{"id":86,"date":"2017-07-14T11:06:34","date_gmt":"2017-07-14T09:06:34","guid":{"rendered":"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/?page_id=86"},"modified":"2017-07-23T14:57:08","modified_gmt":"2017-07-23T12:57:08","slug":"schiffstechnik-der-f224","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/schiffstechnik-der-f224\/","title":{"rendered":"Schiffstechnik der &#8222;F224&#8220;"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: 18pt;\">Die Schiffsorganisation<\/span><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie jeder gr\u00f6\u00dfere Betrieb, ist auch die Fregatte &#8222;L\u00dcBECK&#8220; in mehrere Abteilungen aufgegliedert. Diesen Abteilungen, Hauptabschnitte genannt, stehen Hauptabteilungsleiter vor. \u00dcber diesen Abteilungsleitern gibt es zwei Chefetagen mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen.<\/p>\n<p>An der Spitze des Schiffes steht der Kommandant, grunds\u00e4tzlich f\u00fcr alles an Bord verantwortlich und mit Disziplinargewalt der zweiten Ebene ausgestattet, was bedeutet, dass ihm die Entscheidung \u00fcber st\u00e4rkere Disziplinarma\u00dfnahmen, was Art und H\u00f6he betrifft, vorbehalten bleibt.<\/p>\n<p>In der n\u00e4chsten Etage residiert der erste Offizier, kurz IO genannt. Er ist der verantwortliche Leiter f\u00fcr den Innendienst. Das beinhaltet: Tagesroutine im See- und Hafenbereich, personelle Planung und Besetzung der einzelnen Hauptabschnitte. In ihm finden wir den Disziplinarvorgesetzten der Besatzung. Unterst\u00fctzt wird er vom Schiffswachtmeister, der insbesondere f\u00fcr die Korrespondenz zust\u00e4ndig ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Organisation.jpg\" data-lbwps-width=\"1007\" data-lbwps-height=\"640\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Organisation-300x191.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1518 size-full\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Organisation.jpg\" alt=\"\" width=\"1007\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Organisation.jpg 1007w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Organisation-300x191.jpg 300w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Organisation-768x488.jpg 768w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Organisation-472x300.jpg 472w\" sizes=\"auto, (max-width: 1007px) 100vw, 1007px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Abteilungsleiterebene f\u00e4chert sich in 4 Hauptabschnitte auf, die f\u00fcr folgende Bereiche zust\u00e4ndig sind:<\/p>\n<ul>\n<li class=\"liste2\">HA 100\u00a0&#8211; Schiffswaffen &#8211; Decksdienst und Waffen<\/li>\n<li class=\"liste2\">HA 200\u00a0&#8211; Schiffstechnik &#8211; Schiffssicherung, Antrieb und Elektrotechnik<\/li>\n<li class=\"liste2\">HA 300\u00a0&#8211; Schiffsorganisation &#8211; Navigation, Elektronik, Fernmelde, Signal, Ortung und elektronische Kampff\u00fchrung<\/li>\n<li class=\"liste2\">HA 400\u00a0&#8211; Versorgung &#8211; Verpflegung, Materialversorgung, Rechnungsf\u00fchrung, Kantine, Sanit\u00e4t, Registratur<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle Hauptabschnitte sind wiederum untergliedert und in einzelne Verantwortungsbereiche zerteilt. Im Folgenden werden sich die einzelnen Hauptabschnitte im Detail vorstellen und somit die M\u00f6glichkeit geben, die innere Struktur dieses schwimmenden Unternehmens genauer kennenzulernen.<\/p>\n<hr \/>\n<h1><span style=\"font-size: 18pt;\">Hauptabschnitt 100 &#8211; Schiffswaffen<br \/>\n<\/span><\/h1>\n<h3><span style=\"font-size: 12pt;\">Der seem\u00e4nische Abschnitt<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Abschnitt ist das Personal der Verwendungsreihe 11, Decksdienst, zu Hause und wird vom Decksmeister (Schmadding) fachlich eingesetzt. Der haupts\u00e4chliche Arbeitsplatz f\u00fcr diese Soldaten ist das Oberdeck.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-01.jpg\" data-lbwps-width=\"690\" data-lbwps-height=\"1025\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-01-202x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1494 alignleft\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-01-202x300.jpg\" alt=\"\" width=\"202\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-01-202x300.jpg 202w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-01-689x1024.jpg 689w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-01.jpg 690w\" sizes=\"auto, (max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/><\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1495 alignleft\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-02-222x300.jpg\" alt=\"\" width=\"222\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-02-222x300.jpg 222w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-02.jpg 692w\" sizes=\"auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-03.jpg\" data-lbwps-width=\"686\" data-lbwps-height=\"952\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-03-216x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1496\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-03-216x300.jpg\" alt=\"\" width=\"216\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-03-216x300.jpg 216w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-03.jpg 686w\" sizes=\"auto, (max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei allen seem\u00e4nnischen Man\u00f6vern wie &#8222;Versorgung in See ( RAS )&#8220;, &#8222;Schleppen und\u00a0geschleppt werden&#8220;, &#8222;An- und Ablegen&#8220;, &#8222;Ankern&#8220;, &#8222;Kutterman\u00f6ver&#8220; und &#8222;Helotransfer&#8220;, m\u00fcssen diese Kameraden daf\u00fcr sorgen, dass alle ben\u00f6tigten Materialien, Leinen etc., richtig bereitliegen und ordnungsgem\u00e4\u00df benutzt werden. Eine Arbeit, die nicht nur bei Sonnenschein stattfinden kann und jederzeit den ganzen Mann ben\u00f6tigt. Damit ist aber noch nicht genug!