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    „Pjotr Weliki“ – Schornstein (Turmmast)

    Publiziert in der Kategorie: "Pjotr Weliki" | Kommentieren?
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    Dieser markante Turmmast mit dem oben drauf befindlichen riesigen Radargerät vom Typ „MR-800 Voskhod“ (Top Pair), einem 3D-Langstrecken-Suchradar, macht die Silhouette des Schiffes aus.

    Silhouette

    Die Bauanleitung ist für eine Anleitung ziemlich gruselig und ich habe schon einen halben Tag damit verbracht, sie irgendwie zu lesen.

    Grundsätzlich scheinen die Bauteile bei der Nummer (203) zu beginnen. Die Seitenteile heißen jedoch (151L+R) und sind richtig groß, weil auch noch Aufbauwände der beiden unteren Etagen und des Brückenkomplexes dran hängen. Wahnsinn, wer baut das so an? Ich nicht! Darum habe ich mir mindestens eine Dreiteilung überlegt, wahrscheinlicher sind jedoch vier Teile, aber das entscheidet sich später. Hier ein Foto beider Bauteile, die übrigens nicht in der Bauanleitung auftauchen, und wie ich sie trennen werde.

    Die blaue Linie – hier mit 1 beschriftet – trennt die Seitenwand der Schornsteine ab. Die violette Linie – 2 – trennt die Brückenaufbauten ab. Und die grüne Linie teilt noch einmal die Aufbauten Decks übereinander. Weil später, wahrscheinlich wenn erst die sämtlich Hauptaufbauten fertig sind, seitlich noch Decks angebracht werden, dürfte man diese Schnittstellen nicht sehen. So weit meine Überlegungen … und nun geht es zur Tat.

    Pjotr Weliki 0388

    Die Lüftergitter (177) – diese Bauteile sind in der Zusatzplatine enthalten, was ich leider zu spät bemerkt habe, weil ich diese Teile unerklärlicherweise nicht in meiner Teileliste eingetragen hatte – werden hinter die auszuschneidenden Öffnungen der Seitenteile geklebt. Bei der Suche nach den Anbauteilen (152) bin ich auch bei den kurzen Aufbauwänden vor dem Schornstein fündig geworden. Es sind dies die Teile (153L+R), die allerdings in der Anleitung zu den achteren Aufbauten gehören sollen, was falsch ist. Bei den kurzen Wänden habe ich die Fenster ausgestichelt und mit Antistatikfolie hinterklebt. Den entsprechenden Spant, auf den diese beiden Wände aufgeklebt werden, habe ich im Bereich der Fenster geschwärzt, so dass keine Blitzer durchscheinen sollten.

    Pjotr Weliki 0389

    Beim Anhalten des Bauteils fällt auf, dass es einen Millimeter höher ist als die Fläche, auf welche die Wand geklebt werden soll. Ist das bei den anderen Bauteilen auch so? Jain, denn die Seitenteile sind auch höher, während Vorder- und Rückseite passen.

    Pjotr Weliki 0391 Pjotr Weliki 0390

    Was ist denn nun richtig? Wenn man sich den Versatz zwischen Vorderteil (203) und den Seitenteilen (151) genauer ansieht, dann stellt man fest, dass mitten im Bauteil beginnend die Texturen nach oben gerutscht sind. Unten passt es noch (siehe grüne Markierung), während es oben gleichmäßig verschoben ist (rote Markierung).

    Bei den kleinen Wänden (153) muss man die obere Kante abschneiden und am Knick leicht anpassen. Bei den Seitenwänden habe ich mich entschieden, dass ich diese oben bündig anklebe und dann den Überstand unten abschneide. Danach passen immerhin die sieben Markierungen im oberen Teil des Turmmastes, während unten nur zwei daneben liegen. Den abgetrennten rot-weißen Streifen an der Unterkante habe ich mir zunächst ins „Ersatzteillager“ gelegt und entscheide später, ob ich ihn noch ansetze. Hier mein Ergebnis…

    Pjotr Weliki 0393 Pjotr Weliki 0394

    Pjotr Weliki 0395 Pjotr Weliki 0396

    Man erkennt, dass nun das rückwärtige Teil mit den Texturen nicht sauber passt, weil diese nun gänzlich verschoben sind, aber lieber alle Markierungen anders als nur ein paar wenige :-). Den unteren Abschluss bildet (201), das leider nicht passte und ich deshalb in zwei Teilen eingesetzt habe.

    Pjotr Weliki 0397

    Das stellte sich letztendlich auch als nicht richtig heraus, denn die Knicklinien auf Steuerbordseite sind alle um einen Millimeter zur Außenkante verrutscht. Die bei meinem Modell entstandene Lücke ist mit Weißleim verschlossen und angemalt.

    Pjotr Weliki 0398 Pjotr Weliki 0399

    Damit ist der untere Teil des Schornsteins fertig und es geht oben mit diesen vier Bauteilen und den beiden Spantengerüsten weiter. Hier erkennt man auch sehr gut das Nummernchaos, weil nämlich (237) an bzw. hinter die Öffnung von (205) geklebt werden soll. Ansonsten passt es diesmal mit nur kleinsten Korrekturen.

    Pjotr Weliki 0400 Pjotr Weliki 0401 Pjotr Weliki 0402

    An die Rückseite dieser Baugruppe kommt noch die Schornsteinkappe mit den Abgasrohren. Leider sind die schwarzen Stummel der Abgasrohre von der Rückseite nicht schwarz gefärbt, so dass hier ein Nacharbeiten erforderlich ist.

    Pjotr Weliki 0403

    Ich beschränke mich bei den Nacharbeiten allerdings nicht nur auf die Rohre, sondern male auch die graue Fläche mit den Öffnungen schwarz an. Es gibt wohl kaum ein Schiff, welches keine schwarze Kappe hat, schon gar nicht bei den Russen – und das meine ich nicht despektierlich. Ein aktuelles Foto vom Vorbild gibt mir da zumindest Recht, auch wenn der Bogen einem älteren Entwicklungsstand des Kreuzers zugrunde liegt und selbst das Grau des Kreuzers heute viel heller scheint.

    Pjotr Weliki 0404 Pjotr Weliki 0405 Pjotr Weliki 0406

    Damit kann diese Kappe an den Schornsteinturm angeklebt werden. Damit die Kappe beim Anbau seitlich nicht zusammengedrückt werden kann und damit ich auch mehr Klebefläche habe, musste ich ihr noch eine Verstärkung aus Restkarton mit auf den Weg geben.

    Pjotr Weliki 0407

    In der Zeit des Trocknens habe ich die ersten Anbauteile für den Schornstein zusammen gesucht. Es sind dies die Teile (211) bis (214) sowie drei Türen (146) und (30) – bis auf (211) ist keins der Bauteile in der Bauanleitung zu finden.

    Pjotr Weliki 0408

    Mit diesen Kleinteilen und der angebauten Schornsteinkappe sieht der Schornstein nun bei mir so aus …

    Pjotr Weliki 0409 Pjotr Weliki 0410 Pjotr Weliki 0411 Pjotr Weliki 0412

    Zu diesem Zeitpunkt habe ich die 100 Stunden-Marke an Bastelzeit in 67 Basteltagen erreicht und dabei 2523 Teile verbaut. 

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