{"id":372,"date":"2015-02-20T12:50:52","date_gmt":"2015-02-20T11:50:52","guid":{"rendered":"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/?p=372"},"modified":"2017-07-16T12:55:24","modified_gmt":"2017-07-16T10:55:24","slug":"130-tage-am-horn-von-afrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/130-tage-am-horn-von-afrika\/","title":{"rendered":"130 Tage am Horn von Afrika"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #0000ff; font-size: 8pt;\">Autor: Oberleutnant zur See Marcus Popke &#8211; Quelle: www.einsatz.bundeswehr.de<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vom 06. Oktober 2014 bis 12. Februar 2015 war die Fregatte &#8222;L\u00dcBECK&#8220; Teil des Verbandes &#8222;EU NAVFOR Somalia Operation Atalanta&#8220;. Zusammen mit internationalen Verb\u00e4nden und unabh\u00e4ngig operierenden Nationen leistete die Besatzung der Fregatte einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung der Sicherheitslage am Horn von Afrika. &#8222;W\u00e4hrend dieser vier Monate haben wir gemeinsam eine Menge erlebt.&#8220; res\u00fcmiert Fregattenkapit\u00e4n Peter Christian Semrau, Kommandant der Fregatte &#8222;L\u00dcBECK&#8220;.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Ein R\u00fcckblick<\/span><\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-01.jpg\" data-lbwps-width=\"640\" data-lbwps-height=\"480\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-01-300x225.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-373 size-medium\" title=\"130 Tage am Horn von Afrika\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-01-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-01-300x225.jpg 300w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-01-400x300.jpg 400w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-01.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\n<span style=\"color: #0000ff; font-size: 10pt;\">Die Crew der Fregatte L\u00fcbeck\u00a0(Quelle: Bundeswehr\/Julian Fuchs)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">24.000 Seemeilen im Einsatzgebiet, 97 Tage auf See und 33 Tage im Hafen: Das ist die Bilanz der vergangenen vier Monate f\u00fcr die 200-k\u00f6pfige Besatzung der &#8222;L\u00dcBECK&#8220;. Im Einsatz kam sie bei der Patrouille im Operationsgebiet und bei Hafenaufenthalten von Djibouti \u00fcber den \u00c4quator bis nach Madagaskar und zur\u00fcck. Der l\u00e4ngste Seet\u00f6rn dauerte dabei 23 Tage. Sie besuchte sieben H\u00e4fen in sechs L\u00e4ndern. W\u00e4hrend des Einsatzes hat die Fregatte ein Schiff des Weltern\u00e4hrungsprogramms eskortiert sowie zahlreiche &#8222;Friendly Approaches&#8220; auf Dhows durchgef\u00fchrt. Drei Mal haben Besatzungsmitglieder der &#8222;L\u00dcBECK&#8220; das &#8222;Local Maritime Capacity Building&#8220; der zivil\u2013milit\u00e4rischen Ausbildungsmission EUCAP NESTOR am Horn von Afrika unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Ein gro\u00dfes Lob geht an meine Besatzung. Sie ist den Anforderungen, die an sie gestellt wurden, jederzeit mehr als gerecht geworden und hat unseren Auftrag vorbildlich erf\u00fcllt. Sie sind ein Team, auf das ich \u00e4u\u00dferst stolz bin. Jeder Kommandant kann sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, solch eine Besatzung zu haben&#8220;, so Fregattenkapit\u00e4n Semrau bei der \u00dcbergabe an seinen Nachfolger in Djibouti.<\/p>\n<h3><span style=\"font-size: 12pt;\">Der Weg durch den Einsatz<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Transit von Malta durch den Suezkanal trat die Fregatte &#8222;L\u00dcBECK&#8220; am 6. Oktober 2014 in das Einsatzgebiet der Operation &#8222;Atalanta&#8220; ein und machte am 7. Oktober in Djibouti zur Kontingent\u00fcbernahme fest.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits am n\u00e4chsten Tag lief die &#8222;L\u00dcBECK&#8220; in den Golf von Aden aus und \u00fcberwachte dort 14 Tage lang den Transitkorridor. Danach stand ein Hafenbesuch in Al Duqm (Oman) an. Danach ging es zur\u00fcck in den Golf von Aden, um die Seeraum\u00fcberwachung fortzusetzen. Zwei Wochen sp\u00e4ter stand die erste gro\u00dfe Nachversorgung mit 20 Tonnen Material und Frischproviant in Salalah (Oman) auf dem Programm. Von dort f\u00fchrte der Weg ins Somalische Becken, wo die Fregatte &#8222;L\u00dcBECK&#8220; zusammen mit der spanischen Fregatte &#8222;NAVARRA&#8220; vor der somalischen Ostk\u00fcste operierte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende November hie\u00df das n\u00e4chste Ziel Antsiranana auf Madagaskar. Der Aufenthalt auf der tropischen Insel hatte einen besonderen geschichtlichen Aspekt. Denn im August 1914 besuchte der Kleine Kreuzer &#8222;K\u00d6NIGSBERG&#8220; als letztes deutsches Kriegsschiff diese Insel. Nach einem kurzen Zwischenstopp zur Versorgung auf Mayotte erreichte die &#8222;L\u00dcBECK&#8220; am 5. Dezember 2014 Dar Es Salaam in Tansania f\u00fcr einen dreit\u00e4gigen Besuch. Danach operierte sie zun\u00e4chst wieder vor der somalischen K\u00fcste, bevor es in Richtung der Seychellen ging, wo die Besatzung die Weihnachtsfeiertage verbrachte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-02.jpg\" data-lbwps-width=\"640\" data-lbwps-height=\"480\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-02-300x225.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-374 size-medium\" title=\"130 Tage am Horn von Afrika\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-02-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-02-300x225.jpg 300w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-02-400x300.jpg 400w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-02.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt; color: #0000ff;\">Immer auf Tuchf\u00fchlung \u2013 mit Blick durch die Br\u00fcckenscheibe\u00a0(Quelle: Bundeswehr\/Lydia Knaak)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem zehnt\u00e4gigen Aufenthalt zur Regeneration der Besatzung und Nachversorgung hie\u00df es am 29. Dezember 2014 wieder &#8222;alle Leinen los und ein&#8220;, um zur\u00fcck in das Somalische Becken zu verlegen. Auftrag war es, das Schiff des Weltern\u00e4hrungsprogramms &#8222;LIBERTY&#8220; von Mombasa nach Mogadischu zu eskortieren. Aufgrund der starken Gegenstr\u00f6mung musste der Eskort in Kismayo beendet werden, da die &#8222;LIBERTY&#8220; mit ihrem Kraftstoffvorrat nicht mehr nach Mogadischu gekommen w\u00e4re. Nach 23 Tagen auf See machte die &#8222;L\u00dcBECK&#8220; ein weiteres Mal auf den Seychellen fest, bevor ein letztes Mal Nachversorgung in Salalah und die Kontingent\u00fcbergabe in Djibouti anstanden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 9. Februar 2015 war die Fregatte &#8222;L\u00dcBECK&#8220; mit ihren 200 Soldaten wieder dort angekommen, wo im Oktober 2014 alles begonnen hatte. In einer feierlichen Zeremonie \u00fcbergab Fregattenkapit\u00e4n Peter Christian Semrau das Kommando \u00fcber das deutsche Einsatzkontingent am Horn von Afrika an seinen Nachfolger, Fregattenkapit\u00e4n Frank F\u00e4hnrich, Kommandant der Fregatte &#8222;BAYERN&#8220;. Sie wird als Kern des 20. Einsatzkontingents bis Ende Juni 2015 Teil der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen die Piraterie am Horn von Afrika sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Letzten Endes bleibt mir nur zu sagen, dass dieser Einsatz ein Erfolg f\u00fcr die Fregatte &#8222;L\u00dcBECK&#8220; gewesen ist und wir uns jetzt alle zu Recht auf Zuhause freuen&#8220;, so Fregattenkapit\u00e4n Semrau bei der Kontingent\u00fcbergabe.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-03.jpg\" data-lbwps-width=\"640\" data-lbwps-height=\"480\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-03-300x225.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-375 size-medium\" title=\"130 Tage am Horn von Afrika\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-03-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-03-300x225.jpg 300w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-03-400x300.jpg 400w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150220-03.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\n<span style=\"color: #0000ff; font-size: 10pt;\">Die Fregatte L\u00fcbeck in der Drehung\u00a0(Quelle: Bundeswehr\/Julian Fuchs)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den fr\u00fchen Morgenstunden des 11. Februars verlie\u00df die &#8222;L\u00dcBECK&#8220; Djibouti und machte sich auf den Weg in Richtung Heimat. Am 27. Februar 2015 wird sie um 10 Uhr nach insgesamt 158 Tagen Abwesenheit wieder in Wilhelmshaven einlaufen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: Oberleutnant zur See Marcus Popke &#8211; Quelle: www.einsatz.bundeswehr.de Vom 06. Oktober 2014 bis 12. Februar 2015 war die Fregatte &#8222;L\u00dcBECK&#8220; Teil des Verbandes &#8222;EU NAVFOR Somalia Operation Atalanta&#8220;. 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