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Schiff gl\u00e4nzt nicht nur durch Leistung, sondern vermittelt auch einen \u00e4u\u00dferen Eindruck. Die l\u00e4stige und doch so wichtige Arbeit mit Pinsel und Farbe, kurz P\u00f6nen genannt, wird auch in der Hauptsache\u00a0durch die 11er geleistet. Aber auch innerhalb des Schiffes kommt jeder Soldat an Bord mit den Seeleuten in Ber\u00fchrung, liegt doch bei ihnen die verantwortungsvolle Aufgabe der Betreibung der W\u00e4schelast. Nur durch gute Arbeit ist es sichergestellt, dass alle Soldaten regelm\u00e4\u00dfig frisches Kojenzeug und saubere Handt\u00fccher erhalten k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich zu diesen schon umfangreichen Arbeiten stellt das Personal des Decksdienstes einen gro\u00dfen Anteil an der Br\u00fcckenwache im Seedienst. Alles in allem verlangt der Dienst einen wind- und wetterfesten Soldaten.<\/p>\n<h3><span style=\"font-size: 12pt;\">\u00dcberwasserwaffen<\/span><\/h3>\n<p>Schon das \u00c4u\u00dfere der Fregatte &#8222;L\u00dcBECK&#8220; verr\u00e4t auch dem marinefremden Betrachter, dass auf diesem Schiff mit seinen<\/p>\n<div id=\"bildfluss\" style=\"text-align: justify;\">\n<p><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-04.jpg\" data-lbwps-width=\"649\" data-lbwps-height=\"443\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-04-300x205.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1498 alignleft\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-04-300x205.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"205\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-04-300x205.jpg 300w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-04-440x300.jpg 440w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-04.jpg 649w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>100-mm-T\u00fcrmen, zwei Doppellafetten 40mm und den zwei Einzellafetten 40 mm ein go\u00dfer Schwung an Personal aus dem Bereich Artillerie und Feuerleitung ben\u00f6tigt wurde. Die \u00dcberwasserwaffenmechaniker, Verwendungsreihe 31, auch Ari&#8217;s genannt, waren f\u00fcr die Pflege und Wartung sowie den Einsatz der Rohrwaffen zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Ebenso wie das Schiff selbst, befanden sich die Waffen in ihrem 3. Lebensjahrzehnt. Die technische Entwicklung der Waffen ging zur\u00fcck bis zum Ende der 40er Jahre. Es erstaunt also nicht, dass sehr viel Zeit in die Wartung der Waffen investiert werden musste, um den heutigen Anforderungen noch gerecht zu werden. Bedienung und Betrieb der Waffen geh\u00f6rten, ebenso wie die Lagerung und Behandlung der dazugeh\u00f6rigen Munition, zu den Aufgaben der Ari&#8217;s. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Artillerist ein Soldat mit Improvisionsgabe und handwerklichem Geschick sein muss.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<h3><span style=\"font-size: 12pt;\">\u00dcberwasserwaffenelektroniker-Feuerleiter<\/span><\/h3>\n<p>Die Feuerleiter, \u00dcberwasserwaffenelektroniker (Verwendungsreihe 32) waren f\u00fcr Wartung, Pflege und Bedienung der zu den Rohrwaffen geh\u00f6renden Feuerleitanlagen zust\u00e4ndig.<\/p>\n<div id=\"bildfluss\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-05.jpg\" data-lbwps-width=\"655\" data-lbwps-height=\"425\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-05-300x195.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1499 alignleft\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-05-300x195.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-05-300x195.jpg 300w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-05-462x300.jpg 462w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-05.jpg 655w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><span style=\"text-align: justify;\">Sie sorgten mit ihren elektromechanischen und elektronischen Anlagen daf\u00fcr, dass der Schuss das befohlene Ziel nicht verfehlte. Ebenso wie die Waffen blickten die Feuerleitanlagen auf eine lange Einsatzzeit zur\u00fcck. Wer was von Elektronik versteht, wei\u00df, welch lange Zeit 25 Jahre auf dem Gebiet der Elektronik sind. Elektronisches Fachwissen, gepaart mit der F\u00e4higkeit auch aus fast nichts noch etwas Brauchbares zu basteln, war hier besonders gefragt.\u00a0<\/span><\/div>\n<p>Diese beiden Bereiche, Soldaten der Verwendungsreihen 31 und 32, gew\u00e4hrleisteten also den optimalen Einsatz der zahlreichen Rohrwaffen. Ohne diese Waffen und das dazugeh\u00f6rige Personal konnte die &#8222;L\u00dcBECK&#8220; sich nicht gegen gegnerische Flugzeuge, Flugk\u00f6rper, Schiffe und Boote verteidigen.<\/p>\n<p>Diese F\u00e4higkeiten wurden Jahr f\u00fcr Jahr in vorgeschriebenen Schie\u00df\u00fcbungen nachgewiesen. So wurden auf der &#8222;L\u00dcBECK&#8220; in den 25 Jahren ihres Dienstes ca. 34000 Schuss 100 mm und 54000 Schuss 40 mm Munition zu \u00dcbungszwecken verschossen.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Unterwasserwaffen<\/span><\/h3>\n<p>Die Fregatte &#8222;L\u00dcBECK&#8220; wurde 1963 als Geleitboot in den Dienst der Bundesmarine gestellt. Nach den Erfahrungen des 2.Weltkrieges und im Rahmen des Neuaufbaus der Bundesmarine im NATO-Verbund legte man einen besonderen Wert auf den Schutz von Handels- und Versorgungsschiffen gegen U-Boote. Um diesen Erfordernissen Rechnung zu tragen, wurde die &#8222;L\u00dcBECK&#8220; mit einer leistungsf\u00e4higen Sonaranlage zur Erfassung von U-Booten und den damals modernsten Waffen zu deren Bek\u00e4mpfung ausger\u00fcstet.<\/p>\n<div id=\"bildfluss\"><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-06.jpg\" data-lbwps-width=\"653\" data-lbwps-height=\"420\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-06-300x193.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1500 alignleft\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-06-300x193.