebaut werden müssen. Das muss alles eindeutig sein und auch relativ schnell aus der Bauanleitung oder auch nur aus den Bauteilen erkennbar werden. Irgendwie habe ich hier an der „Pjotr Weliki“ gerade ein Déjà-vu mit der „Cap San Diego“ in 1:250 von Dom Bumagi – deshalb ist auch hier jetzt Schluss. Ich gehöre mit dem mir seit vielen Jahren, ach, es sind bereits mehr als drei Jahrzehnte, angedichteten Perfektionismus scheinbar nicht zur Zielgruppe osteuropäischer Modellbaubögen.

    Mein Fazit zum Modellbaubogen des „Pjotr Weliki“ bis hierhin: der Karton ist gewöhnungsbedürftig, weil er sich auf Grund der Stärke nicht gut formen lässt. Der Druck ist teilweise außerhalb der Bauteile gerutscht. Zur Bauanleitung fällt mir nicht viel ein; sie ist eben nur eine Empfehlung. Der gesamte Bogen ist etwas für Modellbauer, die sehr viel improvisieren können und vor allen Dingen das auch so wollen. Von meiner Seite gibt es absolut keine Kaufempfehlung, denn für 200 EUR incl. Platinen erwarte ich deutlich mehr als diesen nicht kontrollgebauten Bogen. Wahrscheinlich hat nicht einmal der Konstrukteur sein Modell nach Konstruktionsende gebaut, denn dann hätten ihm diese vielen Fehler auffallen müssen.

    Sollte sich ein Interessent für dieses begonnene Modell finden, dann bitte eine Mail an mich, ansonsten wird in ein paar Wochen alles der Altpapierverwertung zugeführt.

     

    4 Kommentare zum Thema „Pjotr Weliki“ – Vordere Aufbauten … und endgültiger Bauabbruch

    1. Schade, schon eine Menge Geld für den Altpapier-Container. Ich würde es schon fast unverschämt nennen einen offenbar so unfertigen Bogen für derartiges Geld zu vermarkten.

      1. Ja, so ist das. Ich gehe da noch einen Schritt weiter und würde es fast schon „Betrug am Kunden“ nennen.
        Wie gesagt, mein Anspruch ist ein ganz anderer, aber da stehe ich ziemlich alleine in der Konstrukteurswelt. Auch ich möchte in meinem Kleinverlag einen Bogen so schnell wie möglich herausbringen, aber niemals ohne den Kontrollbau eines anderen Modellbauers.

    2. Moin Andreas,
      schade! Und dann fällt man der Zensur zum Opfer, weil man kritisch hinterfragt. Du hast doch immer genau erklärt, was das jeweilige Problem ist. Das ist der Sinn der Bauberichte. Nicht nur „Friede, Freude, Eierkuchen“, bla, bla. Selbstverständlich sind die Ansprüche verschieden, einige sind pütscheriger als die anderen. Ist doch auch O.K!!!!!
      Bin übrigens auch schon mehrmals negativ aufgefallen und zensiert worden.
      Gruß
      Ralph

      1. Moin Ralph
        Für genau diese Themen gibt es demnächst das Forentreffen in Mespelbrunn, an dem ich weiterhin teilnehmen werde. Dort werde ich das noch einmal ansprechen und dann gibt es für mich irgendeinen Konsens daraus. Mal sehen, ob ich mich damit abfinden kann.
        Du bist im Forum negativ aufgefallen? Tja, du heißt ja auch nicht Benjamin Fentens. Andere wären bei seinem verbalen Rundumschlag gegen ehemalige HMV-Konstrukteure und HMV-Befürworter vor ein paar Wochen für mehrere Wochen gesperrt oder rausgeschmissen worden – nur er nicht. „Ein Schelm , wer Böses denkt…“
        Liebe Grüße
        Andreas

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