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-06-300x193.jpg 300w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-06-466x300.jpg 466w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-06.jpg 653w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-07.jpg\" data-lbwps-width=\"315\" data-lbwps-height=\"460\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-07-205x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1501\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-07-205x300.jpg\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-07-205x300.jpg 205w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/100-07.jpg 315w\" sizes=\"auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/><\/a><\/div>\n<p>Die U-J\u00e4ger (Unterwasserwaffenmechaniker, Verwendungsreihe 33) waren mit der Wartung, Pflege und dem Einsatz der U-Jagdwaffen betraut. Als Hauptbewaffnung waren dies die mitgef\u00fchrten Torpedos. Als weitere Bewafffnung stand ihnen die U-Jagdraketen und Wasserbomben zur Abwehr von U-Booten im Nahbereich zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Die Sonarmixer (Unterwasserwaffenelektronik, Ortung und Waffenleitung, Verwendungsreihen 39 und 37S) mussten mit Hilfe der Sonaranlage (Unterwasserwaffenortung durch Schallwellen und deren Reflexion) vor Beginn der eigentlichen U-Jagd das U-Boot auffassen, identifizieren und verfolgen. Damit lieferten sie die notwendigen Daten zur Erstellung des Unterwasserlagebildes und Zielwerte f\u00fcr die Wasserbomben-, Raketen- Torpedofeuerleitrechner.<\/p>\n<p>Auch in unserer modernen Marine ist die Abwehr von U-Booten eine der wesentlichen Aufgaben. Selbst wenn heute von den neuen Schiffen Helikopter zur Bek\u00e4mpfung von U-Booten eingesetzt werden, hatte die Fregatte &#8222;L\u00dcBECK&#8220; im Zusammenspiel mit anderen U-Jagd-Einheiten ihren Stellenwert nicht verloren.<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 18pt;\">Hauptabschnitt 200 &#8211; Schiffstechnik<\/span><\/p>\n<p>Die Soldaten in diesem Hauptabschnitt wurden tradionsgem\u00e4\u00df immer noch &#8222;Heizer&#8220; genannt, obwohl auf der &#8222;L\u00dcBECK&#8220;, \u00e4hnlich wie auf einer Diesellok, keine echten Heizer gebraucht wurden. Das Personal untergliederte sich vielmehr in drei Bereiche:<\/p>\n<ul>\n<li class=\"liste2\">Motorentechnik (Verwendungsreihe 42)<\/li>\n<li class=\"liste2\">Elektrotechnik ( Verwendungsreihe 43)<\/li>\n<li class=\"liste2\">Schiffsbetriebstechnik ( Verwendungsteihe 44)<\/li>\n<\/ul>\n<p>und erf\u00fcllten so die Abschnitte Antrieb, Elektrotechnik und Schiffsbetriebstechnik mit Leben. Im ersten Moment nahm man die Heizer gar nicht wahr, denn alle Arbeitsbereiche und Betriebsr\u00e4ume lagen unterhalb des Hauptdecks. Damit sind wir schon beim gr\u00f6\u00dften Problem des Hauptabschnittes 200. Durch die Arbeit im Verborgenen wurde sehr leicht \u00fcbersehen, welche f\u00fcr das Schiff so wesentliche Arbeiten hier geleistet wurden. Die Hauptaufgabe dieses Abschnittes war es, das Schiff in Fahrt zu bringen, zu halten und gegebenfalls auch zu stoppen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-01.jpg\" data-lbwps-width=\"315\" data-lbwps-height=\"482\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-01-196x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1502\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-01-196x300.jpg\" alt=\"\" width=\"196\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-01-196x300.jpg 196w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-01.jpg 315w\" sizes=\"auto, (max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/>\u00a0<\/a><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-02.jpg\" data-lbwps-width=\"313\" data-lbwps-height=\"469\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-02-200x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1503\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-02-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-02-200x300.jpg 200w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-02.jpg 313w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><br \/>\nUm dieser Aufgabe gerecht zu wurden, war die &#8222;L\u00dcBECK&#8220; mit 4 turboaufgeladenen Antriebsdieselmotoren mit je 16 Zylindern und 2 Gasturbinen ausger\u00fcstet. Jeder Motor leistete ca. 3000 PS und hatte einen Hubraum von 216,8 Litern. Jede Gasturbine erzeugte eine Leistung von 12000 PS. Entsprechend der Schaltung konnte die Fregatte &#8222;L\u00dcBECK&#8220; eine Geschwindigkeit von 30 Knoten, das sind knapp 56 Km\/h, erreichen.<\/p>\n<p>Um die Leistung der Antriebsaggregate an die beiden Propeller zu bringen, waren Getriebe, Kupplungen und selbstverst\u00e4ndlich je eine Welle per Seite zwischengeschaltet. Bedient, gepflegt und instandgesetzt wurde die Motoren- und Getriebeanlage von den Soldaten der Verwendungsreihe 42, den Motorentechnikern, die im Zivilleben zumeist Kfz-Mechnaniker oder Schlosser sind. Die Turbinenanlage wurde ebenfalls von 42ern betrieben, wobei aber auch elektronisch ausgebildetes Personal, sogenannte 43er, hier Dienst taten.<\/p>\n<p>Da die &#8222;L\u00dcBECK&#8220; schon einige Jahre alt war, wurde hier die Technik noch von Hand gemacht. Die Bauweise der gesamten Antriebsanlage sah eine direkte \u00dcberwachung in den Betriebsr\u00e4umen vor. Aus diesem Grund wurde im Seebetrieb, also wenn die Antriebsanlagen in Funktion waren, die Motoren- und Turbinenr\u00e4ume von Unteroffizieren und Mannschaften besetzt. Zwangsweise waren diesen Soldaten dadurch der Dauerbelastung durch L\u00e4rm, Hitze und unter Umst\u00e4nden aus Abgasgestank ausgesetzt. Die Gesamt\u00fcberwachung der Antriebsanlage wurde durch 2 Portepeeunteroffizieren und 1 Offizier vom Schiffstechnischen Leitstand durchgef\u00fchrt. Hier wurde auch die geballte Kraft der Motoren und Turbinen je nach vorgegebenen Fahrkommandos nach einen bestimmten Verfahren &#8222;von Hand&#8220; geschaltet und kombiniert.<\/p>\n<p>Zum Antriebsabschnitt geh\u00f6rte auch die Maschinenwerkstatt. Dieser Kleinbetrieb bestand aus einem Portepeeunteroffizier und 2 Mannschaftsdienstgraden und war f\u00fcr alle m\u00f6glichen Reparaturen zust\u00e4ndig. Hier wurden defekte Teile instandgesetzt oder gegebenfalls neu angefertigt, Sonderanfertigungen durchgef\u00fchrt oder aber auch Abschiedsgeschenke produziert.<\/p>\n<div id=\"bildfluss\" style=\"text-align: justify;\">\n<p><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-03.jpg\" data-lbwps-width=\"316\" data-lbwps-height=\"440\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-03-215x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1504 alignleft\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-03-215x300.jpg\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-03-215x300.jpg 215w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-03.jpg 316w\" sizes=\"auto, (max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><\/a>Der Tagesbedarf eines modernen Schiffes an elektrischer Energie, hier der Einfachheit halber &#8222;Strom&#8220; genannt, ist immens. So verbrauchte die &#8222;L\u00dcBECK&#8220; im Seebetrieb st\u00e4ndig 400 000 Watt. Das war jedoch nur der Minimalverbrauch. Wurde das Schiff in einen h\u00f6heren Bereitschaftszustand gebracht, wurden also mehr Anlagen in Betrieb genommen, erreichte der Verbrauch leicht den doppelten Wert. Um diese Menge Strom erzeugen zu k\u00f6nnen, war die Fregatte &#8222;L\u00dcBECK&#8220; mit zwei E-Werken versehen worden. Die E-Werke waren Kraftwerke in denen mit je 3 Dieselmotoren und angeh\u00e4ngten Drehstromgeneratoren Strom erzeugt wurde. Jeder Generator schafte dabei maximal 360.000 Watt. In diesen E-Werken versahen Unteroffiziere und Mannschaftsdienstgrade der Verwendungsreihe 42 und 43 ihren Dienst. Diese Soldaten hatten die Aufgabe, die Erzeugung und Verteilung der elektrischen Energie zu \u00fcberwachen. Die Kombination wurde gew\u00e4hlt, um sowohl motorentechnischen und elektrotechnischen Problemen bei der Stromerzeugung begegnen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im E-Au\u00dfenabschnitt, also bei den Bordelektronikern, waren nur Soldaten der Verwendungsreihe 43 eingesetzt. Zivilberuflich ebenfalls als Elektriker oder in artverwandten Berufen ausgebildet, haben diese Soldaten die besten Voraussetzungen, die Stromverteilungsprobleme der &#8222;L\u00dcBECK&#8220; zu l\u00f6sen. Merke:\u00a0<b>Nicht jeder Rasierapparat funktioniert mit 440 Volt!<\/b><\/p>\n<p>Die eigentlichen Bordelektroniker arbeiteten nicht in den E-Werken. Sie sausten nahezu unerm\u00fcdlich durch das Schiff, suchten und fanden im kilometerlangen Kabelgewirr die Fehler und beseitigten diese. In den entlegensten Ecken, sollte der richtige Strom jederzeit aus einer Steckdose kommen.<\/p>\n<p>Ob es nun 440 Volt mit 60 Hz oder 115 Volt oder 220 Volt oder auch nur 24 Volt Gleichstrom war &#8211; Hauptsache, der Strom floss, wenn er gebraucht wurde. Um mal eine Vorstellung davon zu geben, was auf diesem Schiff alles vom Strom abhing, hier eine kurze Aufz\u00e4hlung: Luftheizung, Warmwasserbereitung, Komb\u00fcsenbetrieb, Kaffeemaschinen, Kasettenrecorder, Fernsehger\u00e4te, Videoger\u00e4te (und das sind nur einige der wirklich wichtigen Sachen).<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-04.jpg\" data-lbwps-width=\"628\" data-lbwps-height=\"420\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-04-300x201.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1505 alignleft\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-04-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-04-300x201.jpg 300w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-04-449x300.jpg 449w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-04.jpg 628w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Kaum ein anderer Betrieb an Bord eines Schiffes arbeitet so \u00fcbergreifend, wie die Schiffssicherung. Eigentlich m\u00fcsste er ja Schiffsbetriebstechnik hei\u00dfen, da der Gro\u00dfteil der anfallenden Arbeiten den Betrieb des Schiffes aufrechterh\u00e4lt. Ob es darum geht fensterlose R\u00e4ume zu bel\u00fcften, zu k\u00fchlen, zu heizen oder Wasser an alle m\u00f6glichen und manchmal unm\u00f6glichen Stellen zu f\u00f6rdern, die M\u00e4nner der Schiffssicherung haben ihre Finger drin.Personell besetzt war der Abschnitt mit 44ern, 43ern und 42ern, also nahezu universell, den Anlagen entsprechend. Allesamt mussten es robuste Burschen sein, denn ein defektes Sanit\u00e4rsystem, das nach 20 Jahren zum erstenmal ge\u00f6ffnet werden muss, ist nichts f\u00fcr empfindliche Nasen. Bevorzugte zivile Ausbildung f\u00fcr den Einsatz im Schiffssicherungsabschnitt war die des Maschinenschlossers, Klimatechniker, Gas- und Wasserinstallateurs. Gelegentlich fanden sich auch hier Abiturienten oder Landmaschinentechniker, denen es vor nichts graute.<\/p>\n<p>Gerade die universelle Einsetzbarkeit und Zust\u00e4ndigkeit machte die wichtgkeit deutlich. Die beste Feuerleitanlage, das beste Ortungssystem war schwer zu handhaben, wenn es selbst oder der Raum, in dem es sich befand, zu warm wurde. Letztendlich arbeitete der beste Soldat schlecht, wenn es ihm an den gewohnten Annehmlichkeiten wie Waschen, Duschen, kalten Getr\u00e4nken und frischen Proviant auf den langen Seet\u00f6rns fehlte.<\/p>\n<p>Die urspr\u00fcngliche Aufgabe der Schiffssicherung, n\u00e4mlich das Schiff zu sichern, obliegt heute im Grunde genommen jeden Soldaten. Einsatztrupps wurden aber immer noch z.B. bei Feuer im Schiff oder Wassereinbruch zum Gro\u00dfteil vom Hauptabschnitt 200 gestellt. Es waren hierbei 15 % Soldaten anderer Hauptabschnitte beteiligt.<\/p>\n<p>Auch hier trug wiederum der Schiffssichungsabschnitt die Hauptlast. F\u00fcr diesen Abschnitt galt, mehr als f\u00fcr alle anderen auf dem Schiff, dass er erst dann auffiel, wenn er nicht funktionierte.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-05.jpg\" data-lbwps-width=\"307\" data-lbwps-height=\"465\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-05-198x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1506\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-05-198x300.jpg\" alt=\"\" width=\"198\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-05-198x300.jpg 198w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-05.jpg 307w\" sizes=\"auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-06.jpg\" data-lbwps-width=\"308\" data-lbwps-height=\"225\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-06-300x219.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1507\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-06-300x219.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-06-300x219.jpg 300w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/200-06.jpg 308w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<hr \/>\n<h1><span style=\"font-size: 18pt;\">Hauptabschnitt 300 &#8211; Schiffsoperation<\/span><\/h1>\n<p>Der Hauptabschnitt 300 ist vergleichbar mit der Erde, um die viele Satelliten kreisen. Das Kernst\u00fcck und somit die Erde wird von der Operationszentrale (OPZ) gebildet. Der Begriff Operationszentrale bedeutet nicht, dass hier dem Sanit\u00e4tsbereich Zuarbeit geleistet wird, sondern vielmehr, dass hier die eingehenden Informationen der Satelliten aufgenommen und verarbeitet werden.<\/p>\n<p>Zu diesen Informationsquellen geh\u00f6ren neben Teilbereichen der anderen Hauptabschnitte insbesondere die Bereiche Funk (Verwendungsreihe 21), Signal (Verwendungsreihe 27), Elektronische Kampff\u00fchrung (Verwendungsreihe 28) und Navigation (Verwendungsreihe 23), wo diese aufgenommen, verarbeitet, umgesetzt und ausgewertet werden. Um diese Informationen richtig und schnell verarbeiten zu k\u00f6nnen, war die &#8222;L\u00dcBECK&#8220; mit einer Vielzahl elektronischer Ger\u00e4te ausger\u00fcstet.<\/p>\n<p>Die einwandfreie Funktion dieser Ger\u00e4te wurde durch das Personal der Verwendungsreihen 24 (F\u00fchrungsmittelelektronik) und 25 (Fernmeldetechnik) gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-01.jpg\" data-lbwps-width=\"653\" data-lbwps-height=\"442\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-01-300x203.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1508\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-01-300x203.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-01-300x203.jpg 300w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-01-443x300.jpg 443w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-01.jpg 653w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<h3><span style=\"font-size: 12pt;\">Der Funkabschnitt<\/span><\/h3>\n<p>Gleich hinter der Br\u00fccke lag das Ohr zur Welt &#8211; der Funkraum! Das Personal bestand aus Tast- und Schreibfunkern. Alle Fernschreiben, die das Schiff von anderen Schiffen und Landdienststellen erreichten, wurden hier aufgefangen und an die richtigen Stellen weitergeleitet. Sie mussten aber nicht nur h\u00f6ren, sondern auch senden k\u00f6nnen. Mit Hilfe der diversen Funksendeanlagen bis zu einer St\u00e4rke von 1000 Watt hielten sie die Verbindung mit der Heimat auch \u00fcber gro\u00dfe Strecken aufrecht. Nicht nur millit\u00e4rische Einrichtungen konnten erreicht werden. Eine st\u00e4ndige Verbindung mit Norddeich-Radio erm\u00f6glichte auch private Verbindungen mit den Angeh\u00f6rigen. Diese Fernmeldeleitung blieb jedoch auf Grund der F\u00fclle der dienstlichen Fernschreiben nur dringenden F\u00e4llen vorbehalten. Ebenso wurden hier die internationalen Seenotfrequenzen abgeh\u00f6rt, um Schiffen, die in Not geraten sind, schnellstm\u00f6glich Hilfe zukommen zu lassen. Das Personal im Funkraum musste immer sehr sorgf\u00e4ltig und besonders zuverl\u00e4ssig arbeiten, damit die wichtigen eingehenden Informationen nicht verlorengehen.<\/p>\n<h3><span style=\"font-size: 12pt;\">Der Ortungsabschnitt<\/span><\/h3>\n<p>Die Soldaten der Verwendungsreihe 23 versahen ihren Dienst in der OPZ. Sie waren das &#8222;Gehirn&#8220; des Schiffes. Die Hauptaufgabe dieser M\u00e4nner lag in der Radarbeobachtung und im Zeichnen (Plotten) der gemeldeten Radarkontakte. Hierzu stand ihnen ein Luftraum- und See\u00fcberwachungsradar zur Verf\u00fcgung. Weiterhin wurden alle taktischen Sprechfunk-verbindungen von diesen Soldaten \u00fcberwacht und benutzt. Neben diesen selbstgewonnen Informationen wurden alle wichtigen Mitteilungen anderer Abschnitte vom OPZ-Personal gesammelt. Alle Meldungen wurden dann miteinander verglichen und untereinander zugeordnet. So enstand ein Lagebild, welches es erm\u00f6glichte, in kurzer Zeit alle Geschehnisse im und um das Schiff herum zu erfassen. Die Soldaten mussten die gro\u00dfe Menge an Informationen schnell, gewissenhaft und zuverl\u00e4ssig in dieses Lagebild einarbeiten. Auf dieser Basis war es dem Kommandanten m\u00f6glich, die &#8222;L\u00dcBECK&#8220; in taktisch-operativer Hinsicht richtig einzusetzen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-02.jpg\" data-lbwps-width=\"317\" data-lbwps-height=\"434\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-02-219x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1509\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-02-219x300.jpg\" alt=\"\" width=\"219\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-02-219x300.jpg 219w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-02.jpg 317w\" sizes=\"auto, (max-width: 219px) 100vw, 219px\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>Merke:\u00a0<\/b>Im Einsatz kann schon ein kleiner Fehler in diesem Lagebild schwere Folgen f\u00fcr Schiff und Besatzung haben.<\/p>\n<h3><span style=\"font-size: 12pt;\">Der Elektronikabschnitt<\/span><\/h3>\n<p>Pflege und Wartung der Vielzahl von elektronischen Ger\u00e4ten an Bord ist eine Aufgabe des Personals der Verwendungsreihen 24 und 25. Um der sich st\u00e4ndig weiterentwickelnden Technik Herr zu werden, bedurfte es hier den besonders qualifizierten Fachm\u00e4nnern. Nicht selten kam es vor, dass einige Ger\u00e4te w\u00e4hrend des Betriebes in See St\u00f6rungen aufwiesen oder sogar ausfielen. Bei allen Anlagen war zwar Ersatz vorhanden, jedoch mussten auch diese Austauschteile vom Fachpersonal eingesetzt werden, um anschlie\u00dfend wieder ein voll funktionsf\u00e4higes Ger\u00e4t zur Verf\u00fcgung zu haben. Aber auch dort, wo keine Ersatzteile vorhanden waren, musste fachm\u00e4nnisch und mit Ideenreichtum an einer L\u00f6sung des Problemes gearbeitet werden. Zu diesem Zweck hatte der ELO-Abschnitt eine eigene Werkstatt zur Verf\u00fcgung. Hier wurden bordeigene Fernsehger\u00e4te und Videoanlagen genauso Instand gesetzt, wie auch Telefone, Fernschreiber, Funksender und Teile der Radaranlagen.<\/p>\n<h3><span style=\"font-size: 12pt;\">Die elektronische Kampff\u00fchrung<\/span><\/h3>\n<div id=\"bildfluss\"><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-03.jpg\" data-lbwps-width=\"315\" data-lbwps-height=\"463\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-03-204x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1510 alignleft\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-03-204x300.jpg\" alt=\"\" width=\"204\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-03-204x300.jpg 204w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-03.jpg 315w\" sizes=\"auto, (max-width: 204px) 100vw, 204px\" \/><\/a>In einem kleinen, gut klimatisierten und geheimnisvollen Raum sa\u00dfen die M\u00e4nner der Verwendungsreihe 28 zwischen Bergen geheimer Vorschriften vor einem bunt blinkenden und piepsenden Ger\u00e4t. Dieser Raum nannnte sich ESM &#8211; (elektronic-support-measures) Raum. Hier wurden also elektronische Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt. Ziel dieser Ma\u00dfnahmen war es, Radarstrahlungen von Schiffen, Flugzeugen und Flugk\u00f6rpern mittels einer speziellen Antenne aufzufassen. Diese Ausstrahlungen wurden dann auf einem hochempfindlichen elektronischen Ger\u00e4t in Bild und Ton dargestellt. Die 28er werteten diese Informationen in verschiedenen Schritten aus. Anschlie\u00dfend wurde das gewonnene Ergebnis an die OPZ zur Vervollkommnung des Lagebildes weitergeleitet. Diese Meldung enthielt eine Reihe von wichtigen Erkenntnissen. So konnte die Richtung, aus der ein Radarger\u00e4t strahlte, die Art des Ger\u00e4tes und somit auch der Tr\u00e4ger ermittelt werden. Mit diesen Informationen trug der ESM-Raum wesentlich zur Identifizierung von bis dahin unbekannten Radarkontakten bei. Da die Reichweite dieser Anlage gr\u00f6\u00dfer war als die der Radarger\u00e4te, konnten die hier arbeiteten Soldaten f\u00fcr eine rechtzeitige Vorwarnung sorgen.<\/div>\n<h3><span style=\"font-size: 12pt;\">Der Navigationsabschnitt<\/span><\/h3>\n<p>F\u00fcr einen, der zur See f\u00e4hrt, ist es von gr\u00f6\u00dfter Wichtigkeit, genau zu wissen, wo er sich befindet, um nicht in Gebiete zu gelangen, die auf Grund ihrer Wassertiefe oder anderer Umst\u00e4nde gef\u00e4hrlich sind. Das Navigationspersonal (Verwendungsreihe 26) war mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe betraut. In den K\u00fcstengew\u00e4ssern wurde der Standort des Schiffes durch Anpeilen von Landmarken bestimmt. Auf hoher See hingegen wurden dazu technische Hilfsmittel eingesetzt. Hierf\u00fcr waren an Bord ein Funkpeiler, ein Navigationsradar und ein Decca-Navigationsger\u00e4t installiert. Das Decca-Ger\u00e4t empfing von Land abgesandte Funkwellen und \u00fcbertrug diese in Zahlenwerte, die dann in die Seekarte eingetragen werden konnte.<\/p>\n<div id=\"bildfluss\"><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-04.jpg\" data-lbwps-width=\"308\" data-lbwps-height=\"434\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-04-213x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1511 alignleft\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-04-213x300.jpg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-04-213x300.jpg 213w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-04.jpg 308w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/a>Genaue Vorbereitung und exaktes, sicheres Arbeiten waren die Grundvorausetzungen, um auch enge Gew\u00e4sser sicher befahren zu k\u00f6nnen. Zu den wichtigsten Ma\u00dfnahmen geh\u00f6rte, da\u00df sich die Navigation mit Hilfe von Seehandb\u00fcchern und der Seekarten mit den Besonderheiten bestimmter Seegebiete vertraut machte. \u00c4hnlich einer Autokarte verloren auch Seekarten ihre G\u00fcltigkeit. Man musste jedoch dabei bedenken, dass eine Tonne schnell ausgelegt war, der Bau einer neuen Stra\u00dfe jedoch Jahre dauern konnte. So mussten die ca.350 verschiedenen Seekarten w\u00f6chentlich berichtigt werden, um immer auf dem neusten Stand zu sein.<\/div>\n<p>Zusammenfassend kann gesagt werden:\u00a0<b>&#8222;Ein Navigateur hat&#8217;s schw\u00f6r!!&#8220;<\/b><\/p>\n<h3><span style=\"font-size: 12pt;\">Der Signalabschnitt<\/span><\/h3>\n<div id=\"bildfluss\"><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-05.jpg\" data-lbwps-width=\"324\" data-lbwps-height=\"475\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-05-205x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1512 alignleft\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-05-205x300.jpg\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-05-205x300.jpg 205w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/300-05.jpg 324w\" sizes=\"auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/><\/a><b>&#8222;Wenn die bunten Fahnen wehn&#8230;&#8220;<\/b>, dann konnte nur der Sign\u00e4ler (Verwendungsreihe 27) bei der Arbeit sein. Auch in der heutigen Zeit kann man bei der F\u00fchrung von Schiffen in See auf die Benutzung von optischen Fernmeldemitteln nicht verzichten. Die Aufgaben des Flaggensignalisierens und Lichtmorsens werden von den Soldaten des Signalabschnittes wahrgenommen. Die Nutzung dieser Fernmeldewege gewinnt in der heutigen Zeit wieder an Bedeutung. Der optische Signalverkehr ist nun einmal absolut abh\u00f6rsicher. Nur Einheiten in Sichtweite k\u00f6nnen diese Signale auffassen und auswerten. Genaue Kenntnis des Morsealphabetes, der internationalen und milit\u00e4rischen Signalflaggen sind die Voraussetzung f\u00fcr eine schnelle \u00dcbermittlung, Entschl\u00fcsselung und Weiterleitung ein- und ausgehender Spr\u00fcche. Wind, Wetter und Wellen erschwerten diese Aufgabe in besonderer Weise.<\/div>\n<p>Zus\u00e4tzlich werden diese Soldaten auch noch f\u00fcr den Fernmeldeverkehr auf taktischen Sprechfunknetzen ausgebildet. Diese Aufgabe versehen sie jedoch nur bei besonderen Man\u00f6vern, wie z.B. bei Versorgung in See und bei Fahr\u00fcbungen im Verband.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<hr \/>\n<h1><span style=\"font-size: 18pt;\">Hauptabschnitt 400 &#8211; Schiffsversorgung<\/span><\/h1>\n<p>In diesem Hauptabschnitt finden wir Soldaten des Stabdienstes (Verwendungsreihe 61), Verpflegungswirtschaft (62), der Materialbewirtschaftung (63) und des Sanit\u00e4tsdienstes (81). Unverkennbar befinden sich in diesem Hauptabschnitt die am wenigsten &#8222;milit\u00e4rischen&#8220; Dienste, denn Dienst und Dienstleistungen sind die Aufgaben diesen Hauptabschnittes. Ohne diese Dienste m\u00fcsste selbst der h\u00e4rteste K\u00e4mpfer nackt, ohne Waffen, ohne Geld, ausgehungert und ohne Chance auf Bef\u00f6rderung oder Versetzung und ohne Post von der Liebsten zu Hause mit angeschlagener Gesundheit seinen Dienst tun, und wer k\u00f6nnte das schon?<\/p>\n<h3><span style=\"font-size: 12pt;\">Der Stabsdienst<\/span><\/h3>\n<p>Hierher geh\u00f6rten die Soldaten, die in der Wachtmeisterei, dem Personalb\u00fcro des Schiffes, dem Vor- und Schreibzimmer des Ersten Offiziers arbeiteten. Weiterhin fand man unter den Soldaten der Verwendungsreihe 61 den Rechnungsf\u00fchrer und seinen Gehilfen. Sie waren am Zahltag die beliebtesten M\u00e4nner an Bord, wenn Schlangen von Wehrpflichtigen anstanden, um ihren Wehrsold zu erhalten, aber auch Zeit- und Berufssoldaten ihr &#8222;Taschengeld&#8220;, die Bordgeb\u00fchrnisse und Zulagen, bar in Empfang nahmen. Schlie\u00dflich, wie bekam das Schiff im Ausland Kraftstoff, Wasser, Strom, Lebensmittel usw., wenn der Rechnungsf\u00fchrer nicht seinen Tresor \u00f6ffnete. Ein weiterer Soldat dieser Verwendungsreihe arbeitete in der Schiffsregistratur, in der Postein- und -ausgang bearbeitet, die Post verteilt und die dienstlichen Schreiben erstellt wurden. Die Schiffsregistratur war gerade im Ausland, sobald die Nachricht &#8220; Post an Bord &#8220; kam, hei\u00df umlagert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-01.jpg\" data-lbwps-width=\"634\" data-lbwps-height=\"429\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-01-300x203.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1513\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-01-300x203.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-01-300x203.jpg 300w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-01-443x300.jpg 443w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-01.jpg 634w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<h3><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Verpflegungswirtschaft<\/span><\/h3>\n<p>In diesem Abschnitt dienen die Soldaten der Verwendungsreihe 63. Von ihnen wird nicht nur der Betrieb in der Komb\u00fcse, sondern auch in der Bordkantine aufrechterhalten. &#8222;Nur der Proviant, der auf dem Schiff ist, ern\u00e4hrt die Besatzung&#8220;, sagt ein alter Seemannsspruch, und dass dieser Proviant auch auf das Schiff kommt, dort trotz geringer Kapazit\u00e4ten in den Proviantlasten richtig gelagert wird und aus ihm ausreichende und gute Mahlzeiten zubereitet werden, daf\u00fcr sind die K\u00f6che, kurz Smuts genannt, verantwortlich.<\/p>\n<div id=\"bildfluss\"><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-02.jpg\" data-lbwps-width=\"661\" data-lbwps-height=\"433\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-02-300x197.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1514 alignleft\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-02-300x197.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-02-300x197.jpg 300w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-02-458x300.jpg 458w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-02.jpg 661w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>War es schon im Hafen oder bei ruhiger See ein Wunder, welche Mahlzeiten trotz unzureichender Anlagen auf den Tisch &#8211; Verzeihung, auf die Back &#8211; gebracht wurden, so war es bei schwerer See nahezu unglaublich, wie die Komb\u00fcse noch arbeiten konnte. Hier wurden von den Smuts schon akrobatische Kunstst\u00fccke im Ausweichen zwischen dem Fett der hei\u00dfen Kippbratpfanne, dem Dampfkessel, den rutschenden T\u00f6pfen und fliegenden Sch\u00f6pfkellen abverlangt. Denn wenn das Essen an Bord nicht gut war, sank die Stimmung an Bord rapide.<\/div>\n<p>Die Mahlzeiten an Bord waren nicht nur Zufuhr an Energie und Vitaminen, sondern bildeten im oft harten eint\u00f6nigen Routinebetrieb die abwechslungs-reichsten H\u00f6hepunkte des Tages. Dabei hatten es die Smuts nicht immer leicht, denn wer konnte es schon 220 Menschen in Geschmack und Menge recht machen. Und so hie\u00df es manchmal f\u00fcr sie, ruhig zu bleiben bei der Essensausgabe und die eine oder andere N\u00f6rgelei zu ertragen ohne gleich zur Suppenkelle zu greifen.<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen war auch der B\u00e4cker, der Nachts daf\u00fcr sorgte, dass zum Fr\u00fchst\u00fcck frische Br\u00f6tchen auf die Back kamen. Neben den regul\u00e4ren Mahlzeiten sorgten die Smuts auch f\u00fcr die sogenannten Spitzenessen, wenn z.B. im Auslandshafen der Kommandant die Ortshonorationen zu Tisch lud oder f\u00fcr das Geburtstagsessen einer Decksgemeinschaft. Und wer jetzt noch \u00fcber das Essen an Bord meckerte, dem wurde wiederum mit einem alten Seemannswort gesagt:<br \/>\n<b>&#8222;Wer den Smut kritisiert, mu\u00df die Komb\u00fcse verlassen!&#8220;<\/b><\/p>\n<p>Und woher bekam der Soldat seine geliebten Gummib\u00e4rchen? Nat\u00fcrlich aus der Bordkantine! Aber nicht nur diesen, sondern noch etwa 350 anderer Artikel hielt der Kantinenf\u00fchrer ( KaF\u00fc ) mit seinem nebenamtlichen Verk\u00e4ufer f\u00fcr die Besatzung bereit. Von verschiedenen Schokoladensorten \u00fcber Toilettenartikel bis hin zu Zigaretten und Parf\u00fcms konnte man hier k\u00e4uflich erwerben. Gerade bei Auslandsreisen erfreuten sich die verschiedenen Souvenirs, wie Feuerzeuge, Anstecknadeln, Schiffs-wappen und Wimpel gr\u00f6\u00dfter Beliebtheit.<br \/>\nDie Aufgabe des Kantinenpersonals bestand jedoch nicht nur im Verkauf sondern auch in der Beschaffung und Bevorratung dieser Artikel. Dieses wurde anschlie\u00dfend f\u00fcr Besatzungsfeste und Betreuungsma\u00dfnahmen, wie Besichtigungsfahrten im Ausland, verwandt. Am Ende jeden Monats wurde der KaF\u00fc langsam nerv\u00f6s! Musste er doch mit seinem Verk\u00e4ufer jeden Monat eine Inventur und Bestandsaufnahme aller Kantinenwaren durchf\u00fchren.<\/p>\n<h3><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Materialbewirtschaftung<\/span><\/h3>\n<p>Die Soldaten der Verwendungsreihe 63 werden kennzeichnenderweise Versorger genannt, denn ihre Aufgabe ist es, das Schiff mit allen notwendigen Dingen zu versorgen, vom Kugelschreiber \u00fcber Schrauben, Gl\u00fchlampen, Munition usw., bis hin zum kompletten Schiffsmotor.<\/p>\n<div id=\"bildfluss\"><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-03.jpg\" data-lbwps-width=\"306\" data-lbwps-height=\"433\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-03-212x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1515 alignleft\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-03-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-03-212x300.jpg 212w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-03.jpg 306w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a>Die Bestellung des vom jeweiligen Schiffsabschnitt geforderten Materials in richtiger Menge und Gr\u00f6\u00dfe und die rechtzeitige Herbeischaffung, das alles liegt in der Hand der Versorger. Dazu geh\u00f6rt &#8222;nach guter deutscher Art&#8220; zun\u00e4chst einmal die Erstellung von Unmengen an Papieren: Anforderungen, Belege, Listen und alles mindestens in 6-facher Ausfertigung, richtig ausgef\u00fcllt, vom richtigen Mann unterschrieben und an das richtige Lager gesandt. Denn ohne Einhaltung all dieser Formalien l\u00e4uft nichts &#8211; zumindest offiziell. Eingeweihte wollten des \u00f6fteren mal in der Versorgungs-schreibstube deutlich einen Schimmel wiehern geh\u00f6rt haben. Man munkelt, der gute Versorger kauft sich auch seine Zeitung 3-fach.<\/div>\n<p>Ist die Aufgabe der Versorgung schon im Inland eine Abenteuersafari durch den b\u00fcrokratischen Dschungel, so wird sie im Ausland durch Sprachschwierigkeiten, landeseigene Regelungen und Zollgesetze und die jeweilige Mentalit\u00e4t der Bewohner um ein Vielfaches exotischer.<\/p>\n<p>Um nicht bei l\u00e4ngerer Abwesenheit vom Hafen alle n\u00f6tigen Ersatzteile extra nachfliegen zu lassen, befand sich an Bord eine Ersatzteillast. In dieser wurden ca. 2000 verschiedene Artikel mit \u00fcber 10.000 Einzelteilen bevorratet. Selbstverst\u00e4ndlich ben\u00f6tigte man auch hier einen gro\u00dfen Schwung an Papier. Merke:\u00a0<b>Papier ist geduldig, der Versorger muss es auch sein.<\/b><br \/>\nSchlie\u00dflich hatte die Versorgung bei Besch\u00e4digung und Verlust von Material nicht nur Ersatz zu beschaffen sondern auch noch Sch\u00e4diger und Haftung festzustellen. Doch wer konnte einen Seemann schon daf\u00fcr haftbar machen, wenn ihm bei Sturm mehrere Uniformteile vom K\u00f6rper gerissen und unwiderbringlich in die See geschleudert wurden?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-04.jpg\" data-lbwps-width=\"800\" data-lbwps-height=\"518\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-04-300x194.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1516\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-04-300x194.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-04-300x194.jpg 300w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-04-768x497.jpg 768w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-04-463x300.jpg 463w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-04.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<h3><span style=\"font-size: 12pt;\">Der Sanit\u00e4tsdienst<\/span><\/h3>\n<p>&#8222;Es gibt keine Krankheit, die nicht durch das Dazwischenkommen eines Milit\u00e4rarztes zum Tode f\u00fchren k\u00f6nnte!&#8220; Gem\u00e4\u00df dieser alten Milit\u00e4rweisheit betreuten drei Sanit\u00e4ter und ein Arzt die Besatzung. Jeden Morgen nahmen sie sich den Scharen von Siechen und Leidenden an, die sich hilfesuchend an die Pforte des Schiffslazarett wagten. Auch deren Zahl konnte in Abh\u00e4ngigkeit von Grippewellen, mitunter auch im Zusammenhang mit bevorstehenden Seefahrten, dramatisch ansteigen. Viele Krankheiten und Verletzungen konnten in den materiell gut ausgestatteten, aber unter chronischen Platzmangel leidenden Schiffslazarett behandelt werden.<\/p>\n<div id=\"bildfluss\"><a href=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-05.jpg\" data-lbwps-width=\"645\" data-lbwps-height=\"436\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-05-300x203.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1517 alignleft\" src=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-05-300x203.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-05-300x203.jpg 300w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-05-444x300.jpg 444w, https:\/\/jabietz.de\/fregatte-luebeck\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/400-05.jpg 645w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Sind aber die Grenzen des Machbaren erreicht, ist die &#8222;Sanit\u00e4t&#8220; der Partner in der Zusammenarbeit mit Fach\u00e4rzten und Krankenh\u00e4usern. Jedoch nicht nur in der Behandlung, auch in der Vorbeugung von Krankheiten war der Sanit\u00e4tsdienst eingesetzt: gesundheitliche \u00dcberwachung von Trinkwasser und Komb\u00fcse; sowie das damit befassten Personals, Unterweisung in erste Hilfe bei Notf\u00e4llen (Selbst- und Kameradenhilfe), arbeitsmedizinische \u00dcberwachung bei L\u00e4rmbel\u00e4stigung und vieles andere mehr.<\/div>\n<p>Aber auch Impfungen vor Reisen in tropische L\u00e4nder und Aufkl\u00e4rung vor den heimt\u00fcckischen Gefahren, die dem arglosen deutschen Seemann, d.h. seiner Gesundheit, an fremden Str\u00e4nden drohen k\u00f6nnen, wurden aufgeboten. (Dazu \u00fcberreichte man nun wieder verst\u00e4rkt in Mode gekommende Schutzartikel).<\/p>\n<p>Auch im Gefechtsdienst stellte die Sanit\u00e4t ihren Mann und \u00fcbte f\u00fcr den Ernst- und Gefahrenfall. Manch schaurig-sch\u00f6n, zum Schwerverletzten geschminkter Soldat, wurde bei einer Gefechts\u00fcbung vom obersten Deck oder aus dem Wellentunnel geborgen und im Schiffslazarett versorgt. So mancher bel\u00e4chelte anfangs den &#8222;Sani&#8220;. Doch auch der h\u00e4rteste Krieger suchte dereinst bleichen Angesichts, von Seekrankheit oder dem Virus einer Magen-Darm-Grippe gesch\u00fcttelt, das Schiffslazarett auf, um dort rund um die Uhr Hilfe zu finden.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schiffsorganisation Wie jeder gr\u00f6\u00dfere Betrieb, ist auch die Fregatte &#8222;L\u00dcBECK&#8220; in mehrere Abteilungen aufgegliedert. Diesen Abteilungen, Hauptabschnitte genannt, stehen Hauptabteilungsleiter vor. \u00dcber diesen Abteilungsleitern gibt es zwei Chefetagen mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen. 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